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Bayer Leverkusen: Heynckes tritt gegen Klinsmann nach

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Bayer 04 Leverkusen/FC Bayern München  

Heynckes sieht in Klinsmann nur einen Lehrling

19.07.2009, 14:17 Uhr | sid, t-online.de

Bayer Leverkusens Cheftrainer Jupp Heynckes. (Foto: imago)Bayer Leverkusens Cheftrainer Jupp Heynckes. (Foto: imago) Jugend oder Erfahrung? Reformkurs oder Bewahrertum? Derzeit schlägt in der Bundesliga das Pendel wieder zu Gunsten der alten Hasen aus. Und die wissen das auch, geben sich entsprechend selbstbewusst. "Bei Jürgen Klinsmann war für mich klar: Sie können nicht am offenen Herzen operieren, wenn sie noch nie an einem Operationstisch gestanden haben. Den Trainerberuf muss man genauso erlernen wie andere Berufe", erklärte Jupp Heynckes in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

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Fünf Spiele für Heynckes

Am 27. April 2009 hatten die Verantwortlichen des FC Bayern die Reißleine gezogen und für die verbliebenen fünf Bundesligaspieltage ihren Ex-Trainer Heynckes an Stelle des Bundesliga-Debütanten Klinsmann eingesetzt. Heynckes holte zwar mit dem Rekordmeister nicht die Meisterschaft, weil ein Remis in Hoffenheim seine Erfolgsbilanz trübte. Doch der Altmeister leckte wieder Blut und wurde so für Bayer Leverkusen interessant. Auch dort räumte mit dem Ex-Bayern Bruno Labbadia - inzwischen HSV-Coach - ein Bundesligatrainernovize seinen Stuhl.

Inzwischen genau drei Jahrzehnte Cheftrainer

Heynckes, der selbst vor 30 Jahren, als 34-Jähriger, seinen ersten Cheftrainerposten in Mönchengladbach antrat, attestierte Klinsmann "gute Ansätze, sehr gute Ideen" und "wahnsinniges Engagement". Für den Altmeister ist aber unstrittig: "Der Fußball kann nicht neu erfunden werden. Erfahrung ist letztlich unbezahlbar." Wer Bayern München trainieren wolle, müsse schon ein paar Jahre als Trainer auf dem Buckel haben.

Schlecht, wenn nur die Verpackung stimmt

Generell ist der Trend zu jungen Trainern für den Weltmeister von 1974 nicht nachzuvollziehen: "Die jungen Leute sind gute Verkäufer ihres Jobs. Sie erklären den Medien rhetorisch geschliffen ihre Philosophie. Irgendwann glauben die Leute, das sei das Ei des Kolumbus - bis der ganze Hype ins Gegenteil umschlägt wie in München."

Lattek und Heynckes und die Chance für die Jungen

Allerdings hatte genau dort das Experiment mit einem jungen Trainer, der ebenfalls nur DFB-Erfahrung vorwies, im März 1970 geklappt: Udo Lattek hieß der damals 35-Jährige, der beim amtierenden Meister FC Bayern einstieg und den Verein bis zu Heynckes' Verpflichtung 1987 prägen sollte. Jener Lattek hatte zudem 1978 in Gladbach Heynckes zu seinem Co-Trainer gemacht und ihm ein Jahr darauf das Feld überlassen.

Empfehlung van Gaal kam von Heynckes

Heute ist Heynckes 64 Jahre alt und Verfechter des erfahrenen Trainers. Er erklärte, dass er dem neuen Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger gesagt habe, dass man künftig neben Spielern auch Trainer sichten müsse. So könne man ein Persönlichkeitsprofil erstellen, wer irgendwann einmal für den FC Bayern in Frage komme. Er habe seinem Freund und Manager Uli Hoeneß in der ersten Woche seiner Amtszeit empfohlen, den später tatsächlich als Nachfolger verpflichteten Niederländer Louis van Gaal anzusprechen: "Der arbeitet richtig auf dem Trainingsplatz mit den Spielern, der hat Autorität dank seiner Persönlichkeit, seines Charakters und seiner Erfolge, nicht bloß seines Amtes wegen."

Louis van Gaal Sogar die Sitzordnung ist vorgegeben

Vereine heutzutage viel zu panisch

Die Vereine müssten viel mehr darauf achten, nach dem Vorbild von Arséne Wenger bei Arsenal London oder Alex Ferguson bei Manchester United Trainer langfristig zu etablieren. Ansonsten müssten sich die Spieler jedes Jahr auf eine neue Arbeitsweise und neue Ideen einstellen: "Deshalb bedaure ich die Spieler manchmal." Heynckes arbeitete zwischen 1979 und 1987 selbst acht Jahre am Gladbacher Bökelberg, ehe ihn der FC Bayern zum ersten Mal rief.

Heynckes will auch in Leverkusen Spuren hinterlassen

In seinem neuen Job bei Bayer Leverkusen möchte Heynckes, "dass man hier nach zwei Jahren sagt: Der Mann hat Spuren hinterlassen." Der Anruf von Rudi Völler sei überraschend gekommen: "Aber in München habe ich gemerkt, dass es mir ungemein Spaß macht, mit einer guten Mannschaft zu arbeiten und umgekehrt war es genauso der Fall." Die fünf Wochen beim FC Bayern seien die Initialzündung gewesen: "Wenn ein Klub wie Bayern kurz vor dem Saisonende die Reißleine zieht und einen jungen Trainer durch einen erfahrenen ersetzt, ist das ein Novum, aber kein Zufall. Dann werden auch andere Klubs aufmerksam."

Auf Rehhagels Spuren

Ob Leverkusen nun endgültig seine letzte Trainerstation ist, weiß Heynckes angeblich noch nicht: "Vielleicht kann ich eines Tages von Otto Rehhagel die griechische Nationalmannschaft übernehmen. Wir beide verstehen uns gut, und vom Alter würde es passen."

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