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Claudia Pechstein bricht ihr Schweigen

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Doping - Eisschnelllauf  

Claudia Pechstein bricht ihr Schweigen

12.02.2010, 22:53 Uhr | dpa

Claudia Pechstein kämpft gegen die Zerstörung ihrer Reputation. (Foto: imago)Claudia Pechstein kämpft gegen die Zerstörung ihrer Reputation. (Foto: imago) Die wegen angeblichen Blut-Dopings gesperrte Claudia Pechstein hat schon nach fünf Tagen ihr Schweigegelübde gebrochen und sich auf ihrer Website über eine Behauptung des Doping-Experten Klaus Pöttgen beklagt.

Der medizinische Direktor des Frankfurter Ironman-Triathlons hatte in einem Zeitungs-Interview gesagt, Pechstein habe im März 2007 einmal auch den zulässigen Grenzwert für Hämoglobin von 16,0 überschritten.

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Pechstein: "Ein für mich nicht akzeptabler Zustand"

"Bis zu meiner bereits angekündigten, aber noch nicht terminierten Pressekonferenz habe ich mir ja eigentlich selbst einen Informationsstopp auferlegt. Wenn allerdings die Blutwerte meiner Dopingkontrollen falsch interpretiert werden, dann muss ich mich doch zur Wort melden. Denn mit jeder Falschmeldung wird meine Reputation weiter zerstört, dass ist für mich ein nicht akzeptabler Zustand", schreibt Pechstein.

Breitseite gegen Pöttgens

"Der von der ISU festgelegte Hämoglobin-Grenzwert von 16,5 wurde bei dieser Messung am 1. März 2007 nicht überschritten. Er lag bei 16,1", stellte Pechstein klar. Weitere Aussagen Pöttgens interpretierte sie wie folgt: "Die ISU unterstellt mir seit dem Jahr 2000 Blutdoping, und Klaus Pöttgen gibt durch die Blume zu verstehen, dass ich selbst sieben Jahre später noch nicht gewusst habe, wie es richtig funktioniert... Da habe ich das Gefühl, dass Herr Pöttgen durchaus Zweifel an der Theorie der Pechstein-Jäger aufwerfen wollte. Doch leider hat er neben dieser Einschätzung den Bock mit der Hämoglobingrenze geschossen. Denn, dass diese bei der ISU 16,5 beträgt, ist ihm verborgen geblieben."

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Nur eine Messung erreicht den Grenzwert

Vielleicht habe er den 16,0-Grenzwert anderer Verbände im Hinterkopf gehabt und diesen mit den ISU-Richtlinien gleichgesetzt, spekulierte Pechstein. "In sämtlichen mir entnommenen ISU-Proben gibt es lediglich eine einzige Messung (6. Februar 2004), die genau den Grenzwert von 16,5 erreicht. Drei Tage später (9. Februar 2004) lag der gemessene Wert allerdings bei 13,7. Wie soll ich in der Lage sein, das zu erklären, wenn es nicht einmal den Experten gelingt", fragt sich Pechstein.

Pechstein hätte raffinierter als sämtliche Radsportler sein müssen

Bezug nehmend auf Äußerungen von Experten Fritz Sörgel, der vermutet, dass Pechsteins Daten "nur durch ein perfektes System der Verschleierung zu erklären wären", schlussfolgert die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin: "Ich müsste über fast ein Jahrzehnt lang noch raffinierter und krimineller als sämtliche Dopingsünder des Radsports gewesen sein."

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