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FIA gegen FOTA: Die Formel 1 vor dem Ende

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Rund um den Rennzirkus  

Die Formel 1 steht vor dem Ende

19.06.2009, 21:08 Uhr | dpa

Das Ende der Formel 1 droht. (Foto: imago)Das Ende der Formel 1 droht. (Foto: imago) An ihrem Geburtsort Silverstone hat ein Aufstand der Spitzenteams der Formel 1 möglicherweise den Todesstoß versetzt. Mit der Ankündigung einer eigenen Rennserie ab 2010 und dem Rückzug aus der Königsklasse haben die in der FOTA vereinigten acht Top-Rennställe die Formel 1 in ihrem 60. Jahr zumindest in der derzeitigen Form begraben.

Die Folgen sind noch nicht absehbar. "Das ist das Ende der Formel 1. Eine neue Ära wird beginnen", sagte der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso.

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FIA droht rechtliche Schritte an

Das letzte Wort in dem Streit der FOTA mit dem Automobil-Weltverband FIA um ein Budgetlimit ist aber noch nicht gesprochen. Die FIA kündigte "ohne Verzug" rechtliche Schritte gegen die PS-Dissidenten an. "Die Aktionen der Teamvereinigung FOTA und im besonderen von Ferrari laufen auf ernsthafte Rechtsverletzungen hinaus", teilte der Verband mit. Dies habe die Prüfung durch die Anwälte des Dachverbands ergeben. Bis zur gerichtlichen Klärung will die FIA die endgültige Starterliste mit den voraussichtlich 13 Namen für die Formel-1-WM 2010 zurückhalten und nicht wie geplant einen Tag vor dem Großen Preis von Großbritannien am Sonntag veröffentlichen.

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Max Mosley bringt die Teams gegen sich auf


Schlüsselfigur in dem Konflikt ist FIA-Chef Max Mosley, der die Teams mit seinen jährlichen Regeländerungen immer wieder provoziert hat. Die acht Top-Teams um Ferrari, McLaren-Mercedes und BMW-Sauber wollen den Briten von der Verbandsspitze stürzen - möglichst schon nächsten Mittwoch auf der Sitzung des FIA-Weltrats. Eine FIA ohne Mosley wäre sicher ein einfacherer Verhandlungspartner für die FOTA. "Die Formel 1 gehört allen, so wie die Olympischen Spiele oder Fußball-Weltmeisterschaften und ist nicht im Besitz von einem", sagte Teamchef Ross Brawn.

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Theissen: "Das war für uns nicht akzeptabel"

Die Rennställe haben nach einem Treffen der Teamchefs im Renault-Werk in Enstone mit ihrer Mitteilung mitten in der Nacht die Motorsport-Welt erschüttert. "Diese Teams haben keine andere Alternative, als mit den Vorbereitungen für eine neue Meisterschaft zu beginnen, die die Werte ihrer Teilnehmer und Partner widerspiegelt." Zugleich zogen die FOTA-Mitglieder ihre Nennung für die Saison 2010 zurück. Die FIA sei nicht von ihrer "starren Haltung" abgerückt, klagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. "Das war für uns nicht akzeptabel."

FIA zeigt sich enttäuscht

"Die FIA ist enttäuscht, aber nicht überrascht, dass die FOTA nicht in der Lage war, einen Kompromiss zu erzielen", behauptete der Verband in einer ersten Reaktion. Mosley hatte die Rennställe mehrfach aufgefordert, alle Bedingungen für eine Teilnahme aufzugeben. Erst danach könne noch einmal über das umstrittene Reglement für 2010 und ein Etatlimit verhandelt werden. "Die FIA kann weder ein finanzielles Wettrüsten in der Weltmeisterschaft dulden noch kann sie der FOTA erlauben, die Regeln der Formel 1 zu diktieren", erklärte der Weltverband.

Die Formel 1 braucht große Namen

Ohne die großen Namen der Branche aber wäre die Königsklasse am Ende. Die Neueinsteiger wie Campos Meta, Manor GP oder USF1 haben bei weitem nicht die Strahlkraft der Branchenriesen Ferrari und McLaren-Mercedes. Auch ohne Renault, Toyota, BMW-Sauber, den aktuellen WM-Spitzenreiter BrawnGP, Red Bull und Toro Rosso müsste die FIA künftig auskommen.

Ecclestone droht ein wertloses Produkt

Größter Verlierer wäre Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, auch wenn er sich gelassen gab: "Ich bin nicht besorgt. Die Formel 1 läuft seit 60 Jahren und wird weiterlaufen", sagte er. Dennoch: Bleibt es bei der Abspaltung, sitzt der 78-Jährige auf einem wertlosen Produkt. Deshalb hatte der Brite im Vorfeld den Teams mit Millionen-Klagen gedroht. Diese fordern ihrerseits von ihm Gelder aus der Vermarktung.

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