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Formel-1-Teams wollen Ferrari nicht verlieren

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Rund um den Rennzirkus  

Formel-1-Teams wollen Ferrari nicht verlieren

22.05.2009, 13:18 Uhr | t-online.de, Motorsport-Total.com

Felipe Massa im Ferrari (Foto: xpb.cc)Felipe Massa im Ferrari (Foto: xpb.cc) Budgetobergrenze, Parallel- reglement, Rückzugsgedanken, Sonderbehandlung, "kalter Krieg" - das sind die Schlagworte, welche die Formel 1 seit einigen Wochen beschäftigen. Ferrari kämpft dabei an vorderster Front gegen den Weltverband FIA, erneuerte im Rahmen des Großen Preises von Monaco seine Ausstiegsdrohung. Heute geht der Fight in die nächste Runde.

Ferrari will ernst machen und im Falle der Einführung einer Budgetgrenze die Formel 1 verlassen. Die anderen Teams, vorneweg McLaren-Mercedes, BMW Sauber und Force India, wollen die Roten allerdings halten.

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Krisengespräche bleiben vorerst ohne Entscheidung

Auch ein dreistündiger Krisengipfel in Monte Carlo brachte am Freitagabend keine Lösung. Die Teamvereinigung FOTA und Automobil-Weltverbandschef Max Mosley wollen am Rande der Qualifikation zum Großen Preis von Monaco abermals über Auswege aus der Krise beraten.

Mario Theissen: "Es wäre ein großer Verlust"

"Alle Teams wollen, dass Ferrari bleibt. Ich hoffe, wir finden einen Mittelweg, mit dem Ferrari weiter an der Formel 1 teilnimmt", erklärte Ex-Ferrari-Kunde Vijay Mallya, Teamchef von Force India. Und BMW Motorsport-Direktor Mario Theissen wiederholte die Aussage von Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Ich glaube, Ferrari meint es ernst. Es wäre ein großer Verlust, sollten sie wirklich aussteigen."

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Frank Williams sieht Drohungen kritisch

Es gibt natürlich auch kritische Stimmen. Frank Williams meint, dass Ferrari "keine Hilfe braucht. Sie sind ein sehr starkes und wohlhabendes Team. Es wäre schade, sollten sie gehen, aber sie hatten viele Jahre unter diesem Concorde-Agreement, in einer sehr privilegierten Position. Hätten wir das früher gewusst, wäre das nicht gut angekommen - vor allem nicht bei der Wettbewerbskommission in Brüssel. Also sollten sie die Budgetobergrenze akzeptieren und sich der Formel 1 anschließen."

Ferrari genießt eine Sonderstellung

Williams, grundsätzlich ein Gegner des Zweiklassenreglements, der sich aber fristgerecht für die Weltmeisterschaft 2010 einschreiben wird, spricht damit die Sonderstellung an, die Ferrari als traditionsreichstes Formel-1-Team genießt. So bekommen die Italiener mehr aus Bernie Ecclestones Einnahmentopf als alle anderen und sie haben im Normalfall auch ein Vetorecht gegen neue Regeln. Genau um dieses Vetorecht geht es im Rechtsstreit gegen die FIA.

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Ferrari-Vorgehen ist "in den Interessen der FOTA"

Doch die Sonderstellung von Ferrari scheint unter den Konkurrenzteams weitgehend akzeptiert zu sein: "Wir wussten davon und haben gesagt, dass wir alles so handhaben, wie es derzeit ist, und dass wir es so akzeptieren", sagte Theissen im Rahmen der FIA-Pressekonferenz über die Ferrari-Situation. "Was Ferrari jetzt macht, ist in meinen Augen in den Interessen der FOTA, weil sie alle Möglichkeiten ausschöpfen, die Position der FOTA zu untermauern."

Bernie Ecclestone drängt auf Vertragserfüllung

Ferraris Ausstiegsdrohung kommt allerdings bei Ecclestone nicht gut an, denn dem Grand-Prix-Promoter hat der Rennstall 2005 versprochen, bis Ende 2012 in der Formel 1 zu bleiben. Für dieses Versprechen gab es die erwähnten Sonderrechte, daher sagt Ecclestone jetzt: "Wir respektieren unsere Verträge. Alle Teams, die Verträge mit uns unterschrieben haben, erwarten, dass wir diese respektieren. Das erwarte ich nun auch von Ferrari."

Die Chronologie des Regelstreits


17. März: Der Motorsport-Weltrat der FIA beschließt für die Saison 2010 die Einführung einer freiwilligen Budgetgrenze. Teams, die pro Jahr mit maximal 33 Millionen Euro auskommen, sollen mit technischen Vorteilen belohnt werden. Rennställe, die mehr ausgeben wollen, sind bis 2012 an das alte Reglement gebunden. Zudem soll schon in dieser Saison der Fahrer mit den meisten Siegen Weltmeister werden, ungeachtet der Zahl seiner Punkte. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bezeichnet den Beschluss zwar als Risiko, ein offizieller Protest aber bleibt aus.

19. März: Di Montezemolo verschärft seine Kritik auf der Ferrari-Website. Die neuerlichen Regeländerungen seien "schlecht für die Glaubwürdigkeit" der Königsklasse, wettert der Scuderia-Chef.

20. März: Nach heftigen Protesten knickt die FIA bei der Weltmeister-Regel ein. In dieser Saison gewinnt wie bisher der Fahrer mit den meisten Punkten den Titel. Die neue Regel wird offiziell auf 2010 verschoben.

24. April: Vor dem Großen Preis von Bahrain fordert FIA-Chef Max Mosley die verärgerten Rennställe auf, eine aus ihrer Sicht akzeptable Regelung für eine Budgetgrenze vorzuschlagen.

29. April: Der Motorsport-Weltrat erhöht das Etatlimit auf rund 45 Millionen Euro, legt die Details der Regel fest und präzisiert Ausnahmen. Di Montezomolo hatte den Beschluss mit einem Brandbrief vergeblich zu verhindern versucht und auf ein Ferrari zugesichertes Veto in Regelfragen verwiesen.

12. Mai: Ferrari droht nach einer Vorstandssitzung mit einem Rückzug aus der Formel 1, wenn die neuen Regeln umgesetzt werden. Tags zuvor hatte Dietrich Mateschitz eine Anmeldung seiner Teams Red Bull und Toro Rosso für 2010 unter dem geplanten Reglement ausgeschlossen.

13. Mai: Auch Renault will aussteigen, wenn die Regeln nicht geändert werden.

15. Mai: Ein Krisengipfel in London bleibt weitgehend ergebnislos. Mosley gibt den Teams sieben Tage Zeit, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten. Während des Treffens wird bekannt, dass Ferrari bei einem Pariser Gericht eine Einstweilige Verfügung gegen die Regelreform erwirken will. Die Scuderia pocht auf ein angebliches Veto-Recht, das ihr Mitsprache in Regelfragen zugestehen soll.

19. Mai: Ferrari präsentiert bei einer Anhörung in Paris seine Argumente.

20. Mai: Das zuständige Pariser Gericht weist den Antrag auf Einstweilige Verfügung ab.

20. Mai: Ferrari erneuert seine Ausstiegsdrohung. Sollte keine Einigung erzielt werden, wolle man "an Rennen teilnehmen, die dem Kaliber der Marke gerecht werden und dem Anspruch nach Innovation und technologischer Forschung entsprechen."

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