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Weitere Schwimmanzüge genehmigt

10.02.2010, 07:10 Uhr | dpa

Paul Biedermann kann seinen Anzug behalten. (Foto: imago)Paul Biedermann kann seinen Anzug behalten. (Foto: imago) Der Internationale Schwimmverband FINA hat weitere High-Tech-Anzüge als regelkonform genehmigt. Auf der veröffentlichten Liste stehen Modelle 20 verschiedener Hersteller, die in einer ersten Genehmigungs-Runde im Mai noch durchgefallen waren.

136 Anzüge waren damals zurückgewiesen worden, die Hersteller durften aber Änderungen vornehmen.

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Mehr Zeit für Kontrollverfahren

Die Genehmigung gilt nur für dieses Jahr, 2010 sollen weitergehende Regelungen erlassen werden. Knapp einen Monat vor der Weltmeisterschaft in Rom (17. Juli bis 2. August) wurden auch Anzüge genehmigt, die wegen ihrer Auftriebs-Eigenschaften für andauernde Diskussionen sorgen. Die FINA begründete ihre Entscheidung damit, dass es für ein zuverlässiges Kontrollverfahren mehr Zeit bedürfe. Der Weltverband betonte, dass alle nun genehmigten Anzüge für die WM verfügbar sein müssten.

Kritik aus Österreich

Das dürfte in der Kürze der Zeit aber nur theoretisch möglich sein, da die Firmen in den verbleibenden fünf Wochen bis zu Beginn der Schwimm-Wettbewerbe kaum mit der Produktion für alle Schwimmer nachkommen können. "Die FINA macht sich ja lächerlich", sagte Österreichs Trainer Christian Gödecke der Nachrichtenagentur APA. Der Deutsche sieht "keine Chance", jetzt noch einen der Anzüge der führenden Hersteller zu bekommen.

Steffen und Biedermann ohne Sorgen

Deutsche Spitzenschwimmer wie Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen (Berlin) oder Europarekordler Paul Biedermann (Halle/Saale) haben persönliche Ausrüster-Verträge und dürften mit konkurrenzfähigem Material schwimmen. Das wird nach jetzigem Stand auch in Rom der Fall sein, es sei denn, der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) findet bis zur WM einen neuen Verbandsausrüster, der einen einheitlichen Anzug aller deutschen Schwimmer mit seinem Material fordert.

Sechs Weltrekorde werden aberkannt

Unter den nun von der FINA genehmigten Anzügen befinden sich auch Modelle, mit denen nach den 108 Weltrekorden des vergangenen Jahres im Frühjahr neue Bestmarken geschwommen worden waren. Sechs Rekorde wurden anerkennt, fünf werden weiter geprüft. Sechs Bestzeiten aber werden nicht anerkannt, da sie in ungültigen Anzügen erzielt wurden. Darunter auch die Weltrekorde über 100 Meter Freistil von Alain Bernard (Frankreich) vom 23. April (46,94 Sekunden) und von Anastasia Zujewa (Russland) über 50 Meter Rücken (27,47) vom 28. April in Moskau.


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