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Die Zeichen stehen auf Abschied von Labbadia

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Bayer Leverkusen  

Die Zeichen stehen auf Abschied von Labbadia

01.06.2009, 14:12 Uhr | dpa, sid

Bruno Labbadias Tage in Leverkusen scheinen gezählt. (Foto: imago)Bruno Labbadias Tage in Leverkusen scheinen gezählt. (Foto: imago) Showdown unterm Bayer-Kreuz: Am Dienstag entscheidet sich die Zukunft von Trainer Bruno Labbadia in Leverkusen. Alles andere als ein Rausschmiss durch die Führung des Werkklubs wäre eine faustdicke Überraschung.

In der Bundesliga war Bayer nach Platz fünf zur Winterpause noch auf Rang neun abgestürzt. Mit der 0:1-Niederlage im DFB-Pokal-Finale verspielte Leverkusen seine letzte Chance auf einen Platz in einem internationalen Wettbewerb in der kommenden Saison.

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Holzhäuser hält Hintertür offen

"Es haben sich einige Dinge angestaut. Es kommt alles auf den Tisch. Das machen wir sehr intern und sehr direkt, dann sehen wir weiter", erklärte Sportchef Rudi Völler. Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser ergänzte: "Wir werden unsere Meinungen austauschen, aufeinanderlegen und prüfen. Vielleicht kommt dabei ein Kompromiss raus." Auf einem Dreier-Gipfeltreffen mit ihm, Völler und Labbadia soll über die Zukunft des Trainers in Leverkusen entschieden werden. Sollte Labbadia bleiben dürfen, wäre das wohl das Ende von Manager Michael Reschke.

Schwere Vorwürfe Labbadias gegen den Manager

Labbadias Verhältnis zu Manager Michael Reschke gilt als irreparabel. (Foto: imago)Labbadias Verhältnis zu Manager Michael Reschke gilt als irreparabel. (Foto: imago) Die rechte Hand von Völler wird bei der Dienstags-Runde nicht dabei sein, obwohl Reschke von Labbadia als einziger namentlich frontal angriffen wurde. Der Trainer warf dem Manager Unehrlichkeit vor. "Mein Arbeitsstil ist es, professionell und kritisch Differenzen Auge in Auge direkt anzusprechen", hatte Labbadia erklärt. Reschke reagierte betroffen. "Ich arbeite seit 30 Jahren mit Herzblut für Bayer. Mit dem Verhältnis zwischen uns hat das alles nichts zu tun", sagte er. Für ihn ist eher das Verhältnis zwischen Coach und den Profis zerrüttet.

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Wechsel nach Hamburg oder Frankfurt?

Ob Labbadia überhaupt noch willens ist, seine Arbeit in Leverkusen fortzusetzen, scheint nach einem am Finaltag publizierten, provokanten Interview ("Ein Weiter-so kann es nicht geben") eher unwahrscheinlich. Spekuliert wird, ob der Coach mit seiner Fundamentalkritik womöglich den Abgang beschleunigen will. Als potenzielle neue Arbeitgeber werden schon seit Tagen der Hamburger SV oder Eintracht Frankfurt gehandelt.

Labbadia: Monatelange Störfeuer

"Mit einem provozierten Rauswurf haben meine Äußerungen aber nichts zu tun", erklärte der aufmüpfige und umstrittene Cheftrainer. "Ich habe Dinge professionell zurückgestellt, weil ich mit der Mannschaft Pokalsieger werden wollte." Monatelang habe es im Klub Störmanöver gegeben. "Ich wollte nicht, dass eine Schlammschlacht losgetreten wird und wir uns gar nicht mehr auf das Sportliche konzentrieren können." Eine Antwort auf die Frage, warum er das Interview aber dann kurz vor dem Finale gab, blieb Labbadia bisher schuldig. "Stil und Zeitpunkt waren unglücklich", sagte Holzhäuser.

Helmes sieht Zusammenhang zwischen Kritik und Leistung im Finale

Die Trainer-Schelte zielte besonders auf die angeblich vom Klub verhätschelten Profis. Von Spielerseite kam dann auch promt eine Gegenreaktion. "Normalerweise ist man von dem Verein gewöhnt, dass es ruhig zugeht. Da ist es schon komisch, solche Schlagzeilen zu lesen. Das hätte auch nächste Woche in der Zeitung stehen können. Aber das ist nicht mein Interview, nicht meine Baustelle. Wir haben uns jedenfalls nicht unprofessionell verhalten", sagte Patrick Helmes. Der Zeitpunkt der Attacke hatte nach seiner Ansicht durchaus Einfluss auf die Leistung im Finale: "Ja, aber mit Sicherheit nicht bewusst."

Vorwürfe zurückgewiesen

Unverständlich ist für den Nationalspieler der Vorwurf des Coaches, den Spielern würden vom Verein zu viele Privilegien eingeräumt. "Er ist halt der Trainer von mir und kann sagen, tun und machen, was er will, damit komme ich ganz gut klar. Da stehe ich drüber", sagte Helmes, betonte aber: "Ich weiß nicht, was er damit meint. Wir haben eine gute Mannschaft, da kann er sich nicht beschweren." Ob Labbadia sein Vorgesetzter bleibt, wollte er nicht vorhersagen.

Holzhäuser: Nicht Spieler, sondern die Klub-Bosse entscheiden

Sein Sturmkollege Stefan Kießling antwortete auf die Frage nach der Zukunft des Trainers vielsagend: "Das ist schwer zu sagen, wenn man eine Rückrunde so katastrophal spielt." Die Spieler werden aber laut Holzhäuser bei der Trainer-Entscheidung nicht mehr gefragt: "Die bekommen zum Monatsende pünktlich ihr Gehalt. Die Verantwortung übernehmen aber wir."

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