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Großer Preis von Monaco: Norbert Haug hält das Rennen für skurril

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Großer Preis von Monaco  

Norbert Haug: "Es ist nach wie vor skurril"

20.05.2009, 11:32 Uhr | t-online.de, Motorsport-Total.com

Robert Kubica in der Hafenschikane von Monaco (Foto: imago)Robert Kubica in der Hafenschikane von Monaco (Foto: imago) Es ist das verrückteste Rennen des Jahres, der Grand Prix von Monaco in Monte Carlo. Auf der einen Seite liebt der Formel-1-Tross den irren Stadtkurs inmitten der monegassischen Metropole, in der ein prall gefülltes Konto die Aufenthaltsgenehmigung für die Einwohner ist. Auf der anderen Seite verabscheuen die Teams die Strecke vor allem wegen ihrer bescheidenen Sicherheitsstandards.

Wer mit rund 160 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit mitten durch eine Stadt fährt, in der Auslaufzonen genauso Mangelware sind wie Restaurants, in denen man einen Kaffee zu Normalbürgerpreisen erhält, muss ein wenig verrückt sein. Für den ehemaligen Grand-Prix-Piloten Ralf Schumacher entspricht diese Strecke einfach nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards: "Ich warne immer wieder, dass dieses Rennen nicht mehr zeitgemäß ist." Verfolgen Sie das dritte freie Training ab 10.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker!

Video Rosberg und Danner erklären die Strecke in Monaco

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Heidfeld: "Nicht so gefährlich, wie es oft dargestellt wird"

Nick Heidfeld, der 2000 im Prost in der Rascasse-Kurve spektakulär in die Leitplanken gekracht ist, sieht die Sicherheitsdiskussionen eher gelassen. "Es ist nicht so gefährlich, wie es oft dargestellt wird. Man knallt meistens im spitzen Winkel in die Leitplanken, dadurch wird viel Energie absorbiert", so der Mönchengladbacher über den Kurs, den er als seine Lieblingsstrecke bezeichnet.

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Norbert Haug hält das Rennen für skurril

"Rennfahren in Monaco ist wie Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer", sagte einst der dreimalige Weltmeister Nelson Piquet über die Fahrerstrecke an der Côte d'Azur, wo sich Jahr für Jahr die Spreu vom Weizen trennt. Zum 67. Mal fährt die Formel 1 in diesem Jahr dort, wo sie nach all den Diskussionen um die Sicherheit nun wirklich nicht hingehört: "Es ist nach wie vor skurril, dass dort überhaupt eine Rennstrecke sein kann", meint Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Video Monaco, ein Fürstentum im Rennfieber

Umbaumaßnahmen nach Wendlinger-Crash

Der letzte folgenschwere Unfall war 1994 der Crash Karl Wendlingers ausgangs des Tunnels. Der Österreicher lag anschließend wegen schwerer Kopfverletzungen wochenlang im Koma. Aus diesem Unfall hat man gelernt: Die Hafenschikane wurde durch Reifenstapel gesichert, für das Cockpit wurde ein seitlicher Kopfschutz Vorschrift. Den Tunnel in Richtung Hafenschikane verlassen die Fahrer mit rund 300 km/h - die Angst vor einem Horrorunfall am Ende des Tunnels oder gar in der nicht einsehbaren Kurve innerhalb des Tunnels fährt immer mit.

Video Brakefacts Monaco: der härteste Bremspunkt im Fürstentum
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Pro Rennen durch mehr als 1000 Kurven rasen

3,340 Kilometer lang ist der Kurs von Monaco. 2005 drehte Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes mit 1:13,644 Minuten die bisher schnellste Runde. Enge Kurven, Unebenheiten, Kanaldeckel und Fahrbahnmarkierungen sind die Tücken der Strecke, die keine andere Teststrecke bietet. "Monaco ist ungewöhnlich, weil die Strecke mit knapp über 3,3 Kilometern sowohl die kürzeste und mit einem Schnitt im Qualifying von unter 170 km/h die langsamste Strecke ist. Jede Runde besteht aus 13 Kurven, was bedeutet, dass man bei 78 Runden über 1000 Kurven zu durchfahren hat", erklärt Pat Symonds, Chefingenieur des Renault-Teams.

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Alle 2,1 Sekunden macht ein Fahrer einen Schaltvorgang

"Die Fahrer haben nicht die Möglichkeit zur Erholung und machen aus diesem Grund leicht einen Fehler. Da es in Monaco an Auslaufzonen mangelt, sind diese Fehler folgenreich. Zusätzlich werden pro Runde 38 Gangwechsel durchgeführt, was pro Rennen 3000 Schaltvorgänge bedeutet. Auch wenn man heute nur noch mit den Fingern tippen muss, verlangt das den Fahrern viel Konzentration ab, weil sie im Schnitt alle 2,1 Sekunden schalten müssen", so Symonds weiter.

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