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Formel 1: Mercedes und BMW droht eine herbe Heimpleite

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McLaren-Mercedes / BMW  

Mercedes und BMW droht eine herbe Heimpleite

07.07.2009, 14:10 Uhr | dpa

BMW-Motorsportchef Mario Theissen (li.) und Norbert Haug, sein Amtskollege bei Mercedes (Foto: imago)BMW-Motorsportchef Mario Theissen (li.) und Norbert Haug, sein Amtskollege bei Mercedes (Foto: imago) Abgehängt und ausgeträumt: Die Autobauer Mercedes und BMW wappnen sich vor ihrem Formel-1-Heimspiel in der Eifel für weitere Pleiten. "2009 werden wir am Nürburgring leider nicht siegfähig sein", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug vor dem Großen Preis von Deutschland am Sonntag.

In den beiden Vorjahren war das McLaren-Mercedes-Team noch der strahlende Sieger bei den Heimat-Rennen. Auch der weiß-blaue Rivale aus Bayern hat nach der jüngsten Serie herber Niederlagen vorerst keine großen Hoffnungen mehr. "Man kann in der Formel 1 die eigene Leistung planen, nicht aber Erfolge", erklärte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

Nur 13 Punkte in acht Rennen

Zur Saisonmitte hat sich bei den Branchenriesen Ernüchterung breitgemacht. Der BMW-Sauber-Rennstall ist vom angestrebten Titelgewinn weiter entfernt denn je, Weltmeister Lewis Hamilton muss sich im Silberpfeil reihenweise von der Konkurrenz überrunden lassen. "Als keinesfalls gut genug", beschrieb Mercedes-Manager Haug die bisherigen Leistungen des britisch-schwäbischen Teams in diesem Jahr. 13 Punkte haben Hamilton und Teamgefährte Heikki Kovalainen in acht Rennen eingefahren. Ähnlich schlecht war der Rennstall zuletzt vor fünf Jahren in eine Saison gestartet.

Gedämpfte Partystimmung beim Silberpfeil-Jubiläum

Eine Trendwende ist am Sonntag kaum zu erwarten. Dabei hat gerade das Heimrennen für Mercedes laut Haug einen großen Stellenwert, "besonders in diesem Jahr, wenn sich die Geburt des Silberpfeils am Nürburgring zum 75. Mal jährt". Doch die Partystimmung dürfte eher gedämpft sein. Der Rückstand zur Spitze ist weiterhin groß, das Testverbot außerhalb der Rennwochenenden "hilft dem schnellen Vorankommen natürlich nicht", befand Haug.

BMW verfehlt eigene Zielsetzung "sehr deutlich nicht"

Auch BMW-Sauber kämpft verzweifelt um Anschluss. Aerodynamik-Sorgen und Reifenprobleme warfen das Team zurück. "Rückt dann das ganze Feld bis auf 1,5 Sekunden zusammen, steht man gleich weit hinten in der Startaufstellung", sagte Theissen. Der Absturz in diesem Jahr traf den Rennstall um Pilot Nick Heidfeld unerwartet. Sogar in der Premieren-Saison 2006 hatte das Team zum gleichen Zeitpunkt schon neun Punkte mehr auf dem Konto. "Zum ersten Mal nach drei überaus erfolgreichen Jahren erfüllen wir 2009 unsere eigene Zielsetzung sehr deutlich nicht", räumte Theissen ein.

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Theissen peilt die Wende an

Am Nürburgring probieren es die Weiß-Blauen mit einer neuen Entwicklungsstufe des F1.09. "Natürlich wollen wir die vielen Fans hier nicht enttäuschen. Dazu braucht es eine ordentliche Steigerung", forderte Theissen. Abgeschrieben zumindest hat der 56-Jährige das Jahr noch nicht: "Wir wollen am Ende der Saison sagen können: Es war eine enttäuschende erste Saisonhälfte, aber wir haben das Ding gedreht und den Anschluss an die Spitze wieder hergestellt."

Debatte um Formel-1-Ausstieg vorerst vom Tisch

Nicht zuletzt die Absatzkrise der Autobauer setzt die Motorsport-Abteilungen unter zusätzlichen Druck, die Millionen-Ausgaben durch Erfolge zu rechtfertigen. "Niemand bei uns ist glücklich, wenn wir nicht gewinnen", sagte Haug. Die vom Daimler-Betriebsrat im April angestoßene Debatte um einen Formel-1-Ausstieg wird allerdings zumindest nicht mehr öffentlich geführt. Auch bei BMW sei die Geduld des Vorstands trotz der Formel-1-Pleitenserie noch nicht erschöpft, betonte Theissen. "Im sportlichen Wettkampf muss man auch eine Durststrecke überwinden. Diesen Ehrgeiz haben wir, und dieses Verständnis hat auch der Vorstand."

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