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Britta Steffen mit neuem Anzug zum Weltrekord

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Schwimmen  

Britta Steffen mit neuem Anzug zum Weltrekord

10.02.2010, 07:10 Uhr | dpa, sid

Britta Steffen ist in ihrem Element. (Foto: imago)Britta Steffen ist in ihrem Element. (Foto: imago) Die Freude über den Weltrekord wollte sich bei Britta Steffen nur gebremst einstellen. Dabei waren die nackten Zahlen beeindruckend: Im Vorlauf über 100 Meter Freistil in 52,85 Sekunden die alte Bestmarke der Australierin Lisbeth Tricket um drei Hundertstel verbessert und den eigenen Europarekord um zwei Zehntel.

Und ganz nebenbei hatte Steffen bei der Deutschen Meisterschaft die Norm des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) für die WM in Rom um 1,19 Sekunden unterboten.

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"Zusätzlicher Auftrieb" durch neuen Anzug

Steffen, die sich zuletzt verstärkt auf ihr Studium konzentriert hatte, fegte jegliche Zweifel an ihrer Form auf einen Schlag vom Tisch. "Mit dieser Zeit habe ich mir nach Olympia einen zweiten Lebenstraum erfüllt. Ich fühle mich sehr gut und der neue Anzug gibt im wahrsten Sinne des Wortes zusätzlichen Auftrieb", sagte Deutschlands Sportlerin des Jahres 2008. Das Finale findet am Samstag statt.

Steffen übt Kritik an der Entwicklung im Schwimmsport

In Rom, wo sie ihren ersten WM-Titel gewinnen will, sieht sich die Berlinerin aber trotzdem nicht in klarer Favoritenstellung. "Ich bilde mir auf diesen Rekord nichts Großes ein. Bei der WM wird diese Marke mit Sicherheit wieder gebrochen", sagte Steffen gewohnt zurückhaltend. Steffen nutzte die Gunst der Stunde vielmehr zur Kritik am Rüstungswahn im Schwimmsport: "Mein neuer Anzug ist wie von einem anderen Stern, wie ein Weltraumanzug. In dem Anzug bin ich knapp eine Sekunde schneller", erklärte Steffen, die das neue Produkt erst vor einer Woche erhalten hatte: "Die Entwicklung ist schädlich für unseren Sport."

Rekorde fallen im Minutentakt

Am Nachmittag legten über 50 Meter Rücken Daniela Samulski mit europäischer Bestmarke (27,85) sowie Ex-Europameister Helge Meeuw (24,74) und Thomas Rupprath (24,73) mit nationalen Rekorden im Minutentakt nach. Zudem knackte Hendrik Feldwehr über 50 Meter Brust (27,37) den deutschen Rekord von Ex-Weltmeister Mark Warnecke. Alle vier blieben unter der Qualifikations-Norm für Rom. Titel sicherten sich über 200 Meter Lagen Yannick Lebherz (2:01,02), über 1500 Meter Freistil Martin Grodzki (15:28,18) sowie Annika Mehlhorn über 400 Meter Lagen (4:43, 89).

Samulski in blendender Verfassung

Samulski verbesserte den alten gemeinsamen Europarekord der Russin Anastasia Suewa und der Kroatin Sanja Jovanovic um zwei Zehntel und unterstrich nach zuletzt vier deutschen Bestmarken in Serie ihre blendende Verfassung. Der vermeintliche Europarekord von Suewa (27,47) aus dem April war wegen eines nicht zugelassenen Wettkampfanzuges vom Europäischen Verband LEN aberkannt worden.

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