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Formel 1: Teams schließen Williams aus FOTA aus

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Rund um den Rennzirkus  

Teams schließen Williams aus der FOTA aus

27.05.2009, 18:04 Uhr | dpa, Motorsport-Total.com

Williams schreibt sich für die WM 2010 ein. (Foto: imago)Williams schreibt sich für die WM 2010 ein. (Foto: imago) Die Formel-1-Teams haben Williams vorübergehend aus ihrer Vereinigung FOTA ausgeschlossen. Das teilte der englische Rennstall selbst mit. Die Entscheidung der FOTA ist eine Reaktion darauf, dass Williams sich zwei Tage zuvor beim Automobil- Weltverband FIA bereits für die WM 2010 eingeschrieben hat.

Die Teams streiten sich mit der FIA derzeit um die vom Verband für das nächste Jahr beschlossene Budgetobergrenze von 45 Millionen Euro. Die FOTA lehnt diese Regelung ab.

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Budgetgrenze Teams fordern Bedenkzeit

Frank Williams: "Entscheidung ist nachvollziehbar"

"Auch wenn die FOTA-Entscheidung bedauerlich ist, so ist sie doch nachvollziehbar", wurde Frank Williams nach dem Rauswurf zitiert. "Wir sind ein Rennteam, dessen einziges Geschäft die Formel 1 ist", argumentierte der Teamchef. "Wir haben Verpflichtungen gegenüber Partnern und Angestellten. Daher stand unsere Nennung für die nächstjährige Saison außer Frage."

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Einschreibefrist läuft Freitag ab

Einige Teams wie Ferrari, Toyota, Renault und Red Bull haben bereits mit ihrem Rückzug gedroht, sollte die Regel beibehalten werden. Die Rennställe wollten ihre Mitglieder verpflichten, sich bis zu einer Klärung des Streits nicht für die kommende WM-Saison anzumelden. Die Einschreibefrist läuft an diesem Freitag ab. Möglicherweise kommt es noch in dieser Woche zu einem Kompromiss zwischen FIA und FOTA.

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Williams verteidigt den Alleingang

Williams scherte aus der Front aus und schrieb sich am Montag als erstes der zehn aktuellen Formel-1-Teams ein. Teamchef Frank Williams verteidigte den Schritt erneut: "Wir sind rechtlich verpflichtet wegen unserer Verträge mit der FOM (Formula One Management) und der FIA, an der Weltmeisterschaft 2010 teilzunehmen."

Die Chronologie des Regelstreits

17. März: Der Motorsport-Weltrat der FIA beschließt für die Saison 2010 die Einführung einer freiwilligen Budgetgrenze. Teams, die pro Jahr mit maximal 33 Millionen Euro auskommen, sollen mit technischen Vorteilen belohnt werden. Rennställe, die mehr ausgeben wollen, sind bis 2012 an das alte Reglement gebunden. Zudem soll schon in dieser Saison der Fahrer mit den meisten Siegen Weltmeister werden, ungeachtet der Zahl seiner Punkte. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bezeichnet den Beschluss zwar als Risiko, ein offizieller Protest aber bleibt aus.

19. März: Di Montezemolo verschärft seine Kritik auf der Ferrari-Website. Die neuerlichen Regeländerungen seien "schlecht für die Glaubwürdigkeit" der Königsklasse, wettert der Scuderia-Chef.

20. März: Nach heftigen Protesten knickt die FIA bei der Weltmeister-Regel ein. In dieser Saison gewinnt wie bisher der Fahrer mit den meisten Punkten den Titel. Die neue Regel wird offiziell auf 2010 verschoben.

24. April: Vor dem Großen Preis von Bahrain fordert FIA-Chef Max Mosley die verärgerten Rennställe auf, eine aus ihrer Sicht akzeptable Regelung für eine Budgetgrenze vorzuschlagen.

29. April: Der Motorsport-Weltrat erhöht das Etatlimit auf rund 45 Millionen Euro, legt die Details der Regel fest und präzisiert Ausnahmen. Di Montezomolo hatte den Beschluss mit einem Brandbrief vergeblich zu verhindern versucht und auf ein Ferrari zugesichertes Veto in Regelfragen verwiesen.

12. Mai: Ferrari droht nach einer Vorstandssitzung mit einem Rückzug aus der Formel 1, wenn die neuen Regeln umgesetzt werden. Tags zuvor hatte Dietrich Mateschitz eine Anmeldung seiner Teams Red Bull und Toro Rosso für 2010 unter dem geplanten Reglement ausgeschlossen.

13. Mai: Auch Renault will aussteigen, wenn die Regeln nicht geändert werden.

15. Mai: Ein Krisengipfel in London bleibt weitgehend ergebnislos. Mosley gibt den Teams sieben Tage Zeit, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten. Während des Treffens wird bekannt, dass Ferrari bei einem Pariser Gericht eine Einstweilige Verfügung gegen die Regelreform erwirken will. Die Scuderia pocht auf ein angebliches Veto-Recht, das ihr Mitsprache in Regelfragen zugestehen soll.

19. Mai: Ferrari präsentiert bei einer Anhörung in Paris seine Argumente.

20. Mai: Das zuständige Pariser Gericht weist den Antrag auf Einstweilige Verfügung ab.

20. Mai: Ferrari erneuert seine Ausstiegsdrohung. Sollte keine Einigung erzielt werden, wolle man "an Rennen teilnehmen, die dem Kaliber der Marke gerecht werden und dem Anspruch nach Innovation und technologischer Forschung entsprechen."

22. Mai: FOTA und Automobil-Weltverbandschef Max Mosley beraten am Rande der Qualifikation zum Großen Preis von Monaco über Auswege aus der Krise. Vertagen jedoch erneut eine Entscheidung.

24. Mai: Teams und FIA nähern sich an. Das umstrittene Etatlimit von 45 Millionen Euro soll in Stufen über mehrere Jahre angestrebt werden.

26. Mai: Die FIA lehnt eine Verlängerung der Einschreibefrist für die WM 2010 ab. Die Teams sind daher gezwungen, eine Einigung bis zum 29. Mai herbeizuführen.

27. Mai: Die FOTA schließt Williams nach deren Nennung für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 vom Meeting in London aus.

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