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Formel-1-Teams gehen auf FIA zu

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Rund um den Rennzirkus  

Formel-1-Teams wollen eine Einigung

25.05.2009, 16:36 Uhr | t-online.de, Motorsport-Total.com

Williams schreibt sich für die WM 2010 ein. (Foto: imago)Williams schreibt sich für die WM 2010 ein. (Foto: imago) Im Regelstreit der Formel 1 gehen die Teams, nach dem Kompromissangebot von FIA-Chef Max Mosley, auf den Automobil-Weltverband zu. Williams hat sich bereits als erster der aktuellen zehn Rennställe für die WM 2010 eingeschrieben, Toyota dementiert einen angeblich feststehenden Ausstieg aus der Königsklasse.

Und sogar Teamchef Stefano Domenicali vom schärfsten FIA-Kritiker Ferrari schließt eine schnelle Einigung im Regelstreit nicht mehr aus. "Ich bin sicher, das wird eine sehr wichtige Woche", sagte der Italiener.

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Teams stellen Forderungen

Allerdings haben die Teams noch eigene Vorstellungen über Details einer künftigen Budget-Obergrenze, sowohl bei der Höhe als auch bei deren Überwachung. In einem gemeinsamen Brief aller zehn Teams an Mosley fordern die Rennställe, die Einhaltung einer Budgetgrenze mit einem eigenen Kostenkontrollsystem selbst zu überwachen.

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Domenicali will keine unabhängigen Gutachter

"Das ist kein Thema, worin unserer Ansicht nach jemand anderes involviert sein sollte", sagte Domenicali. Die FIA will eine unabhängige Kommission bilden mit je einem rennsport-erfahrenen Vorsitzenden und Beisitzer sowie einem zweiten Beisitzer, der ein Finanzexperte ist.

Budget-Höhe bleibt Zankapfel

Nachdem Mosley am Sonntag eine Einführung der Budgetgrenze in zwei Schritten vorgeschlagen hatte, klafft zwischen der von den Rennställen erhofften und der FIA angestrebten Höhe der Grenze allerdings noch eine große Lücke. Für das erste Jahr sollen die Rennställe laut des Fachmagazins "auto, motor und sport" eine Grenze von 100 Millionen Euro fordern. Der ursprüngliche Vorschlag der FIA lag bei rund 44 Millionen Euro.

Teams lehnen neue Regeländerungen ab

In dem Brief an Mosley haben die Teams außerdem gefordert, die WM 2010 mit demselben Reglement durchzuführen wie in dieser Saison. Sollten diese Forderungen erfüllt werden, wollen die Teams angeblich ihre Bereitschaft erklären, bis mindestens 2012 in der Formel 1 zu bleiben.

Williams fühlt moralisch und vertraglich Verpflichtet

"Wir haben uns eingeschrieben, weil wir uns moralisch und rechtlich verpflichtet fühlen, deutlich zu machen, dass wir in der Zukunft so an der Formel 1 teilnehmen werden, wie wir es in den letzten 30 Jahren getan haben", sagte Williams-Geschäftsführer Adam Parr und verwies auf einen bestehenden Vertrag mit der Formula One Management (FOM) von Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone von 2008 bis 2010. Parr stellte aber zugleich klar, dass der Rennstall weiterhin rückhaltlos die Bemühungen der Teamvereinigung FOTA im Regelstreit mit der FIA unterstütze.

Toyota-Boss dementiert Ausstiegsgerüchte

Toyotas Motorsportpräsident John Howett hat unterdessen Gerüchte über einen bereits feststehenden Ausstieg aus der Formel 1 dementiert. "Ich halte das für ein absichtlich in die Welt gesetztes Störgeräusch, um weitere politische Spannungen zu erzeugen", sagte Howett: "Es geht ja auch über Toyota hinaus und wird noch ein oder zwei anderen Herstellern unterstellt. Ich kenne die Quelle nicht, aber ich kann sagen, dass bei uns der Wunsch besteht, an der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr teilzunehmen."

Die Chronologie des Regelstreits

17. März: Der Motorsport-Weltrat der FIA beschließt für die Saison 2010 die Einführung einer freiwilligen Budgetgrenze. Teams, die pro Jahr mit maximal 33 Millionen Euro auskommen, sollen mit technischen Vorteilen belohnt werden. Rennställe, die mehr ausgeben wollen, sind bis 2012 an das alte Reglement gebunden. Zudem soll schon in dieser Saison der Fahrer mit den meisten Siegen Weltmeister werden, ungeachtet der Zahl seiner Punkte. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bezeichnet den Beschluss zwar als Risiko, ein offizieller Protest aber bleibt aus.

19. März: Di Montezemolo verschärft seine Kritik auf der Ferrari-Website. Die neuerlichen Regeländerungen seien "schlecht für die Glaubwürdigkeit" der Königsklasse, wettert der Scuderia-Chef.

20. März: Nach heftigen Protesten knickt die FIA bei der Weltmeister-Regel ein. In dieser Saison gewinnt wie bisher der Fahrer mit den meisten Punkten den Titel. Die neue Regel wird offiziell auf 2010 verschoben.

24. April: Vor dem Großen Preis von Bahrain fordert FIA-Chef Max Mosley die verärgerten Rennställe auf, eine aus ihrer Sicht akzeptable Regelung für eine Budgetgrenze vorzuschlagen.

29. April: Der Motorsport-Weltrat erhöht das Etatlimit auf rund 45 Millionen Euro, legt die Details der Regel fest und präzisiert Ausnahmen. Di Montezomolo hatte den Beschluss mit einem Brandbrief vergeblich zu verhindern versucht und auf ein Ferrari zugesichertes Veto in Regelfragen verwiesen.

12. Mai: Ferrari droht nach einer Vorstandssitzung mit einem Rückzug aus der Formel 1, wenn die neuen Regeln umgesetzt werden. Tags zuvor hatte Dietrich Mateschitz eine Anmeldung seiner Teams Red Bull und Toro Rosso für 2010 unter dem geplanten Reglement ausgeschlossen.

13. Mai: Auch Renault will aussteigen, wenn die Regeln nicht geändert werden.

15. Mai: Ein Krisengipfel in London bleibt weitgehend ergebnislos. Mosley gibt den Teams sieben Tage Zeit, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten. Während des Treffens wird bekannt, dass Ferrari bei einem Pariser Gericht eine Einstweilige Verfügung gegen die Regelreform erwirken will. Die Scuderia pocht auf ein angebliches Veto-Recht, das ihr Mitsprache in Regelfragen zugestehen soll.

19. Mai: Ferrari präsentiert bei einer Anhörung in Paris seine Argumente.

20. Mai: Das zuständige Pariser Gericht weist den Antrag auf Einstweilige Verfügung ab.

20. Mai: Ferrari erneuert seine Ausstiegsdrohung. Sollte keine Einigung erzielt werden, wolle man "an Rennen teilnehmen, die dem Kaliber der Marke gerecht werden und dem Anspruch nach Innovation und technologischer Forschung entsprechen."

22. Mai: Die Teamvereinigung FOTA und Automobil-Weltverbandschef Max Mosley beraten am Rande der Qualifikation zum Großen Preis von Monaco über Auswege aus der Krise. Vertagen jedoch erneut eine Entscheidung.

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