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Formel 1 vor Spaltung: FOTA kündigt eigene Serie an

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Rund um den Rennzirkus  

Formel 1 vor Spaltung: FOTA kündigt eigene Serie an

19.06.2009, 10:32 Uhr | dpa

Bald nicht mehr in der Formel 1? Die FOTA plant eigene Serie (Foto: dpa)Bald nicht mehr in der Formel 1? Die FOTA plant eigene Serie (Foto: dpa) Chaos in der Formel 1: Die Teamvereinigung FOTA will sich dem Ultimatum des Automobil-Weltverbands FIA nicht beugen und hat im Streit um eine Budgetgrenze die Gründung einer eigenen Rennserie angekündigt. "Diese Teams haben keine andere Alternative, als mit den Vorbereitungen für eine neue Meisterschaft zu beginnen, die die Werte ihrer Teilnehmer und Partner widerspiegelt", teilten die acht Rennställe um Wortführer Ferrari in einer Presseerklärung mit.

Zugleich zogen die FOTA-Mitglieder ihre Nennung für die Saison 2010 zurück. Die FIA blieb in einer ersten Reaktion stur. Die Anmeldefrist für die neue Saison werde am Freitagabend auslaufen, erklärte der Dachverband.

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FOTA: "Können nicht länger Kompromisse eingehen"

Sollte es nicht doch noch in letzter Sekunde zu einem Kompromiss kommen, würde die kommende Formel-1-Saison ohne die Branchenriesen Ferrari und McLaren-Mercedes stattfinden. Auch Renault, Toyota, der aktuelle WM-Spitzenreiter BrawnGP sowie Red Bull und Toro Rosso wären dann nicht mehr dabei. "Es ist klar geworden, dass die Teams nicht länger Kompromisse über die grundlegenden Werte des Sports eingehen können", schrieb die FOTA. Zuvor hatten sich die Teamvertreter in der Nähe von Silverstone getroffen, wo am Sonntag der Große Preis von Großbritannien gestartet wird.

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FIA: "Enttäuscht, aber nicht überrascht"

Der Verband reagierte kühl auf die Drohung. "Die FIA ist enttäuscht, aber nicht überrascht, dass die FOTA nicht in der Lage war, einen Kompromiss zu erzielen. Es ist eindeutig, dass gewisse Teile der FOTA im Zuge der Verhandlungen nie die Absicht hatten, eine Einigung zu erzielen", hieß es in einer am Morgen verbreiteten Erklärung. FIA-Chef Max Mosley hatte die Rennställe zuvor mehrfach aufgefordert, alle Bedingungen für eine Teilnahme an der kommenden Saison aufzugeben. Erst danach sei der Verband bereit, noch einmal über das umstrittene Reglement für 2010 und ein Etatlimit zu verhandeln.

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Niki Lauda spricht von einem Totalschaden

"Im Moment schaut es aus wie der Totalschaden für die alte Königsklasse", urteilte der dreimalige Weltmeister Niki Lauda im Interview des Nachrichtensenders n-tv. Beide Seiten hätten genug Zeit für einen Kompromiss gehabt, die Rennställe seien zu Zugeständnissen bereit gewesen. "Jetzt ist Max Mosley dran", sagte Lauda.

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FIA-Präsident Max Mosley bleibt hart

Doch Mosley beharrt auf seinen Plänen. "Die FIA kann weder ein finanzielles Wettrüsten in der Weltmeisterschaft dulden noch kann sie der FOTA erlauben, die Regeln der Formel 1 zu diktieren", erklärte der Weltverband. Am Samstag will die FIA die endgültige Liste der 13 Starter für 2010 veröffentlichen.

Ecclestone will "Piratenserie bedingungslos bekämpfen"

Ohne die großen Namen der Branche aber wäre die Königsklasse wohl am Ende. Die Neueinsteiger wie Campos Meta oder Manor GP haben bei weitem nicht die Strahlkraft von Ferrari und Co., auch die Top-Fahrer würden wohl fehlen. Längst haben die Stars wie Weltmeister Lewis Hamilton versprochen, ihren Arbeitgebern auch in eine neue Rennserie zu folgen. Ein Alptraum vor allem für Vermarkter Bernie Ecclestone, dessen Lebenswerk zerstört wäre. "Ich werde jede Piratenserie bedingungslos bekämpfen", hatte der Brite kurz vor der Reise nach Silverstone via "Sport Bild" gedroht. Ecclestone beruft sich auf bestehende Verträge und bereitet Millionen-Klagen vor.

FOTA: "Alle werden in der neuen Serie dabei sein"

Die FOTA aber hat offenkundig längst konkrete Pläne für eine neue Rennserie in der Schublade. "Die größten Fahrer, Stars, Marken, Sponsoren, Förderer und Unternehmen, die historisch mit der höchsten Stufe des Motorsports verbunden sind, werden alle in der neuen Serie dabei sein", kündigte die Teamvereinigung an.

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