Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Formel 1: Krisengipfel bringt noch keine Lösung

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Formel 1  

Krisengipfel: Teams machen Gegenvorschlag

15.05.2009, 21:16 Uhr | sid

Ferrari und die anderen Teams gegen eine Budgetobergrenze. (Foto: dpa)Ferrari und die anderen Teams gegen eine Budgetobergrenze. (Foto: dpa) Auch nach dem Krisengipfel in London bleibt die Zukunft der Formel 1 unsicher. Das Treffen der Team-Organisation FOTA mit FIA-Präsident Max Mosley und Formel-1-Chef Bernie Ecclestone brachte noch keine Lösung im Streit um die für 2010 vorgeschriebene Budgetobergrenze, aber möglicherweise eine Annäherung. Mit einem Gegenvorschlag wollen die Rennställe die umstrittene Regelung noch kippen.

"Wir sind bereit zu hören, was sie uns zu sagen haben", meinte Mosley nach den Gesprächen in einem Hotel in Heathrow. Die Teams zogen sich unmittelbar nach den Gesprächen mit dem Chef des Automobil-Weltverbandes FIA und Ecclestone zu internen Beratungen zurück.

Hamilton Keine Lust mehr auf die Formel 1
Formel 1 Auch Ferrari droht mit Ausstieg
Rennbericht Button rast in Bercelona zum Sieg
Kolumne Alarmstufe Rot bei Ferrari


Entscheidung bis Ende Mai

Auch wenn die Atmosphäre laut Mosley "freundlich" gewesen sei, die Fronten scheinen noch immer verhärtet. Der FIA-Chef blieb bei seinem am 29. April vom Weltrat abgesegneten Plan, eine Budgetobergrenze von 45 Millionen Euro einzuführen. Die Teams müssten sich bis zum Ende der Einschreibefrist am 29. Mai entscheiden, ob sie an der nächsten WM teilnehmen wollen, setzte er die Rennställe unter Druck. Der Brite bestätigte, dass Ferrari bei einem französischen Gericht eine Einstweilige Verfügung gegen Regelung eingelegt hat. Auch Renault, Toyota, BMW-Sauber und Red Bull haben damit gedroht, aus der Formel 1 auszusteigen, sollte die FIA die beschlossene Obergrenze beibehalten.

Barrichello stänkert Hauskrach bei Brawn

Fotos, Fotos Die besten Bilder des GP von Spanien
Aktuelle News Nachrichten rund um die Formel 1

Schumacher ist kritisch

"Ich kann mir nicht wirklich Formel 1 ohne Ferrari vorstellen. Das gehört einfach zusammen", meinte Rekord-Weltmeister Michael Schumacher bei "RTL.de". Er glaube, dass es "im Endeffekt Bernie Ecclestone und Mox Mosley überzeugen wird, sich anpassen zu wollen. Wie schon gesagt: Die Formel 1 ohne die großen Werke ist dann doch nicht mehr Formel 1, sondern eine minderwertige Serie."

Gadget Holen Sie sich alle Infos zur Formel 1 auf Ihren Computer
Video Die Steuerzentrale: So funktioniert ein Formel-1-Lenkrad
Online-Game Formula Fast

Mosley und Ecclestone im Visier

Noch am Vormittag hatte Williams-Geschäftsführer Adam Parr auf die existenzielle Bedeutung der Gespräche hingewiesen und eine schnellstmögliche Lösung gefordert. "Leider hatten wir ja schon vor zwölf Monaten die Chance, das auf flexiblere und freundlichere Art und Weise zu erledigen. Und nun befürchte ich, die Zeit läuft ab", sagte Parr vor den richtungsweisenden Diskussionen Mosley und Ecclestone dem Internetportal "autosport.com".

Kosten sparen als Ziel

Streitpunkt ist das neue Reglement, das der FIA-Weltrat im April verabschiedet hatte. Demnach werden die Teams bevorteilt, die sich an die Budgetobergrenze von 45 Millionen Euro halten. Sie bekommen entscheidende Freiheiten in der Aerodynamik der Autos und beim Motor. Die Rennställe, die mehr ausgeben, müssen mit Einschränkungen leben. Mosley will auf diesem Weg, neuen Teams den Weg in die derzeit noch teuere Formel 1 ermöglichen. Derzeit geben die Rennställe pro Saison bis zu 250 Millionen Euro aus.

Briatore redet Klartext

"Die Teams sind die Formel 1, und der Weltverband sollte ganz einfach nur Schiedsrichter sein. Die Regeln werden von uns gemacht", hatte Renault-Chef Flavio Briatore noch vor dem Treffen getönt. Mosley könne nicht einfach Regeln aufstellen, "ohne mit irgend jemandem gesprochen zu haben. Jede Woche wirft uns die FIA einen neuen Brocken vor", sagte der Italiener.

Hamilton hat genug

Auch Weltmeister Lewis Hamilton ist vom Dauerstreit in der Formel 1 genervt. "Ich fühle mich von all dem herumgestoßen", klagte der Brite in der Tageszeitung "The Times". "Ich habe die Formel 1 genossen. Ein Teil davon ist mir genommen worden." Er habe sich nie vorstellen können, dass in der Motorsport-Königsklasse soviel Politik gemacht werde. "Das war für mich ein Schock", erklärte Hamilton und spielte auf die quälenden Debatten um den Doppel-Diffusor und die Budgetgrenze an. "Ich will Fahrer sein und kein Politiker", schimpfte Hamilton. Zwar habe der Machtkampf hinter den Kulissen bislang keinen Einfluss auf seine Leistungen auf der Rennstrecke gehabt, ihn aber außerhalb sehr wohl beschäftigt. "Das beeinträchtigt dein Leben."

Ergebnisse des Wochenendes im Überblick

Ergebnis Rennen Brawn-Duo feiert Doppelsieg
Ergebnis Qualifying Vettel verpasst Pole nur knapp
Ergebnis 3. freies Training Ferrari meldet sich zurück
Ergebnis 2. freies Training Rosberg mit leerem Tank zur Bestzeit
Ergebnis 1. freies Training Button hat die Konkurrenz im Griff

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal