Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Formel 1: Kommt jetzt der große Kompromiss beim Reglement?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Rund um den Rennzirkus  

Budgetobergenze: Kommt jetzt der große Kompromiss?

23.05.2009, 14:26 Uhr | dpa

FOTA-Chef Luca di Montezemolo. (Foto: Reuters)FOTA-Chef Luca di Montezemolo. (Foto: Reuters) Im wochenlangen Regelstreit der Formel 1 deutet sich jetzt ein Kompromiss an. Automobil-Weltverbandschef Max Mosley und Vertreter der Teamvereinigung FOTA ließen nach dem zweiten Krisengipfel in Monte Carlo anklingen, dass eine Einigung nähergerückt ist. Britische Medien berichteten unterdessen, Mosley habe weitere Ausnahmen für die umstrittene Budgetgrenze in Aussicht gestellt.

Im Gegenzug wollen die Rennställe angeblich das Etatlimit für 2010 im Grundsatz akzeptieren. Am Samstag sollten die Arbeitsgruppen der FOTA über die jüngsten Vorschläge beraten. Ein ebenfalls für Samstag angekündigtes Treffen mit Mosley ist dagegen offenbar nicht mehr notwendig.

Aktuelle News Nachrichten rund um die Formel 1

Werden Motoren aus der Budgetgrenze ausgeklammert?

"Ich bin zuversichtlich, dass es eine Einigung gibt", sagte der Verbandschef. Die Londoner Tageszeitung "The Times" will erfahren haben, dass Mosley die Ausgaben für die Motoren bis 2013 von der Budgetgrenze ausnehmen will. Ursprünglich sollten diese Kosten nur in der kommenden Saison nicht unter das Etatlimit von rund 45 Millionen Euro fallen. Fahrergehälter, Marketingausgaben und Bußgelder sind ohnehin nicht in der Ausgabengrenze enthalten. Damit könnten die finanzstarken Rennställe Experten zufolge auch weiterhin mit Budgets weit jenseits von 100 Millionen Euro planen.

Video Rosberg und Danner erklären die Strecke in Monaco
Gadget Holen Sie sich alle Infos zur Formel 1 auf Ihren Computer

Ferrari-Chef fordert mehr Stabilität

Dem Vernehmen nach leisteten zuletzt nur noch Ferrari und Toyota größeren Widerstand gegen die Pläne. "Die Formel 1 darf nicht den Weg ständiger Veränderung gehen und damit die Öffentlichkeit verwirren. Wir brauchen Stabilität und müssen daran arbeiten, wie wir in den kommenden zwei Jahren weitere Einsparungen vornehmen können", sagte Ferrari-Chef Luca di Montezemolo.

Online-Game Formula Fast

Ross Brawn: "Es geht vorwärts, nicht rückwärts"

Die Scuderia hat wegen des Konflikts um das Regelwerk für 2010 mehrfach mit Ausstieg gedroht. Auch Toyota, Renault, Red Bull und Toro Rosso wollten sich bislang unter den neuen Bestimmungen nicht für die kommende Saison anmelden. Am Freitag hatte die FOTA in zwei Sitzungen über das weitere Vorgehen beraten, ehe die Rennställe am Abend in ein dreistündiges Gespräch mit Mosley gingen. "Es geht vorwärts, nicht rückwärts", befand BrawnGP-Teamchef Ross Brawn nach dem Meeting im Automobilclub von Monaco.

Sebastian Vettel genervt von der Politik

Die fieberhaften Diskussionen am Hafen von Monte Carlo ließen bislang den Grand-Prix-Trubel zur Nebensache werden. "Es ist schade, dass die Politik den Sport überschattet. Diese Diskussionen sollten nicht an so einem Rennwochenende geführt werden", sagte Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel der "Frankfurter Rundschau". Der Heppenheimer gilt für den Großen Preis von Monaco am Sonntag (ab 13.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) als einer der Favoriten.

Die Chronologie des Regelstreits


17. März: Der Motorsport-Weltrat der FIA beschließt für die Saison 2010 die Einführung einer freiwilligen Budgetgrenze. Teams, die pro Jahr mit maximal 33 Millionen Euro auskommen, sollen mit technischen Vorteilen belohnt werden. Rennställe, die mehr ausgeben wollen, sind bis 2012 an das alte Reglement gebunden. Zudem soll schon in dieser Saison der Fahrer mit den meisten Siegen Weltmeister werden, ungeachtet der Zahl seiner Punkte. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bezeichnet den Beschluss zwar als Risiko, ein offizieller Protest aber bleibt aus.

19. März: Di Montezemolo verschärft seine Kritik auf der Ferrari-Website. Die neuerlichen Regeländerungen seien "schlecht für die Glaubwürdigkeit" der Königsklasse, wettert der Scuderia-Chef.

20. März: Nach heftigen Protesten knickt die FIA bei der Weltmeister-Regel ein. In dieser Saison gewinnt wie bisher der Fahrer mit den meisten Punkten den Titel. Die neue Regel wird offiziell auf 2010 verschoben.

24. April: Vor dem Großen Preis von Bahrain fordert FIA-Chef Max Mosley die verärgerten Rennställe auf, eine aus ihrer Sicht akzeptable Regelung für eine Budgetgrenze vorzuschlagen.

29. April: Der Motorsport-Weltrat erhöht das Etatlimit auf rund 45 Millionen Euro, legt die Details der Regel fest und präzisiert Ausnahmen. Di Montezomolo hatte den Beschluss mit einem Brandbrief vergeblich zu verhindern versucht und auf ein Ferrari zugesichertes Veto in Regelfragen verwiesen.

12. Mai: Ferrari droht nach einer Vorstandssitzung mit einem Rückzug aus der Formel 1, wenn die neuen Regeln umgesetzt werden. Tags zuvor hatte Dietrich Mateschitz eine Anmeldung seiner Teams Red Bull und Toro Rosso für 2010 unter dem geplanten Reglement ausgeschlossen.

13. Mai: Auch Renault will aussteigen, wenn die Regeln nicht geändert werden.

15. Mai: Ein Krisengipfel in London bleibt weitgehend ergebnislos. Mosley gibt den Teams sieben Tage Zeit, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten. Während des Treffens wird bekannt, dass Ferrari bei einem Pariser Gericht eine Einstweilige Verfügung gegen die Regelreform erwirken will. Die Scuderia pocht auf ein angebliches Veto-Recht, das ihr Mitsprache in Regelfragen zugestehen soll.

19. Mai: Ferrari präsentiert bei einer Anhörung in Paris seine Argumente.

20. Mai: Das zuständige Pariser Gericht weist den Antrag auf Einstweilige Verfügung ab.

20. Mai: Ferrari erneuert seine Ausstiegsdrohung. Sollte keine Einigung erzielt werden, wolle man "an Rennen teilnehmen, die dem Kaliber der Marke gerecht werden und dem Anspruch nach Innovation und technologischer Forschung entsprechen."

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Nur heute und nur für die 1.000 schnellsten Besteller

tolino page eBook-Reader zum Schnäppchenpreis von nur 49.- € statt 69.- € bei Weltbild.de. Shopping

Shopping
iPhone 7 32 GB im Tarif MagentaMobil L mit Handy

Nur 99,95 €¹. Nur online: 24 Monate 10 % sparen! bei der Telekom Shopping

Vernetzung
Christmas Shopping: Jetzt 15,- € Gutschein sichern!

Nur bis zum 14.12.16. Erfahren Sie mehr zur Aktion auf MADELEINE.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal