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Heynckes holte sich Rat von Uli Hoeneß

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Bayer Leverkusen  

Heynckes holte sich Rat von Uli Hoeneß

06.06.2009, 18:08 Uhr | dpa

Jupp Heynckes (li.) ist wieder zurück in der Bundesliga. (Foto dpa)Jupp Heynckes (li.) ist wieder zurück in der Bundesliga. (Foto dpa) Eigentlich war die alte Liebe längst erloschen. Sie wurde aber durch die erfolgreiche Mission beim FC Bayern neu entfacht. Jupp Heynckes konnte der erneuten Verlockung nicht widerstehen. Obwohl er nach seinem Fünf-Spiele-Job in München mit der Arbeit als Trainer abgeschlossen hatte, ließ sich der Frührentner abermals zu einem Comeback überreden.

Kurz entschlossen besiegelte der 64-Jährige per Handschlag eine zweijährige Zusammenarbeit mit Bayer 04 Leverkusen. Vorgänger Bruno Labbadia wechselt dagegen zum Hamburger SV.

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Sinneswandel in München
Das Happy-End bei den Bayern, mit denen er nach 13 Punkten aus fünf Partien noch den Einzug in die Champions League geschafft hatte, sorgte für einen Sinneswandel: "Während meines kurzen Gastspiels in München habe ich gemerkt, dass es noch in mir brennt", bekannte Heynckes.

Beratungen mit Uli Hoeneß
Ausschlaggebend für die überraschende Rückkehr auf die Fußballbühne seien die Möglichkeiten, die ihm bei den Gesprächen mit Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser aufgezeigt wurden: "Bayer ist ein seriös geführter Verein mit einem großen Spieler-Potenzial, mit dem ich einiges entwickeln kann." Heynckes hat sich auf sein "Bauchgefühl" verlassen und sich mit dem befreundeten Bayern-Manager Uli Hoeneß und dessen Ehefrau beraten. "Sie meinte aber, dass ich sowieso mache, was ich will", sagte Heynckes.

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Ältester Coach für junges Team
Auf dem derzeit ohnehin schlagzeilenträchtigen Trainermarkt sorgte Leverkusen für den wohl größten Coup. Nach den fehlgeschlagenen Versuchen, mit jungen Trainern wie Michael Skibbe und Bruno Labbadia den eigenen ambitionierten Ansprüchen gerecht zu werden, setzt die Klubführung nun auf Routine. Der älteste Bundesliga-Trainer soll das junge, launische Bayer-Team auf Vordermann bringen. Holzhäuser ist zuversichtlich, dass sich die verblüffende Personalentscheidung bezahlt macht: "Wir sind davon überzeugt, dass gerade unsere junge Mannschaft von seiner Erfahrung und seiner natürlichen Autorität profitieren wird."

Häme ist vergessen
Der nach seinem rund zweijährigen Rückzug ins Private fast in Vergessenheit geratene Heynckes ist in den Bundesliga-Chefetagen urplötzlich wieder erste Wahl. Hämische Kommentare wie die des einstigen Schalke-Managers Rudi Assauer, der den Fußball-Lehrer im September 2004 nach gut 14 Monaten mit der Aussage "Der Jupp ist ein Fußballer der alten Schule, aber wir haben 2004", verabschiedet hatte, sind längst vergessen. Erfolge wie der Triumph in der Champions League mit Real Madrid (1998) und die deutschen Meistertitel mit Bayern München (1989/1990) gelten vielerorts wieder mehr als innovative Konzepte junger Trainer.

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Schnelle Entscheidung
Damit wird wahr, was Heynckes schon vor zwei Wochen bei seinem umjubelten Abschied aus München angedeutet hatte: "Ich bin kein Mensch, der jetzt sagt, das war es. Normalerweise möchte ich meine Trainerlaufbahn beenden, aber vielleicht braucht man mich irgendwann wieder mal." Offenbar hatten die Leverkusener gut zugehört. Der Entschluss des bisherigen Trainers Labbadia, zum Hamburger SV zu wechseln, ebnete den Weg für die überraschende Verpflichtung. Das in aller Eile getroffene Votum rechtfertigte Völler: "Wir wollten mit Labbadia weitermachen, haben uns aber immer gefragt: Was wäre wenn? Jupp Heynckes stand immer an erster Stelle. Er ist authentisch."

Kritik an Labbadia

Die Bayer-Verantwortlichen kritisierten den HSV wegen der Abwerbung von Labbadia heftig. Mit der Überweisung von rund einer Million Euro aus Hamburg können die Leverkusener den Verlust ihres Coaches allerdings verschmerzen. Labbadia wird in Hamburg von der Anhängerschaft mit Skepsis empfangen. Sein Abschied aus Leverkusen war zu sehr begleitet von schrillen Tönen. Kritik noch vor dem verlorenen DFB-Pokalfinale gegen Werder Bremen (0:1) in Richtung Leverkusener Mannschaft und Management sorgten für Aufregung. Dazu kam der Absturz des Teams in der Rückrunde auf Platz neun. Dennoch sind die HSV-Verantwortlichen überzeugt von ihrer Neu- Verpflichtung. "Er steht für absolute Professionalität, Geradlinigkeit, Leidenschaft und eine klare Spielphilosophie", sagte Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer.

Hermann wird Co-Trainer
Eine wichtige Personalentscheidung hat Heynckes schon vorangetrieben: Peter Hermann vom 1. FC Nürnberg soll sein Assistent werden. Das sagte der neue Bayer-Coach in einem Interview mit der "Abendzeitung". Der frühere Bundesliga-Profi Hermann war erst im vergangenen September als Co-Trainer von Nürnbergs neuem Chefcoach Michael Oenning von Leverkusen nach Nürnberg gegangen. Der in die Kritik geratene Holzhäuser-Assistent Michael Reschke soll bei Bayer eine neue Aufgabe im Verein erhalten.


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