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Bayer Leverkusen: Bruno Labbadia vor dem Rauswurf

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Bayer Leverkusen  

Labbadia vor dem Rauswurf

27.05.2009, 13:19 Uhr | Thorsten Grunow, FUSSBALL.DE

Bruno Labbadia steht nach nur einem Jahr vor dem Aus bei Bayer Leverkusen. (Foto: imago)Das Trainer-Wechsel-Dich-Spiel in der Bundesliga geht weiter. Nachdem der FC Bayern München, Eintracht Frankfurt, der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV mit neuen Trainern in die kommende Spielzeit gehen, bahnt sich auch auf dem Trainerstuhl bei Bayer Leverkusen ein Wechsel an.

Nach Medienberichten ist die Entlassung des 43-jährigen Bruno Labbadia nach dem Pokalfinale am kommenden Wochenende beschlossene Sache.

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Parallelen zu Vorgänger Skibbe

Dabei scheint selbst ein Erfolg im Finale über Werder Bremen Labbadia nicht mehr zu retten. Zu unzufrieden ist man in der Bayer-Führung mit dem Saisonverlauf. Denn mit Labbadia sollte alles besser werden, nachdem Bayer in der Saison 2007/08 am letzten Spieltag den UEFA-Cup-Platz noch verspielt hatte. Als Folge des Scheiterns war nach einer Analyse der Saison Trainer Michael Skibbe entlassen und Bruno Labbadia als Nachfolger aus Fürth losgeeist worden, mit dem erklärten Ziel, in der Saison 2009/10 wieder international zu spielen. Bis zuletzt hatte Sportdirektor Rudi Völler den dann entlassenen Skibbe gelobt, am Ende trennte man sich um einen "unbelasteten Neuanfang" mit Labbadia zu starten.

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Kein Treueschwur für Labbadia

Jetzt scheint sich Geschichte zu wiederholen. Auch Labbadia wird von seinen Vorgesetzten nach der enttäuschenden Saison mit netten Worten bedacht. Ein Trainerwechsel sei das Letzte, woran man momentan denke, sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser nach dem letzten Spieltag. Was für einen geringen Wert dieses Lob hat und wie wackelig der Stuhl von Labbadia wirklich ist, wird in anderen Aussagen deutlich. "Es gibt keinen Treueschwur. Wir lassen uns bei der rationalen, objektiven Analyse von einem Sieg genauso wenig wie von einer Niederlage im Pokalfinale blenden", will Holzhäuser keine Jobgarantie geben.

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Katastrophale Rückrunden-Bilanz

Keine guten Aussichten für Labbadia, der weiß, dass die sportliche Bilanz mit Ausnahme des DFB-Pokals klar gegen ihn spricht. Lag Bayer zur Halbzeit der Saison noch auf einem Europa-League-Platz, folgte in der Rückrunde ein katastrophaler Leistungseinbruch. Ein einziges Mal blitzten die Dynamik und Attraktivität des Leverkusener Spieles der Hinrunde noch auf: Der Galaauftritt beim 4:2-Erfolg gegen Bayern München im Viertelfinale des DFB-Pokals überstrahlte lange Zeit die dürftigen Leistungen in der Liga. Von 51 möglichen Punkten wurden nur 17 geholt, am Ende landete Bayer auf Platz neun bei zwölf Punkten Rückstand auf einen der internationalen Plätze.

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Interne Abstimmung gegen Labbadia?

Der Tiefpunkt war schließlich am letzten Spieltag mit der desaströsen Vorstellung beim 0:3 in Cottbus erreicht. "So darf man sich eine Woche vor dem Pokalfinale nicht präsentieren", schimpfte Kapitän Simon Rolfes nach dem Debakel. Die Niederlage bei den Lausitzern und das Auftreten der Mannschaft gaben einen Eindruck davon, wie gestört das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer ist. Labbadia griff seine Mannschaft ungewöhnlich hart an: "Das war absolut schlecht. Wir haben zu wenige auf dem Platz, die Verantwortung übernehmen wollten." Und die Mannschaft scheint auch nicht mehr hinter ihrem Trainer zu stehen. Angeblich soll es sogar eine mannschaftsinterne Abstimmung über den Trainer gegeben haben, die mit 20:4 Stimmen gegen Labbadia deutlich genug ausfiel.

Kandidaten-Karussell kommt in Schwung

So scheint es mehr als fraglich ob der Trainer von Bayer 04 Leverkusen auch nach dem Pokalfinale, Triumph hin oder her, noch Bruno Labbadia heißt. Als Nachfolger dürften die üblichen Verdächtigen wieder in den Topf geworfen werden: Mirko Slomka, Thomas Doll, Klaus Augenthaler, Jörg Berger und Michael Frontzeck, um nur einige der Trainer zu nennen die noch ohne neues Aufgabenfeld sind.

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