Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Formel 1: Teams wollen sich für WM 2010 einschreiben

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Rund um den Rennzirkus  

Formel-1-Teams wollen sich für WM 2010 einschreiben

29.05.2009, 09:21 Uhr | Motorsport-Total.com

Alle aktuellen Formel-1-Teams schreiben sich für 2010 ein. (Foto: imago)Alle aktuellen Formel-1-Teams schreiben sich für 2010 ein. (Foto: imago) Aufatmen in der Formel 1: Der Streit um das zukünftige Regelwerk und die Einführung einer Budgetgrenze hat vorerst ein Ende. Nach langen Verhandlungen hat sich die Teamvereinigung FOTA offenbar auf einen von Mercedes lancierten Kompromiss geeinigt, mit welchem anscheinend auch FIA-Chef Max Mosley leben kann.

Konsequenz: Nach Williams werden sich nach Informationen von "Motorsport-Total.com" auch alle weiteren neun Teams vor Ablauf der Nennfrist am Freitag für die Saison 2010 einschreiben.

Kolumne Wer soll diesen Jenson Button stoppen?
Video Vettel: "Ich heiße nicht Michael Schumacher"

Mercedes-Initiative weckt Kompromissbereitschaft

Der Zweistufenplan, den Mercedes bereits in Monaco in Gründzügen vorgestellt hatte, brachte die Teams augenscheinlich wieder auf einen Nenner. Demnach wird im kommenden Jahr eine Obergrenze von 100 Millionen Euro fixiert. In einem zweiten Schritt geht man 2011 auf die von Mosley gewünschte Summe von 45 Millionen Euro herunter.

Initiative Mercedes schlichtet im Regelstreit
Budgetgrenze Teams fordern Bedenkzeit

Wissenstransfer für Formel-1-Neulinge

Um potenziellen Neueinsteigern den Start zu erleichtern, sollen die neuen Teams technische Unterstützung erhalten. Die aktuellen Rennställe sollen den neuen Mannschaften Fahrzeugteile liefern, die in der Performance kaum Unterschied ausmachen, zusätzlich werden die Fachleute beratend im Bereich Chassisdesign tätig. Die aktuellen Formel-1-Mannschaften sollen regelrechte Patenschaften für Neulinge übernehmen. Kundenchassis sind dagegen vom Tisch, die Gegenwehr mancher Teams - insbesondere von Williams - war zu stark.

Drei bis vier Neueinsteiger auf dem Sprung

Somit wird man der Grundforderung von Mosley gerecht. Die Mannschaften wie Campos, die sich schon jetzt für 2010 eingeschrieben haben, sollten im kommenden Jahr eine reelle Chance haben, halbwegs den Anschluss ans Starterfeld finden zu können. Nach Informationen von "Motorsport-Total.com" wollen sich insgesamt drei bis vier neue Teams bis Freitagabend eingeschrieben haben. In einem weiteren Schritt wird sich dann entscheiden, wer tatsächlich einen Startplatz für 2010 bekommt.

FOTA will weiter sparen

Die Teamvereinigung FOTA hat offenbar in ihren Beratungen weitere Sparmaßnahmen für die Zukunft ins Auge gefasst. So will man sich angeblich tatsächlich auf den von Mosley gewünschten Weg begeben und in Zukunft Einheitsbauteile in Betracht ziehen, die in ihrer bisherigen Form in der Fahrzeug-Performance nur marginale Unterschiede ausmachen können. Inwieweit sich die Teams für die Zukunft verpflichten wollen und ob ein neues Concorde-Agreement in Aussicht steht, ist noch nicht bekannt.

Gadget Holen Sie sich alle Infos zur Formel 1 auf Ihren Computer
Online-Game Formula Fast

Aktuelle News Nachrichten rund um die Formel 1

Die Chronologie des Regelstreits

17. März: Der Motorsport-Weltrat der FIA beschließt für die Saison 2010 die Einführung einer freiwilligen Budgetgrenze. Teams, die pro Jahr mit maximal 33 Millionen Euro auskommen, sollen mit technischen Vorteilen belohnt werden. Rennställe, die mehr ausgeben wollen, sind bis 2012 an das alte Reglement gebunden. Zudem soll schon in dieser Saison der Fahrer mit den meisten Siegen Weltmeister werden, ungeachtet der Zahl seiner Punkte. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bezeichnet den Beschluss zwar als Risiko, ein offizieller Protest aber bleibt aus.

19. März: Di Montezemolo verschärft seine Kritik auf der Ferrari-Website. Die neuerlichen Regeländerungen seien "schlecht für die Glaubwürdigkeit" der Königsklasse, wettert der Scuderia-Chef.

20. März: Nach heftigen Protesten knickt die FIA bei der Weltmeister-Regel ein. In dieser Saison gewinnt wie bisher der Fahrer mit den meisten Punkten den Titel. Die neue Regel wird offiziell auf 2010 verschoben.

24. April: Vor dem Großen Preis von Bahrain fordert FIA-Chef Max Mosley die verärgerten Rennställe auf, eine aus ihrer Sicht akzeptable Regelung für eine Budgetgrenze vorzuschlagen.

29. April: Der Motorsport-Weltrat erhöht das Etatlimit auf rund 45 Millionen Euro, legt die Details der Regel fest und präzisiert Ausnahmen. Di Montezomolo hatte den Beschluss mit einem Brandbrief vergeblich zu verhindern versucht und auf ein Ferrari zugesichertes Veto in Regelfragen verwiesen.

12. Mai: Ferrari droht nach einer Vorstandssitzung mit einem Rückzug aus der Formel 1, wenn die neuen Regeln umgesetzt werden. Tags zuvor hatte Dietrich Mateschitz eine Anmeldung seiner Teams Red Bull und Toro Rosso für 2010 unter dem geplanten Reglement ausgeschlossen.

13. Mai: Auch Renault will aussteigen, wenn die Regeln nicht geändert werden.

15. Mai: Ein Krisengipfel in London bleibt weitgehend ergebnislos. Mosley gibt den Teams sieben Tage Zeit, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten. Während des Treffens wird bekannt, dass Ferrari bei einem Pariser Gericht eine Einstweilige Verfügung gegen die Regelreform erwirken will. Die Scuderia pocht auf ein angebliches Veto-Recht, das ihr Mitsprache in Regelfragen zugestehen soll.

19. Mai: Ferrari präsentiert bei einer Anhörung in Paris seine Argumente.

20. Mai: Das zuständige Pariser Gericht weist den Antrag auf Einstweilige Verfügung ab.

20. Mai: Ferrari erneuert seine Ausstiegsdrohung. Sollte keine Einigung erzielt werden, wolle man "an Rennen teilnehmen, die dem Kaliber der Marke gerecht werden und dem Anspruch nach Innovation und technologischer Forschung entsprechen."

22. Mai: FOTA und Automobil-Weltverbandschef Max Mosley beraten am Rande der Qualifikation zum Großen Preis von Monaco über Auswege aus der Krise, vertagen jedoch erneut eine Entscheidung.

24. Mai: Teams und FIA nähern sich an. Das umstrittene Etatlimit von 45 Millionen Euro soll nach einem Vorschlag von Mercedes in zwei Stufen angestrebt werden.

26. Mai: Die FIA lehnt eine Verlängerung der Einschreibefrist für die WM 2010 ab. Die Teams sind daher gezwungen, eine Einigung bis zum 29. Mai herbeizuführen.

27. Mai: Die FOTA schließt Williams nach deren Nennung für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 vom Meeting in London aus.

29. Mai: Teamvereinigung und FIA einigen sich offenbar auf einen Kompromiss. Die Teams wollen sich für die WM 2010 einschreiben.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal