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Gnadenloser Magath wechselt nach sechs Minuten

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FC Schalke 04  

Gnadenloser Magath wechselt nach sechs Minuten

09.07.2009, 11:01 Uhr | t-online.de, sid

Harte Zeiten für die Spieler von S04: Felix Magath scheut sich nach, Spieler auch schon nach sechs Minuten wieder vom Platz zu holen. (Foto: imago)Harte Zeiten für die Spieler von S04: Felix Magath scheut sich nach, Spieler auch schon nach sechs Minuten wieder vom Platz zu holen. (Foto: imago) Da war Emin Yalin etwas überrascht. Trainer Felix Magath hatte Yalin zu Beginn der zweiten Halbzeit des Testspiels von Schalke 04 gegen Twente Enschede (0:0) eingewechselt. Sechs Minuten später nahm er den Zugang vom 1. FC Nürnberg wieder raus. Verletzt war Yalin nicht. Magath war anscheinend wenig begeistert von der Einsatzbereitschaft des 20-Jährigen - und reagierte gnadenlos. Magath, der Mann für die ungewöhnlichen Entscheidungen.

Der Trainer fand an seiner Aktion jedoch nichts Ungewöhnliches: "Ein paar Minuten zu spielen ist doch ganz ordentlich. Damit hat er mehr gespielt als andere", sagte der Trainer der "Bild"-Zeitung. So kann man es auch sehen. Yalin jedenfalls wird in Zukunft auch in Testspielen alles aus sich rausholen.

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Salou: "Der letzte Diktator Europas"

Der Spieler Magath hat einst viel von Trainerlegende Ernst Happel gelernt. Von Happel stammt auch der Satz "Wer dich nicht fürchtet, respektiert dich nicht." Ein Motto, das Magath anfangs als Trainer etwas zu ernst nahm. Beim HSV hat er 1997 die Mannschaft gegen sich aufgebracht, als er sie Aufsätze zum Thema "Darum bin ich Fußball-Profi" verfassen ließ. Später in Frankfurt nannte ihn Stürmer Bachirou Salou den "letzten Diktator Europas". Magath hat sich gewandelt, Aufsätze werden schon lange nicht mehr geschrieben. "Hart aber fair“, nannte ihn Horst Heldt in Magaths Stuttgarter Zeit. Auf dem Platz - und auch im Training - verlangt er von seinen Spielern aber weiterhin alles. Das weiß jetzt auch Emin Yalin.

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Um 7.30 Uhr geht es los

Der Spitzname "Quälix" fällt in diesen Tagen oft. Magath gefällt er nicht. "Ich heiße Felix, nicht Quälix", hat er schon vor Jahren gesagt. Doch hammerhart ist er immer noch. Im Trainingslager der Schalker in Herzlake steht um 7.30 Uhr die erste Laufeinheit an - ein Berg- und Waldlauf. Ab 10 Uhr wird zwei Stunden Kondition gebolzt. Danach ist Pause. Um 16 Uhr wird erneut trainiert.

Ein Spieler übergibt sich

Die Spieler müssen an ihre Grenzen gehen - und darüber hinaus. Zugang Vasileios Pliatsikas stöhnte schon: "Das ist zu hart. Ich habe in meinem Leben noch nie so viel trainiert." Nachwuchs-Profi David Lohrheide (18) musste sich im ersten Trainingslager in Marienfeld während einer Einheit übergeben. Die Schinderei ist allerdings bitter nötig, sagt Magath: "Der konditionelle Zustand des Teams war am Anfang nicht so prickelnd." Ein Zustand, den er gar nicht leiden kann.

Lob für Asamoah

Ausdrücklich lobte Magath Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah: "Ich weiß nur, dass er nach den ersten Trainingstagen Probleme hatte und dann einen richtigen Schub bekommen hat. Momentan macht er den Eindruck, dass er seinen Platz in der Anfangsformation finden wird. Er sucht seine Chance, das kann man nicht von allen Spielern behaupten."

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"Schlechter Eindruck" von alter Vereinsführung

An der alten Vereinsführung seines Arbeitgebers ließ Magath unterdessen erneut kein gutes Haar: "Der Eindruck aus der Ferne war natürlich schlecht. In der letzten Saison ging es hoch her auf Schalke, mit Entlassungen, Freistellungen und all dem, was dort passiert ist", sagte Magath im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung": "Wenn es so drunter und drüber geht, muss das kein Spieler verantworten, dann liegen die Gründe im Verein."

Mit Neuer Deutscher Meister werden

Magath schloss erneut einen Transfer von Torwart Manuel Neuer zum Rekordmeister Bayern München kategorisch aus und formulierte die deutschen Meisterschaft in den kommenden vier Jahren als Ziel. Das Zitat des ehemaligen Schalke-Managers Rudi Assauer ("Entweder ich schaffe Schalke, oder Schalke schafft mich") treffe auch auf seine Mission vollkommen zu: "Mein Ziel ist die Meisterschaft mit Schalke, und mir ist klar, dass ich meine Arbeit nicht gut gemacht habe, wenn ich dieses Ziel in den nächsten vier Jahren nicht erreiche. Falls es so kommt: Dann hat Schalke mich geschafft."

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