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Wolfsburg feiert, HSV atmet auf, Katerstimmung in Bielefeld

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Bundesliga, 34. Spieltag  

Wölfe feiern, HSV atmet auf, Katerstimmung auf der Alm

23.05.2009, 20:57 Uhr | t-online.de, dpa

Der VfL Wolfsburg ist Deutscher Meister. (Foto: ddp)Seit knapp 64 Jahren existiert der Verein VfL Wolfsburg. Gerade einmal einen Erfolg konnte man in dieser Zeit vorweisen. Das war 1963. Der VfL gewann die Niedersachsen-Meisterschaft. Nach 46 Jahren des Wartens ist jetzt ein weiterer Titel hinzugekommen. Trainer Felix Magath schaffte mit seiner Mannschaft das, was kaum einer zuvor für möglich gehalten hatte. Der Trainer-Fuchs gewann mit den Volkswagenstädtern die Deutsche Meisterschaft.

Dagegen herrscht bei Arminia Bielefeld und dem Karlsruher SC Ernüchterung. Beide Klubs müssen den Weg in die 2. Bundesliga antreten. Mit einem Last-Minute-Tor sorgte Piotr Trochowksi doch noch für einen versöhnlichen Saisonausklang beim HSV. Die Nordlichter haben Dortmund auf dem letzten Drücker überholt und haben sich für das internationale Geschäft qualifiziert.

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Titel für die Historie

„Das ist für unser Land eine große Sache. Ganz Deutschland soll sich freuen, sie haben die meisten Tore geschossen. Sie haben die Meisterschaft verdient“, lobte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff den neuen Titelträger. Nach Hannover 96 (1954) und Eintracht Braunschweig (1967) gewinnt mit Wolfsburg zum dritten Mal eine Mannschaft aus dem zweitgrößten deutschen Bundesland den begehrten Titel.

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Lob von der Konkurrenz

Das letzte Bundesligaspiel geriet schnell zu einer einzigen Party in Grün-Weiß. Mit 5:1 fegten Grafite und Co. über Werder Bremen hinweg und sorgten bereits vorzeitig für ausgelassene Jubelstimmung im Stadion. „Die haben eine phantastische Saison gespielt und tolle Spiele hingelegt. Sie haben immer wieder nach vorne gespielt in einer beachtenswerten Art und Weise“, sagte auch Werder-Coach Thomas Schaaf die Leistung des Gegners. Auch Karl-Heinz Rummenigge übersandte aus dem fernen München Glückwünsche. „Ich möchte Wolfsburg ausdrücklich zur deutschen Meisterschaft gratulieren, die haben sich das verdient - in der Rückrunde haben sie eine tolle Leistung gebracht.“ Mit einem Augenzwinkern fügte der Bayern-Boss aber auch hinzu, dass Wolfsburg den Titel genießen solle. „Denn in der nächsten Saison werden wir ihn ihnen wieder streitig machen.“

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Magath der Meistermacher

Vater des Erfolgs, da sind sich die Fußballexperten einig, ist Magath. Der 55-Jährige hat in den zwei Jahren Wolfsburg das geschafft, was andere Vereine in Jahrzehnten versuchen: Aus einem Abstiegskandidaten einen Champion zu machen. „Ich hatte hier die Möglichkeiten, meine Vorstellungen vom Fußball weitestgehend umzusetzen. Insofern steckt in dem, was der VfL jetzt verkörpert, auch ein Stück von mir“, sagte der scheidende Meister-Trainer, der seinen sechsten nationalen Titel als Spieler und Trainer mit an seinen neuen Arbeitsplatz auf Schalke nimmt.

Veh soll Magath beerben

Zurückgelassen hat der passionierte Schachspieler ein gut bestelltes Stück Fußball-Erde in der niedersächsischen Provinz. Mit vielen Ideen, klaren Konzepten, mit Durchsetzungsvermögen und natürlich auch mit 55 Millionen Euro vom Volkswagen-Konzern im Rücken stellte Magath eine Mannschaft auf die Beine, die schon jetzt internationales Niveau verkörpert und die auch Perspektive hat. „Um die Zukunft für den VfL ist mir nicht bange. Viele Spieler sind noch lange nicht an in ihrem Limit. Der Verein wird auch künftig um Titel spielen“, meinte der 43-malige deutsche Ex-Nationalspieler. Armin Veh scheint übrigens als Magath-Nachfolger festzustehen.

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Zufriedenheit beim Rekordmeister

Auch für Jupp Heynckes steht mit Louis van Gaal beim FC Bayern München der Nachfolger auf der Trainerbank bereits fest. Dank des 2:1-Erfolgs gegen den VfB Stuttgart hat der deutsche Rekordmeister nach der Entlassung von Jürgen Klinsmann sein Minimalziel erreicht und sich für die Champions League qualifiziert. "Ich habe meine Mission erfüllt. Es hat mir großen Spaß gemacht, und ich denke auch den Spielern", sagte ein zufriedener Heynckes, der nach ein paar Freundschaftsspielen wieder in die Fußball-Rente geht. "Der zweite Platz ist okay", zeigte sich Rummenigge mit dem Ende versöhnlich. Während sich Bayern als Zweiter direkt für die Champions League qualifizieren konnte, muss der VfB Stuttgart als Tabellendritter in die Qualifikationsrunde. Hertha BSC spielt aufgrund der 0:4-Klatsche in Karlsruhe in der Europa League.

HSV hat doch noch Glück

Von internationalen Titeln darf auch wieder der Hamburger SV träumen. Nachdem die Hanseaten auf der Zielgeraden dabei waren alles zu verspielen und im UEFA Cup sowie im DFB-Pokal jeweils an Werder Bremen im Halbfinale scheiterten, sorgte Trochowksi bei Eintracht Frankfurt mit seinem 3:2-Siegtreffer in der Nachspielzeit für die nicht mehr geglaubte Teilnahme an der Europa League.

Bittere Momente in Bielefeld und Karlsruhe

Auf dem Boden der Realität sind dagegen Bielefeld und Karlsruhe angekommen. Während sich der KSC bereits seit Wochen mit dem Abstiegsgedanken herumquälen musste und auch mit dem 4:0-Sieg gegen Berlin nichts daran ändern konnte, dürfte der Fall der Arminia auf den letzten Platz besonders bitter sein. Schließlich hatte man eigens vor dem letzten Spieltag Retter Jörg Berger für Michael Frontzeck verpflichtet, doch auch Berger konnte nicht verhindern, dass Bielefeld aufgrund des 2:2 gegen Hannover 96 nach fünf Jahren im Oberhaus den Gang in die Zweitklassigkeit antreten muss. „Leider hat uns letztendlich ein Tor gefehlt.“, sagte Berger.

Cottbus muss in die Relegation

Dagegen hat sich Energie Cottbus wieder einmal auf den letzten Drücker aus dem Sumpf gezogen. Dank des 3:0-Erfolgs gegen Bayer Leverkusen haben die Lausitzer die Chance über die Relegation die Klasse zu erhalten. Erstmals seit 18 Jahren werden in dieser Saison wieder ligaübergreifende Begegnungen ausgetragen, die über Auf- bzw. Abstieg entscheiden. Zwischen dem 28. Mai und dem 1. Juni sollen Hin- und Rückspiel absolviert werden. Voraussichtlich wird Cottbus gegen dem 1. FC Nürnberg antreten müssen.

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