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Alleinherrscher Felix Magath greift gleich durch

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FC Schalke 04  

Alleinherrscher Felix Magath greift gleich durch

26.06.2009, 10:55 Uhr | t-online.de, sid

Schalkes neuer Trainer Felix Magath setzt gleich Prioritäten. (Foto: AP)Schalkes neuer Trainer Felix Magath setzt gleich Prioritäten. (Foto: AP) Ein Meistertrainer lässt sich nicht gerne erzählen, wie Fußball geht. Erst recht nicht Felix Magath. Schalke erfuhr gleich zum Trainingsauftakt, was es bedeutet, den 55-jährigen Alleskönner mit der sportlichen Wiederauferstehung des Kultvereins beauftragt zu haben: Der Import aus Wolfsburg las vom Aufsichtsratschef bis zu den Reservisten allen die Leviten.

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Trainingsstart Die Ära Magath beginnt

Streit und Grossmüller stehen gleich wieder am Pranger

Magath lässt keine Zeit verstreichen, das Feuer in der Mannschaft zu schüren. 90 Minuten eines ersten Eindrucks auf dem Platz genügten, um ein vor Ort bekanntes Duo sogleich an den Pranger zu stellen. Den zuletzt an den HSV verliehenen Albert Streit und den in die zweite Mannschaft verbannten Carlos Grossmüller fischte der Disziplinfanatiker explizit heraus. Er empfahl ihnen und "einigen weiteren", deutlich zuzulegen: "So, wie sie es heute gemacht haben, sollten sie es besser nicht weiter versuchen."

In Begleitung

Und da vier Augen bekanntlich mehr sehen als die beiden des Cheftrainers, hat Magath zur Gestaltung und Überwachung des Trainingsgeschehens seine kompetenten Helfer in den Westen mitgebracht. "Ich habe von Anfang an darauf hingewiesen", hob Magath in der "Frankfurter Rundschau" an, "dass ich nicht alleine komme." Hintergrund: Magath installierte nicht nur sich, sondern auch die ihm lieb gewordene Gefolgschaft.

Magaths Gefolge macht "Eurofighter" überflüssig

Seine Assistenztrainer Seppo Eichkorn und Bernd Hollerbach, dazu Fitmacher Werner Leuthard, machen verdiente Königsblaue überflüssig: Michael Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck sind plötzlich weg vom Fenster. Dabei half das Trio in zwei Interimstrainerperioden dem Tabellen-Achten der Bundesliga in den beiden Vorsaisons erfolgreich aus der Patsche. Zudem hatte Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies gegenüber dem Trio so etwas wie eine Jobgarantie ausgesprochen.

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Büskens fühlt sich hintergangen

Speziell Büskens ist beleidigt über das Vorgehen der Schalker Klubspitze. Noch bevor er und seine zwei Mitstreiter Ende März als Feuerwehr in die sportliche Verantwortung der Knappen zurückgekehrt seien, habe Magaths Verpflichtung bereits festgestanden. Das machte die Resultate, die die Vorgänger des Ex-Nationalspielers ablieferten, obsolet. "Wenn man aufmerksam gewesen wäre", gab Magath Büskens und Co. mit, "hätte man darauf eingestellt sein können."

Titel sind Ziel und Maßstab

Wie aufmerksam die Mannschaft sich auf ihren neuen Trainer eingestellt hat, bleibt abzuwarten. In jedem Fall sollte Schalkes unter Wert durchs Ziel gegangene Personal Magaths Geist des totalen Umbruchs mitatmen, um nicht frühzeitig zu ersticken. "Ich bin hierher gekommen, um Erfolg zu haben und Titel zu gewinnen", erinnerte der langjährige Hamburger alle, die es seit der Bekanntgabe seines Wechsels möglicherweise vergessen haben sollten. "Dazu benötige ich Spieler, die über Qualität verfügen."

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Neuer wird nicht abgegeben

Dass zu denen vor allem auch WM-Anwärter Manuel Neuer zählt, braucht Magath niemandem und ihm niemand zu erzählen. Deshalb soll das Torwarttalent auch nicht zu Magaths Ex-Klub nach München gehen. "Aus welchem Grund sollte ich den besten deutschen Spieler abgeben?" Tönnies hatte gegenüber Münchner Zeitungen zuvor den finanziellen genannt und von einer "Schmerzgrenze" gesprochen. Die ist in Magaths Universum von jeher anders gelagert und dehnbarer, sportlich wie finanziell. Er musste schon in München und Wolfsburg nicht jeden Cent umdrehen. Und dann soll er es plötzlich in "Gazprom"-Land?

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Die harte Hand wird auch weh tun

Schalkes Problem ist nicht schwer zu orten und läge darin, "dass hier zuviel geredet und viel zuwenig gearbeitet" worden sei. Das war gestern. Heute aber ist Magath, dessen Alleinherrschaft noch überall - wenn auch nicht immer anhaltend - Erfolg zeitigte. Schalke hat sich für ihn entschieden, weil es Erfolg will und braucht. Weil Magath eine eigene Einheit darstellt, die Schalke schon lange nicht mehr ist. "Ich bin geholt worden, um einen Umbruch durchzuführen." Zuletzt ausgeliehene (Streit) oder aussortierte (Grossmüller) Spieler sollten dies als Chance begreifen und sich bemühen, wochenends wieder an der Seite Neuers um Bundesliga-Punkte zu kämpfen. Doch schon beim ersten Training schlug Schalkes Sehnsucht nach der harten Hand um in den Wunsch, sie möge nicht zu fest zupacken.

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