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FC Bayern: Christian Nerlinger im Interview (1)

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FC Bayern München  

Nerlinger: "Keine weiteren Neuzugänge geplant"

21.07.2009, 21:23 Uhr | t-online.de

Das Interview führte Thomas Tamberg

Christian Nerlinger freut sich auf die neue Saison. (Foto: imago)Christian Nerlinger freut sich auf die neue Saison. (Foto: imago) Sollte nicht noch ein absoluter Kracher auf dem Markt sein, wird der FC Bayern die Suche nach einem weiteren Außenverteidiger einstellen. "Ich denke, dass wir mit dem Kader, der jetzt existiert, in die Saison gehen“, sagte Christan Nerlinger im Interview mit t.online.de.

Dagegen will der Sportdirektor des deutschen Rekordmeisters versuchen, Spieler zu verkaufen, um den Kader „etwas schlanker“ zu machen. Außerdem spricht der 36-Jährige über die Reaktion von Franck Ribéry zum geplatzten Wechsel zu Real Madrid und Shooting-Star Holger Badstuber.

Jose Bosingwa vom FC Chelsea hat abgesagt. Der FC Bayern sucht immer noch einen Außenverteidiger. Gibt es eine Stellenbeschreibung, was der neue Mann draufhaben muss?
Nein. Erstens diskutieren wir das intern bei uns und zweitens entwickeln sich unsere aktuellen Spieler sehr gut. Christian Lell hat gegen Schalke 04 hervorragend gespielt, auch wenn es die Innenverteidigerposition war. Andi Görlitz hat es ordentlich gemacht. Edson Braafheid links und auch der junge Diego Contento. Philipp Lahm ist sowieso gesetzt. Wir haben also sehr gute Spieler. Doch wenn man die Chance bekommt einen Weltklassespieler wie Bosingwa zu bekommen, dann denkt man darüber nach. Aber wir suchen nicht mit Nachdruck einen rechten oder linken Verteidiger.

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Die Außenverteidigerposition ist also noch die einzige Position, auf der sich personell etwas tun könnte?
Aber ich gehe nicht davon aus. Ich denke, dass wir mit dem Kader, der jetzt existiert, in die Saison gehen. Vielleicht mit einem etwas schlankeren Kader.

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Auf der Innenverteidigerposition spielt sich Holger Badstuber gerade ins Rampenlicht. Was trauen Sie ihm zu?
Man soll da Dinge nicht überbewerten. Er macht seine Sache sehr gut und verkraftet das auch sehr gut. Er geht gut mit der Situation um. Er ist eine Junge, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Aber man wird sehen, wie er sich entwickelt und wie dann die erste Elf beim Bundesligastart ausschaut. Aber die Qualität hat er: Er ist groß, kopfballstark, schnell, hat ein sehr gutes Passspiel und ist lernwillig. Er bringt viel mit und ist eine positive Erscheinung. Ich hoffe, dass er seinen Weg geht.

Lucio ist weg. Wer wird jetzt neuer Abwehrchef. Da bleiben ja nur als erfahrene Kräfte Daniel van Buyten und Martin Demichelis übrig?
Wenn man die ersten drei Wochen der Vorbereitung betrachtet, ist der Konkurrenzkampf recht offen. Ich glaube nicht, dass da schon eine Entscheidung gefallen ist. Alle machen einen hervorragenden Eindruck. Alle sind willig und bereit, um ihren Platz zu kämpfen. Es wird sicherlich noch das eine oder andere Testspiel brauchen, bis man sich auf eine Formation festlegt.
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Wie froh sind Sie eigentlich, dass das ganze Ribéry-Theater vom Tisch ist?
Intern war es bei uns nie ein Theater. Wir hatten klare Richtlinien. Aber mit dem öffentlichen Theater muss man leben. Er ist diese Saison bei uns, darüber bin ich froh. Er ist ein sehr, sehr guter Spieler. Wenn er fit ist, wird er kreative Momente bei uns reinbringen. Das braucht gerade der FC Bayern. Ribéry ist sehr wertvoll, wenn man gegen defensiv eingestellte Mannschaften spielen muss.

Wie hat Ribéry es aufgenommen, dass er mindestens ein weiteres Jahr für den FC Bayern spielen wird?
Sehr gut. Er hat das akzeptiert. Es gibt schlimmere Dinge, als beim FC Bayern München tätig zu sein. Das wird er auch schnell realisieren.

Sie haben es vorher schon angedeutet, dass der eine oder andere Spieler den Klub noch verlassen wird. Der Trainer will den Kader ja unbedingt reduzieren.
Ich habe auch kein Problem damit, mit dem jetzigen Kader in die Saison reinzugehen. Der Trainer möchte aber auch gerne jedem Spieler eine Perspektive bieten. Bei 27 Spielern, spielen 16 Akteure nicht. Das sind sehr viele, die dann auf der Tribüne sitzen werden. Deshalb wird man es den Spielern nach einer Einschätzung von drei, vier Wochen sagen. Dann wird man sehen wie die Betroffenen reagieren. 

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