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Formel 1: FIA-Boss Bernie Ecclestone schlägt zurück

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Formel 1  

Ecclestone glaubt nicht an schnelle Läsung

15.06.2009, 18:26 Uhr | dpa

Bernie Ecclestone (Foto: imago)Bernie Ecclestone (Foto: imago) Der Internationale Automobilverband FIA hat im Streit mit der Teamvereinigung FOTA zurückgeschlagen - für Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist eine schnelle Lösung nicht in Sicht. "Es wird weiter viel geredet werden und sich wenig bewegen", sagte der 78-Jährige in einem Interview auf der Homepage des Fachmagazins "auto, motor und sport". Auf die Frage, was bis Freitag und damit zur endgültigen Bekanntgabe des Starterfeldes für 2010 passieren werde, antwortete Ecclestone: "Nicht viel, fürchte ich."

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Starliste am Freitag


Am Montag passierte dann das: Die FIA prangerte in einer Presseerklärung unverhohlen das Verhalten der FOTA an. "Es gibt eindeutig ein Element in der FOTA, das entschlossen ist, jegliche Einigung zu verhindern, ohne Rücksicht auf den Schaden, den dies auf den Sport haben könnte", schrieb die FIA. Neben scharfer Kritik brachte der Dachverband mit Präsident und FOTA-Gegenspieler Max Mosley auch seine Verwunderung zum Ausdruck und spielte - ohne Ross und Reiter zu benennen - damit auf die Reaktionen nach der freitäglichen Veröffentlichung der Startliste fürs kommende Jahr an.

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Einigkeit bei den Teams

Die FOTA beabsichtige nicht, die Presseerklärung der FIA zu kommentieren, sagte ein FOTA-Sprecher. Die Teamvereinigung wolle sich nicht einbinden lassen in eine Serie polemischer Statements, "die für Verwirrung sorgen und die nicht helfen, ein positives Umfeld für die weiteren Diskussionen zu schaffen", sagte er. Das Blitztreffen am Donnerstagabend habe der Verband als "sehr konstruktiv" angesehen. Es sei in weiten Teilen mit den FOTA-Vertretern Ross Brawn von BrawnGP, Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali, dessen Red-Bull-Kollege Christian Horner und Toyota-Motorsportpräsident John Howett sowie Simone Perillo von der FOTA zu Übereinstimmungen gekommen.

Entgegenkommen gut aufgenommen

Die FIA sei daher "erstaunt" zu hören, dass FOTA-Mitglieder, die nicht bei dem Treffen in London dabei waren, fälschlicherweise behaupteten, dass nichts geklärt und das Meeting "Zeitverschwendung" gewesen sei. Auch in Sachen Concorde Agreement, das die Verteilung der Gelder regelt, soll die FIA ein Entgegenkommen signalisiert und sogar eine Unterzeichnung bis 2014 in Aussicht gestellt haben. Das sei bei den anwesenden FOTA-Mitgliedern gut aufgenommen worden, hieß es in der Mitteilung, die kurz und knapp mit FOTA überschrieben war.

Einschreibung an Konditionen geknüpft

In dem seit drei Monaten tobenden Streit geht es vordergründig um die Regeln für 2010 und die Budgetobergrenze. Die Teams, die sich an das Limit von 45 Millionen Euro halten, sollen mit entscheidendem Vorteile im Motoren- und Aerodynamikbereich belohnt werden. Wegen der drohenden Zweiklassengesellschaft hatten die acht FOTA-Teams Ferrari, McLaren-Mercedes, BMW-Sauber, Renault, Toyota, BrawnGP, Red Bull und Toro Rosso ihre Einschreibung an Konditionen geknüpft. Diese wurden bei Ferrari, Red Bull und Toro Rosso von der FIA auf der Startliste 2010 ignoriert.

Lauda ist genervt

Es gehe nicht um die Sache, sondern um die Macht, meinte Ecclestone. Was sich derzeit in der Formel 1 abspiele, sei "völlig unnötig. Wir machen etwas kaputt, was gut lief. Der Schaden ist riesig. Und das ist umso trauriger, weil es zu nichts führen wird", sagte der 78-jährige Brite und bekam Unterstützung in seiner Entrüstung vom ehemaligen Weltmeister und Ferrari-Fahrer Niki Lauda. "Es geht nur um persönliche Fehden zwischen dem FIA-Boss Max Mosley, dem Ferrari-Präsidenten Luca di Montezemolo und wie sie alle heißen", sagte Lauda der "Stuttgarter Zeitung".

Putsch ist nicht möglich

Einem möglichen Putsch durch die FOTA, aus der Williams und Force India wegen deren vorbehaltloser Nennungen ausgeschlossen worden waren, räumte Lauda keine Chancen ein. "Fest steht: die Rennwagenhersteller oder die Fahrer können nie im Leben eine Sportbehörde stürzen. Das kann man beim Olympischen Komitee nicht und das kann man bei der FIA nicht", sagte er. Über jeden Sport gehöre eine Behörde, meinte Lauda.

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