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Formel 1: Ferrari erneuert seine Ausstiegsdrohung

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Ferrari  

Ferrari erneuert seine Ausstiegsdrohung

21.05.2009, 10:55 Uhr | t-online.de, Motorsport-Total.com

Kimi Räikkönen: "Werden verschwinden" (Foto: xpb.cc)Kimi Räikkönen: "Werden verschwinden" (Foto: xpb.cc) Macht Ferrari ernst und zieht sich aus der Formel 1 zurück? Nach der vom Tribunal de Grande Instance in Paris gefällten Entscheidung, den Antrag der Roten auf eine einstweilige Verfügung gegen das von der FIA beschlossene Reglement für 2010 abzulehnen, hat die Scuderia ihre Drohung erneuert: "Wenn es nicht möglich ist, zu einer Einigung zu kommen, dann wird Ferrari seine Autos wie am 12. Mai vom Vorstand beschlossen nicht für die Weltmeisterschaft 2010 nennen."

Das gab der Rennstall in einer Stellungnahme zum Urteil von Paris bekannt. Wie es mit der Sportwagen-Schmiede weitergehen soll, dafür gibt es zumindest schon Ideen.

Regelstreit Ferrari erleidet Schlappe vor Gericht

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Umstieg in eine andere Rennserie?

Für den Fall eines Ausstiegs aus der Formel 1 wolle man "an Rennen teilnehmen, die dem Kaliber der Marke gerecht werden und dem Anspruch nach Innovation und technologischer Forschung entsprechen." Das könnte zum Beispiel eine "Piratenserie" auf Basis der A1GP-Infrastruktur sein. Ferrari überlegt derzeit, das Urteil anzufechten und die nächste Instanz anzustrengen.

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Ausstieg so wahrscheinlich wie nie zuvor

Parallel dazu wollen die Italiener aber "innerhalb der FOTA mit der FIA und dem Halter der kommerziellen Rechte zusammenarbeiten". Dennoch scheint ein Ausstieg so wahrscheinlich wie nie zuvor. Zwar hatten die Hersteller in den vergangenen Jahren des Öfteren gedroht, einen verbindlichen Vorstandsbeschluss gab es bisher allerdings noch nie. Dass dieser noch gekippt wird, erscheint unwahrscheinlich, schließlich würde Ferrari dann seine Glaubwürdigkeit verlieren.

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Räikkönen: "Ziemlich sicher, dass wir verschwinden"

Selbst Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen rechnet mit der Katastrophe. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir aus der Formel 1 verschwinden werden", sagte der Finne in Monte Carlo. "Ich habe jedenfalls einen Vertrag mit Ferrari. Sie fahren in vielen verschiedenen Kategorien, da werden sie schon etwas für mich finden. Ich arbeite für Ferrari und wir sind eine Familie. Hier ist mein Arbeitsplatz und hier will ich Rennen fahren. Was immer ich auch tun werde, es wird mit Ferrari sein. Wir stehen zusammen."

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Die Chronologie des Regelstreits


17. März: Der Motorsport-Weltrat der FIA beschließt für die Saison 2010 die Einführung einer freiwilligen Budgetgrenze. Teams, die pro Jahr mit maximal 33 Millionen Euro auskommen, sollen mit technischen Vorteilen belohnt werden. Rennställe, die mehr ausgeben wollen, sind bis 2012 an das alte Reglement gebunden. Zudem soll schon in dieser Saison der Fahrer mit den meisten Siegen Weltmeister werden, ungeachtet der Zahl seiner Punkte. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bezeichnet den Beschluss zwar als Risiko, ein offizieller Protest aber bleibt aus.

19. März: Di Montezemolo verschärft seine Kritik auf der Ferrari-Website. Die neuerlichen Regeländerungen seien "schlecht für die Glaubwürdigkeit" der Königsklasse, wettert der Scuderia-Chef.

20. März: Nach heftigen Protesten knickt die FIA bei der Weltmeister-Regel ein. In dieser Saison gewinnt wie bisher der Fahrer mit den meisten Punkten den Titel. Die neue Regel wird offiziell auf 2010 verschoben.

24. April: Vor dem Großen Preis von Bahrain fordert FIA-Chef Max Mosley die verärgerten Rennställe auf, eine aus ihrer Sicht akzeptable Regelung für eine Budgetgrenze vorzuschlagen.

29. April: Der Motorsport-Weltrat erhöht das Etatlimit auf rund 45 Millionen Euro, legt die Details der Regel fest und präzisiert Ausnahmen. Di Montezomolo hatte den Beschluss mit einem Brandbrief vergeblich zu verhindern versucht und auf ein Ferrari zugesichertes Veto in Regelfragen verwiesen.

12. Mai: Ferrari droht nach einer Vorstandssitzung mit einem Rückzug aus der Formel 1, wenn die neuen Regeln umgesetzt werden. Tags zuvor hatte Dietrich Mateschitz eine Anmeldung seiner Teams Red Bull und Toro Rosso für 2010 unter dem geplanten Reglement ausgeschlossen.

13. Mai: Auch Renault will aussteigen, wenn die Regeln nicht geändert werden.

15. Mai: Ein Krisengipfel in London bleibt weitgehend ergebnislos. Mosley gibt den Teams sieben Tage Zeit, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten. Während des Treffens wird bekannt, dass Ferrari bei einem Pariser Gericht eine Einstweilige Verfügung gegen die Regelreform erwirken will. Die Scuderia pocht auf ein angebliches Veto-Recht, das ihr Mitsprache in Regelfragen zugestehen soll.

19. Mai: Ferrari präsentiert bei einer Anhörung in Paris seine Argumente.

20. Mai: Das zuständige Pariser Gericht weist den Antrag auf Einstweilige Verfügung ab.

20. Mai: Ferrari erneuert seine Ausstiegsdrohung. Sollte keine Einigung erzielt werden, wolle man "an Rennen teilnehmen, die dem Kaliber der Marke gerecht werden und dem Anspruch nach Innovation und technologischer Forschung entsprechen."

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