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1. FC Nürnberg: Präsident Michael A. Roth wirft beim Club hin

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1. FC Nürnberg  

Ära Roth ist beim Club Geschichte

09.06.2009, 11:20 Uhr | dpa

Präsident Michael A. Roth tritt mit sofortiger Wirkung beim 1. FC Nürnberg zurück. (foto: imago)Präsident Michael A. Roth tritt mit sofortiger Wirkung beim 1. FC Nürnberg zurück. (foto: imago) Nach insgesamt 19 Jahren an der Spitze des 1. FC Nürnberg hat Michael A. Roth sein Amt als Präsident beim fränkischen Traditionsklub niedergelegt. "Mit dem Aufstieg habe ich das mir selbst vorgegebene Ziel erreicht", sagte der 73-Jährige bei einer Pressekonferenz in Nürnberg.

Der 73-Jährige will sich mehr ins Privatleben zurückziehen und auf die Arbeit in seiner Textil-Firma konzentrieren.


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Hintergrund Höhepunkte und Tiefschläge der Ära Roth


Umstruktierung ohne Roth

Neun Tage nach der Rückkehr des Clubs in die Bundesliga erklärte Roth völlig überraschend seinen Rücktritt. "Nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo der Verein umstrukturiert werden soll." Der Verein wird erst im Herbst über dessen Nachfolge entscheiden. Zunächst werde Vize-Präsident Franz Schäfer das Amt kommissarisch leiten, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Schramm mit. "Wir waren von seiner Entscheidung überrascht", gestand Schramm. "Der Herr Roth hat den Verein nicht nur einmal am Leben erhalten. Da kann man nur sagen: Danke und nochmals danke für das, was Sie geleistet haben." Roth soll nun Ehrenvorsitzender beim 1. FC Nürnberg werden, kündigte Schramm an.

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Ein Original tritt ab

Mit Roth verliert die Bundesliga nicht nur ihren dienstältesten Präsidenten, sondern auch eine ihrer schillerndsten Persönlichkeiten. Lange galt der Teppich-Unternehmer als einer der letzten Patriarchen im deutschen Profi-Fußball, sein Führungsstil wurde wiederholt als autoritär, seine Wortwahl als derb empfunden. "Sehr ehrlich, sehr korrekt, sehr geradlinig. Er macht um seine Aussagen eben kein Schleifchen drum", beschrieb der frühere Club-Trainer Wolfgang Wolf einmal seinen Vorgesetzten - um dann wie so viele andere Trainer von Roth den Laufpass zu erhalten. "Ich habe meinen Stil und den kann ich nicht verändern", blickte Roth zurück.

Einsatz mit viel Herzblut

Roths Ära beim Club begann im Februar 1979, als er sich auf einer turbulenten Mitgliederversammlung beim Altmeister gegen den bisherigen Präsidenten Waldemar Zeitelhack durchgesetzt hatte. Es folgten zwei Amtszeiten mit insgesamt fast zwei Jahrzehnten an der Spitze des 1. FCN. Dabei bewahrte der 1,63 kleine Machtmensch seinen Herzensverein mit großem Einsatz wiederholt vor dem finanziellen Absturz. "Der Kampf ist härter geworden, der Wettbewerb schärfer. Man ist überall unter Druck", beschrieb Roth einmal sein Leben zwischen Fußball und Wirtschaft.

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Geliebt und gefürchtet

Vor allem bei Fußball-Lehrern war Roth lange Zeit gefürchtet, der sich vor allem in seiner ersten Amtszeit von 1979 bis 1983 den unschönen Beinamen "Trainer-Killer" verdiente. Gleich neun Trainern gab er damals den Laufpass. "Wenn man keine große Auswahl hat, kommt es eben öfters vor, dass man daneben greift", erklärte der Präsident. Auch seine Kicker hatten zuweilen wenig zu lachen: Nach einer Pleite geriet Roth einmal derart in Rage, dass er seinen Profis mit der Kugel drohte. In den vergangenen Jahren wurde Roth geduldiger und gelassener. "Gott sei Dank habe ich es ablegen können, nicht drei Tage sauer zu sein, wenn der Club mal nicht gewonnen hat."

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