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Formel 1: FIA lehnt Verlängerung der Einschreibefrist ab

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Rund um den Rennzirkus  

FIA lehnt Verlängerung der Einschreibefrist ab

26.05.2009, 13:23 Uhr | t-online.de, Motorsport-Total.com

Renault-Chef Flavio Briatore (Foto: imago)Renault-Chef Flavio Briatore (Foto: imago) Im Zuge der intensiven Verhandlungen um das zukünftige Reglement der Formel 1 haben die Teams trotz einiger Annäherung in einer Beziehung den Kürzeren gezogen.

Für die Einschreibefrist, die Ende dieser Woche abläuft, erhielten die Teams keine Verlängerung. "Wir haben gefragt und hatten dabei kein Glück", sagte Renault-Teamchef Flavio Briatore spanischen Zeitungen.

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Briatore: "Ich verstehe es nicht"

Briatore und seine Kollegen der Teamvereinigung FOTA hatten sich durch die Fristverlängerung mehr Zeit zur Festlegung einer gemeinsamen Marschroute erhofft. "Ich verstehe es nicht", so Briatore, "sonst endete die Einschreibung immer im November, jetzt aber plötzlich im Mai." Der Automobil Weltverband (FIA) unter dem Vorsitz von Max Mosley rechtfertigt die frühe Einschreibefrist mit der Absicht, offene Startplätze für die WM 2010 frühzeitig zu verteilen. Möglichen Neueinsteigern soll dadurch genügend Vorbereitungszeit bleiben.

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Die Chronologie des Regelstreits

17. März: Der Motorsport-Weltrat der FIA beschließt für die Saison 2010 die Einführung einer freiwilligen Budgetgrenze. Teams, die pro Jahr mit maximal 33 Millionen Euro auskommen, sollen mit technischen Vorteilen belohnt werden. Rennställe, die mehr ausgeben wollen, sind bis 2012 an das alte Reglement gebunden. Zudem soll schon in dieser Saison der Fahrer mit den meisten Siegen Weltmeister werden, ungeachtet der Zahl seiner Punkte. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bezeichnet den Beschluss zwar als Risiko, ein offizieller Protest aber bleibt aus.

19. März: Di Montezemolo verschärft seine Kritik auf der Ferrari-Website. Die neuerlichen Regeländerungen seien "schlecht für die Glaubwürdigkeit" der Königsklasse, wettert der Scuderia-Chef.

20. März: Nach heftigen Protesten knickt die FIA bei der Weltmeister-Regel ein. In dieser Saison gewinnt wie bisher der Fahrer mit den meisten Punkten den Titel. Die neue Regel wird offiziell auf 2010 verschoben.

24. April: Vor dem Großen Preis von Bahrain fordert FIA-Chef Max Mosley die verärgerten Rennställe auf, eine aus ihrer Sicht akzeptable Regelung für eine Budgetgrenze vorzuschlagen.

29. April: Der Motorsport-Weltrat erhöht das Etatlimit auf rund 45 Millionen Euro, legt die Details der Regel fest und präzisiert Ausnahmen. Di Montezomolo hatte den Beschluss mit einem Brandbrief vergeblich zu verhindern versucht und auf ein Ferrari zugesichertes Veto in Regelfragen verwiesen.

12. Mai: Ferrari droht nach einer Vorstandssitzung mit einem Rückzug aus der Formel 1, wenn die neuen Regeln umgesetzt werden. Tags zuvor hatte Dietrich Mateschitz eine Anmeldung seiner Teams Red Bull und Toro Rosso für 2010 unter dem geplanten Reglement ausgeschlossen.

13. Mai: Auch Renault will aussteigen, wenn die Regeln nicht geändert werden.

15. Mai: Ein Krisengipfel in London bleibt weitgehend ergebnislos. Mosley gibt den Teams sieben Tage Zeit, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten. Während des Treffens wird bekannt, dass Ferrari bei einem Pariser Gericht eine Einstweilige Verfügung gegen die Regelreform erwirken will. Die Scuderia pocht auf ein angebliches Veto-Recht, das ihr Mitsprache in Regelfragen zugestehen soll.

19. Mai: Ferrari präsentiert bei einer Anhörung in Paris seine Argumente.

20. Mai: Das zuständige Pariser Gericht weist den Antrag auf Einstweilige Verfügung ab.

20. Mai: Ferrari erneuert seine Ausstiegsdrohung. Sollte keine Einigung erzielt werden, wolle man "an Rennen teilnehmen, die dem Kaliber der Marke gerecht werden und dem Anspruch nach Innovation und technologischer Forschung entsprechen."

22. Mai: FOTA und Automobil-Weltverbandschef Max Mosley beraten am Rande der Qualifikation zum Großen Preis von Monaco über Auswege aus der Krise. Vertagen jedoch erneut eine Entscheidung.

24. Mai: Teams und FIA nähern sich an. Das umstrittene Etatlimit von 45 Millionen Euro soll in Stufen über mehrere Jahre angestrebt werden.

26. Mai: Die FIA lehnt eine Verlängerung der Einschreibefrist für die WM 2010 ab. Die Teams sind daher gezwungen, eine Einigung bis zum 29. Mai herbeizuführen.

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