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Bundesliga trotzt der Wirtschaftskrise

04.06.2009, 11:33 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Balljungen am Rande des Spielfelds tragen das Bundesliga-Logo auf ihren T-Shirts. (Foto: imago)Balljungen am Rande des Spielfelds tragen das Bundesliga-Logo auf ihren T-Shirts. (Foto: imago) Sportlich zweite Wahl, doch wirtschaftlich gehört die Bundesliga zu den Champions im europäischen Fußball: Anders als die italienische Serie A, die spanische Primera Division und die französische Ligue 1 strotzt die deutsche Eliteliga vor Gesundheit - und trotzt der globalen Krise. Nur die englische Premier League kann mit noch mehr Finanz-Muskeln spielen.

Das geht aus dem "Annual Review of Football Finance" hervor, in dem die renommierte Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte zum 18. Mal die Finanzdaten im europäischen Spitzenfußball aus der Saison 2007/2008 untersucht hat.

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Europäischer Fußball-Markt auf Wachstumskurs

Die Zahlen stammen zwar noch aus der Zeit, bevor die weltweite Rezession auch Europa voll erwischte. Doch auch in ihren Prognosen für die gerade zu Ende gegangene Spielzeit sehen die Deloitte-Experten den europäischen Fußball-Markt - und auch die Bundesliga - auf Wachstumskurs. Verlässliche Daten liegen im kommenden Jahr vor.

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Große Ligen machen den Hauptanteil aus

So bleibt es bei den Fakten aus der Vor-Krisenzeit. Demnach steigerte sich der Fußball-Umsatz auf dem Kontinent auf den Rekordwert von 14,6 Milliarden Euro - mit etwa 7,7 Milliarden Euro steuerten die fünf großen Ligen allein 53 Prozent bei.

"Bundesliga gehört zu den gesündesten Ligen der Welt"

Gute Noten und hervorragende Perspektiven trotz weltweiter Rezession erhielt die deutsche Spitzenliga. "Aufgrund ihres stringenten Lizenzierungsverfahrens gehört die Bundesliga zu den wirtschaftlich gesündesten Ligen der Welt und bleibt somit im Fokus potenzieller Investoren", sagte Stefan Ludwig, Senior Manager der Sportbusiness Gruppe von Deloitte in Deutschland.

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Schere wird weiter auseinander gehen

Wegen "der TV-Einnahmen als sichere Säule und den extrem hohen Zuschauerzahlen" sieht Ludwig die Bundesliga auch für die Zukunft gut aufgestellt. In den anderen Ligen wird seiner Ansicht nach allerdings die Schere zwischen den wenigen finanzstarken Klubs und den mittleren und kleinen Vereinen weiter auseinandergehen.

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Zuschauerschnitt ist weltweiter Top-Wert

Die Bundesliga-Teams können sich besonders auf ihre Fans verlassen. 2007/2008 kamen im Schnitt rund 39.500 Zuschauer zu den Spielen, in der abgelaufenen Saison wurde die Zahl laut Deloitte-Prognose noch einmal auf 42.600 gesteigert. Das sind nicht nur europa-, sondern weltweit die Top-Werte. Zu den Partien der englischen Elitevereine kamen 2008/2009 durchschnittlich 7000 Anhänger weniger in die Stadien.

Premier League bleibt Krösus

Laut Deloitte steigerte die deutsche Eliteliga dank höherer Sponsoring-Einnahmen und des Zuschauerbooms ihren Gesamtumsatz in der Saison 2007/2008 von 1,379 Milliarden auf 1,438 Milliarden Euro und erzielte einen Gewinn von 136 Millionen Euro. Krösus ist weiter die englische Premier League mit Einnahmen von 2,441 Milliarden Euro und einem Überschuss von 234 Millionen Euro. Mit ihren Gewinnen untermauerten die englischen und die deutschen Klubs ihre wirtschaftliche Ausnahmestellung in Europa.

Italien und Frankreich beenden Saison im Minus

Hinter der Bundesliga folgen in der Umsatz-Tabelle die spanische Primera Division (ebenfalls 1,438 Milliarden) und die italienische Serie A (1,421 Milliarden) auf den Plätzen drei und vier. Schlusslicht blieb die Ligue 1 (0,989 Milliarden). Die Serie A schloss die Spielzeit ebenso mit einem Minus (66 Millionen) wie die Ligue 1 (84 Millionen) ab. Für die Primera Divison lag keine Gewinn-/Verlust-Rechnung vor. Bemerkenswert: Die Bundesliga schaffte ihr Ergebnis mit 18 Vereinen, die anderen Ligen mit je 20 Klubs.

Steigende Lohnkosten minimieren den Gewinn

Der Gewinn-Rückgang in der Bundesliga liegt laut der Deloitte-Studie an den gestiegenen Lohnkosten für das kickende Personal. Mit steigenden Vergütungen ihrer Stars haben auch die anderen Spitzen-Spielklassen zu tun. Allerdings übertraf der Anstieg der Gehälter in der Bundesliga ebenso wie in der Ligue 1 das Umsatzwachstum. Die französische Liga investierte 2007/2008 71 Prozent ihres Umsatzes in Spielergehälter, die Eliteklassen in England, Spanien und Italien gaben mehr als 60 Prozent ihrer Umsätze an die Spieler weiter, das Verhältnis in der Bundesliga lag bei gesunden 50 Prozent.

Bierhoff: "Bundesliga wird die Folgen zu spüren bekommen"

Christian P. Schneider, Fußball-Experte von Deloitte, warnte die europäischen Klubs mit Hinweis auf die Wirtschaftskrise, "trotz langfristiger TV-Verträge und treuer Fans" Spielergehälter und - transfers dem Marktumfeld anzupassen, "da sich bereits heute Rückgänge bei den Sponsoring- und Hospitality-Erlösen abzeichnen". In die gleiche Kerbe schlug auch Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff: "Die Bundesliga steht im internationalen Vergleich sehr gefestigt da, wird aber, wie auch wir beim DFB, die Folgen zu spüren bekommen. Wer glaubt, dass dies nicht so ist, vertut sich", sagte der Europameister von 1996 dem "kicker".

Rückgänge bei den Sponsoring-Erlösen

Auch Bierhoff befürchtet weniger Einschnitte bei der TV-Vermarktung, als vielmehr auf der Sponsorenseite. Dies hätte er in Gesprächen mit den Unternehmen feststellen müssen. "Sie sagen, wir finden das ja eigentlich toll, aber gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten tun wir uns schwer, den Millionärs- und Millionensport Profifußball zu unterstützen", ergänzte Bierhoff. Die absolute Spitze, so auch der DFB, sei davon aber weniger betroffen.

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