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Nach dem Sportdirektor geht auch der Stadionsponsor

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Hamburger SV  

Nach dem Sportdirektor geht auch der Stadionsponsor

26.06.2009, 15:21 Uhr | dpa

Sitze in der nunmehr namenlosen Arena des Hamburger SV. (Foto: imago)Sitze in der nunmehr namenlosen Arena des Hamburger SV. (Foto: imago) Kritik von Uwe Seeler, mahnende Worte von Uli Hoeneß - und nun springt auch noch der Stadionsponsor von der Schippe: Auf Bernd Hoffmann prasselt derzeit von allen Seiten Ungemach ein. Nach seinem gewonnenen Machtkampf mit Sportdirektor und Fan-Liebling Dietmar Beiersdorfer muss sich der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV von Vereinsikone und Ex-Präsident Seeler vorwerfen lassen, quasi als Alleinherrscher den Klub zu führen.

"Zu viel Macht ist sehr gefährlich. Hoffmann hat jetzt alleine die Verantwortung. Daran wird er nun gemessen", sagte der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft der "Bild"-Zeitung.

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Uli Hoeneß fehlt Verständnis für Beiersdorfer Demission

Mit einem Seitenhieb deutete Seeler an, dass er das Wirken des machtbewussten Wirtschaftsfachmanns Hoffmann teilweise mit Unbehagen verfolgt: "Der HSV ist auch ein Verein, nicht nur Geschäft." Auch Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß tat via "Hamburger Abendblatt" seine Meinung zu den turbulenten Tagen an der Elbe kund - und hielt sein Unverständnis über die Trennung von Beiersdorfer nicht zurück. Der langjährige Sportdirektor sei ein "Guter". Er wisse nicht, "warum sich der HSV von einem solchen Mann trennt".

Eine eigentlich erfolgreiche Saison gerät in Vergessenheit

Besonders das Treiben des Aufsichtsrats, der das Aus von Beiersdorfer beschlossen hatte und sich dafür am 13. Juli auf einer Mitgliederversammlung gegenüber den kritischen Fans der Supporters rechtfertigen muss, verfolgt Hoeneß mit Sorge. "Andauernd hört man vom HSV, dass der Aufsichtsrat wieder tagt, die Kontrolleure wieder etwas entscheiden. Aber dadurch diskutiert sich der Verein kaputt", meinte Hoeneß. "Unfassbar, dass sich der HSV eine so gute Saison kaputt redet."

Hoffmann kritisiert Beiersdorfers Fehlgriffe und Führungsschwäche

Während auch Ex-Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld für Beiersdorfer nur lobende Worte fand und dessen "sehr gute Transferbilanz" herausstellte, kritisierte Hoffmann seinen langjährigen Weggefährten. In den vergangenen drei Spielzeiten seien elf Profis verpflichtet worden, von denen nur Joris Mathijsen, Marcell Jansen, Mladen Petric und Paolo Guerrero feste Größen geworden seien. "Vor Jahren war die Trefferquote weitaus höher", sagte Hoffmann. Zudem habe ihm eine klare Führung im sportlichen Bereich gefehlt. Es gehe nicht an, dass Spieler - wie etwa Petric - mit Angeboten anderer Klubs kokettierten. "Da habe ich eine Reaktion vom Sportchef erwartet."

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Labbadia und Hoffmann tragen nunmehr alleine die Verantwortung

Die ist ausgeblieben - und die Ära Beiersdorfer Geschichte. Dafür gilt mehr denn je: Alle Macht für Hoffmann. Und der ist nun - gemeinsam mit Trainer Bruno Labbadia - nicht nur bei der Kaderzusammenstellung gefordert.

Die HSH Nordbank kann sich keine teure Arena mehr leisten

Nach der kommenden Saison muss sich der HSV auch einen neuen Stadionsponsor suchen, da die krisengeschüttelte HSH Nordbank ihr Engagement vorzeitig zum 30. Juni 2010 beenden wird. Ursprünglich war die Kooperation, die dem HSV seit 2007 jährlich geschätzte 4,5 Millionen Euro und damit einen Spitzenplatz im Bundesliga-Ranking einbringt, bis 2013 geplant. Nun aber zog die HSH Nordbank eine vereinbarte Kündigungsoption. "Die Bank muss sparen und sich neu aufstellen", erklärte Dirk Jens Nonnenmacher, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank.

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