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Liga-Rüpel Boateng tritt wieder zu

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Borussia Dortmund  

Liga-Rüpel Boateng tritt wieder zu

13.05.2009, 14:38 Uhr | FUSSBALL.DE

Kevin-Prince Boateng von Borussia Dortmund macht durch ein übles Foul erneut Negativ-Schlagzeilen. (Foto: imago)Kevin-Prince Boateng von Borussia Dortmund macht durch ein übles Foul erneut Negativ-Schlagzeilen. (Foto: imago) Neun Minuten war Kevin Prince Boateng gegen Wolfsburg gerade auf dem Platz, da machte er seinem Ruf als "Bad Guy" des deutschen Fußballs alle Ehre. Mit gestrecktem Bein sprang der Dortmunder in einen Zweikampf mit Wolfsburgs Makoto Hasebe und traf den Japaner mit voller Wucht in Kung-Fu-Manier mitten im Gesicht.

Die logische und einzig nachvollziehbare Konsequenz von Schiedsrichter Lutz Wagner: Die Rote Karte, die für Boateng das vorzeitige Saison-Ende bedeutet. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den Mittelfeldspieler wegen rohen Spiels mit einer Sperre von vier Begegnungen belegt. Spieler und Verein haben dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.


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Kartensammler Boateng

Unverständlicherweise spielte Boateng auch noch das Unschuldslamm und diskutierte wild gestikulierend mit dem Schiedsrichterassistenten. Lediglich die Tränen in den Armen seines Trainers Jürgen Klopp zeugten von etwas Schuldbewusstsein. Sein Opfer Hasebe wurde minutenlang behandelt und musste dennoch, mit einem dicken Kopfverband versorgt, ausgewechselt werden. Für Boateng war es im 52. Bundesligaspiel die erste Rote Karte, allerdings sah er bereits stolze 17 Mal den Gelben Karton.

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Klose: "Scheinheiliger Spieler"

Seit seiner Rückkehr nach Deutschland im Januar 2009 fiel Boateng auf und außerhalb des Platzes eher durch undiszipliniertes Verhalten auf, denn durch sportliche Glanztaten. Beim Spiel des BVB in München trat er Bayern-Stürmer Miroslav Klose derart auf den Oberschenkel, dass viele dem Dortmunder pure Absicht unterstellten. Während Franz Beckenbauer eine nachträgliche Sperre forderte, wurde Klose deutlicher. "Ja. Ich habe die Reaktion des Spielers gesehen. Ich sehe, wie er sich verhält, bei der Aktion und danach. Er ist ein scheinheiliger Spieler", kritisierte der Nationalstürmer seinen Dortmunder Kontrahenten.

Negative Schlagzeilen auch privat

Privat machte er durch einen nächtlichen Streifzug durch Berlin mit seinem Kumpel aus Hertha-Zeiten, Patrick Ebert, Schlagzeilen. Beide sollen in jener Nacht randaliert und Autos demoliert haben. Die Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlungen auf, die Vorwürfe konnten allerdings bisher weder bestätigt noch widerlegt werden.

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Probleme schon in Berlin

Dabei hatte Boateng bei seiner Rückkehr in die Bundesliga Besserung gelobt und verkündet: "Dortmund ist meine letzte Chance". Seinen Ruf als undisziplinierter, schwieriger Charakter hatte er während seiner Zeit bei Hertha BSC durch diverse Eskapaden gründlich ruiniert. Lange Zeit als Riesentalent gefeiert, hielten die Leistungen auf dem Platz mit seiner Außendarstellung in Form von Goldkettchen, Acht-Zylinder-Geländewagen und Designerkleidung letztlich nicht mit. Zudem stieß Boatengs großes Ego Hertha-Coach Lucien Favre immer wieder sauer auf. Deshalb schlugen die Herthaner bei der 7,4 Millionen-Euro Offerte von den Tottenham Hotspurs zu und ließen Boateng nur zu gerne Richtung England ziehen.

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Zukunft in Dortmund ungewiss

Wie es für Boateng jetzt weitergeht, ist ungewiss. Im Winter zunächst nur bis zum Saisonende ausgeliehen, besitzen die Dortmunder das Vorkaufsrecht für den 22-Jährigen. Allerdings konnte der Mittelfeldspieler in seinen zehn Punktspieleinsätzen für den BVB nur wenig überzeugen. Dennoch stelle sich sein Trainer vor ihn. "Für Kevin ist das keine leichte Situation. Wir sind in der Pflicht, ihm jetzt zu helfen, und das werden wir auch tun. Wir werden Kevin nicht freigeben für irgendwelche Abschüsse", so Jürgen Klopp in der "Haltener Zeitung". Die Rote Karte will Klopp nicht überdramatisieren: "Wir bewerten einen Spieler nicht nach einer solchen Aktion. Es war ein Foul, man kann Rot zeigen. Das war´s." Ob es für Boateng auch nach der Sommerpause in Dortmund weitergeht, ist nach dem erneuten Fehltritt allerdings fraglich.

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