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Großer Preis der Türkei: Sebastian Vettel unter Druck

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Kolumne zum Grossen Preis der Türkei  

Vettel nach seiner Kritik unter doppeltem Druck

08.06.2009, 11:03 Uhr | t-online.de

Aus Istanbul berichtet Elmar Brümmer

Nach seinem Patzer von Istanbul unter Druck: Sebastian Vettel (Foto: dpa)Nach seinem Patzer von Istanbul unter Druck: Sebastian Vettel (Foto: dpa) In dem Moment, als Sebastian Vettel im Staub des Istanbul Parks seinen Platz an der Sonne beim Großen Preis der Türkei verlor, mag er die übliche Werbebotschaft seines Teams verflucht haben: Von wegen, Red Bull verleiht Flügel - der tückische Rückenwind in der Senke von Kurve zehn trieb der Heppenheimer von der Ideallinie und eröffnete dem kühl lächelnden Jenson Button das einfachste Überholmanöver des Jahres.

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Button bewegt sich in "außerirdischem" Tempo

Mit seinem neuerlichen Null-Fehler-Job wandelt Button weiterhin auf Michael Schumachers Spuren. Der hatte in der Saison 2002, als er bereits im Juli als Weltmeister feststand, fünf der ersten sieben Rennen gewonnen. Button im Brawn-Mercedes hat durch den Triumph am Bosporus bereits sechs auf dem Konto und bewegt sich in einem Tempo von dannen, das er selbst als "außerirdisch" bezeichnet. Allmählich wird es geschichtsträchtig, auch wenn es im innigen Zwiegespräch zwischen Vater Button und seinem Sohn bei dem Tabu bleibt, über Siege oder gar den Titel zu sprechen.

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Dritter Schnitzer des deutschen Youngsters

Selbst Vettels Taktik mit dem doppelten Glücksbringer, einer Cent-Münze und einem heiligen Christophorus, war zum Scheitern verurteilt. Nach den Unfällen von Melbourne und Monte Carlo unterlief dem 21-Jährigen zum dritten Mal in dieser Saison ein entscheidender Schnitzer, zum dritten Mal hintereinander war am Ende sein konservativer Teamkollege Mark Webber besser platziert. Dementsprechend war auch die Mimik des Deutschen bei der Podiumszeremonie. Sie glich dem langen Gesicht, dass Button am Samstag nach dem Verlust der Pole-Position in letzter Minute gemacht hatte.

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Button: "Hätte noch 200 Runden fahren können"

Den Jägern geht langsam die Zeit aus. So, wie Button die letzten vier Rennen nach Hause fahren konnte, braucht er in den verbleibenden zehn Großen Preisen nicht groß etwas zu riskieren. Angesichts von 26 Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Rubens Barrichello und 32 auf Vettel können den Sonnyboy angesichts seiner momentanen Form nur noch ein paar Totalausfälle vom Weg abbringen. "Ich hätte noch 200 weitere Runden fahren können", sagte der angehende Champ mit einem breiten Grinsen.

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Vettels Kritik bezeichnet manch einer als Sünde

Wut und Frust von Sebastian Vettel entluden sich auch in Zweifeln am eigenen Team. Dass der Kommandostand trotz des frühen Führungsverlustes an der Drei-Stopp-Taktik festhielt, hielt er für einen Fehler. Und auch, dass er am Ende seinen auf Rang zwei liegenden Teamkollegen Mark Webber nicht überholen durfte. Kein Problem, damit unzufrieden zu sein. Allerdings ein Problem, das öffentlich zu äußern: "Meiner Meinung nach hat das nicht so viel Sinn ergeben. Da muss ich nochmal nachhaken." Im Mannschaftssport Formel 1 gilt diese Form der Kritik als Sünde.

Teamchef gibt den Druck an den Fahrer zurück

Zumal, wenn man selbst nicht den besten Tag hatte. "Sebastian hat einen Schnitzer gemacht", konterte Red Bull-Teamchef Christian Horner nonchalant. Die Strategen werden Vettel intern ihrerseits vorwerfen, dass er sich am Ende nicht daran gehalten habe, den Schongang einzulegen, sondern munter Richtung Webber brauste. Eine Sache von Frust und Lust: "Das Letzte, was du in meiner Situation tust, ist einfach langsam zu fahren und das Auto ins Ziel zu bekommen", versuchte sich Vettel zu rechtfertigen. Doppelter Druck für den Sieger von Shanghai - jetzt auch von innen.

Wird Vettel der Partyschreck von Silverstone?

Beim Button-Heimspiel in Silverstone in zwei Wochen muss sich Deutschlands derzeit bester Formel-1-Pilot deshalb als Party-Schreck betätigen, um den eigenen Ruf wieder aufzupolieren. "Ich denke jedoch, Gründe haben, zuversichtlich zu sein", sagte Sebastian Vettel in Istanbul und machte den Abflug. Bereits zwei Stunden nach Rennende verlieh ihm ein Privatflieger richtig Flügel.

Die Ergebnisse des Wochenendes

Ergebnis Rennen Button hängt die Konkurrenz ab
Ergebnis Qualifying Vettel in letzter Sekunde schneller als Button
Ergebnis 3. freies Training Massa untermauert seine Liebe zu Istanbul
Ergebnis 2. freies Training Kovalainen einen Wimpernschlag vor Alonso
Ergebnis 1. freies Training Rosberg erneut der Schnellste

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