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Beerbaum darf auf Wiederaufnahme in FN-Kader hoffen

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Beerbaum darf auf Wiederaufnahme in FN-Kader hoffen

12.02.2010, 22:39 Uhr | sid, dpa

Ludger Beerbaum sorgte mit seinem Geständnis für Aufruhr. (Foto: imago)Ludger Beerbaum sorgte mit seinem Geständnis für Aufruhr. (Foto: imago) Die unabhängige Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), die zur Aufarbeitung von möglichen Doping-Manipulationen im deutschen Reitsport eingesetzt worden war, hat ein Zwischenergebnis bekannt gegeben: "Die Sportart ist nicht strukturell unredlich, es handelt sich nur um Einzelfälle." Das sagte der Kommissionsvorsitzende Udo Steiner. Die Kommission gab die Empfehlung, Ludger Beerbaum, Marco Kutscher und Daniel Deusser unter Vorbehalt wieder in einen Kader der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN aufzunehmen. Damit können sie auf eine Dressur-EM-Teilnahme im August hoffen.

Beerbaum Sein Geständnis schockt

Intensive Befragungen durchgeführt

Die DOSB-Kommission befragte in bislang zwei Blöcken 53 Reiter und 13 Amtsträger oder Funktionäre zu Manipulationen im Hochleistungs-Pferdesport. Danach mussten alle eine Ehren- und Verpflichtungserklärung unterzeichnen, in der sie einen "sauberen" Sport garantieren und sich "uneingeschränkt und entschieden zu den Grundsätzen der Fairness und Integrität im Pferdesport" bekennen. Ende Mai hatte die FN ihre Spitzenkader aufgelöst, weil es - unter anderem durch öffentliche Bekenntnisse Beerbaums - zu umfassenden Diskussionen über Manipulationen gekommen war. Bei Beerbaum machte Steiner einen "Umdenkungsprozess" aus. Mit ihm habe man "das intensivste Gespräch" geführt.

Wiederaufnahme mit Auflagen verbunden

Beerbaum, Kutscher und Deusser sollen massiv in die Pflicht genommen werden. Sie sollen nach den Vorstellungen der Steiner-Kommission "jede medizinisch indizierte Maßnahme der Behandlung eines Kader- oder Grand-Prix-Pferdes" mit Mannschaftstierarzt und Bundestrainer abstimmen. Verstößt einer der Reiter gegen diese Auflage, kann er erneut aus dem Kader gestrichen werden.

FN nimmt Empfehlung an

Die Wiederaufnahme des viermaligen Olympiasiegers in den Kader der FN ist fast beschlossene Sache. "Wir achten es, was die Herren sagen", kommentierte Präsident Breido Graf zu Rantzau die Empfehlungen der Steiner-Kommission. FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach meinte, dass die Ende Mai wegen der Manipulations-Diskussionen aufgelösten Spitzenkader schnell reinstalliert werden. Denn schon Ende August finden in Windsor Castle die Europameisterschaften statt. "Ich gehe davon aus, dass es schnell geht", sagte Lauterbach, ohne den zuständigen FN-Ausschüssen vorgreifen zu wollen.

EM-Start für Beerbaum unwahrscheinlich

Beerbaum, dem sich die Steiner-Kommission am intensivsten widmete, zeigte sich nach der Präsentation erster Zwischenergebnisse erleichtert: "Auf mich persönlich bezogen, bin ich absolut zufrieden. Ich habe mit nichts anderem gerechnet", sagte er. "Ich kann sehr gut damit leben, auch mit den Auflagen. Insofern bin ich ganz froh, dass es so gekommen und vor allem klar ausgesprochen worden ist." Ein EM-Start kommt für ihn trotz allem kaum infrage: Sein Pferd Coupe de Coeur, der zwölfjährige Holsteiner Schimmelhengst, ist verletzt. "Die Zeit wird zu knapp für ihn", sagte Beerbaum.

"Einen Flächenbrand gibt es nicht"

Steiner bezeichnete die Medikationsregeln für die Reiter als "unsicher und unklar". Der frühere Bundesverfassungsrichter räumte aber auch ein, dass der gesamte Pferdeleistungssport "im Schatten einiger spektakulärer Manipulationsfälle" stehe. Doch der Kommissionsvorsitzende hielt nach den "Befragungen ohne Lügendetektor" auch eines deutlich fest: "Ich denke, dass wir es im deutschen Pferdesport mit einem redlichen Sport zu tun haben. Einen Flächenbrand gibt es nicht." Speziell die Nachwuchs-Generation lässt seiner Einschätzung nach darauf hoffen, dass der Pferdesport eine "saubere" Zukunft hat.

Keine Entscheidung bei Werth

Fast alle Top-Reiter wurden bislang befragt, nicht jedoch Dressur- Olympiasiegerin Isabell Werth. Es könne sein, dass die 40-Jährige das Gespräch noch suche. Werth ist international gesperrt, weil bei ihrem Pferd Whisper während des Pfingstturniers in Wiesbaden eine unerlaubte Medikation festgestellt worden war. Werth wartet noch auf eine endgültige Entscheidung des Weltverbandes FEI. Steiner sagte, in den Gesprächen mit Reitern und Funktionären sei deutlich geworden, dass Frau Werth trotz der unerlaubten Medikation ihres Pferdes eine hohe Wertschätzung genieße. Der Fall Werth sei sicherlich singulär einzuordnen. Bis heute könne man sich nicht erklären, wie es zu diesem Dopingfall gekommen sei, meinte Steiner.

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