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1. FC Köln: Gefangen im Mittelmaß?

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1. FC Köln  

Köln: Gefangen im Mittelmaß?

25.07.2009, 13:16 Uhr | t-online.de

Steht beim FC im Mittelpunkt: Lukas Podolski. (Foto: imago)Steht beim FC im Mittelpunkt: Lukas Podolski. (Foto: imago) Beim 1. FC Köln liegen die Erwartungen traditionell weit über dem, was man andernorts "realistisch" nennt. Die euphorisch gefeierte Rückkehr von Lukas Podolski ist Balsam für die Fan-Seele, allerdings steigen mit der Verpflichtung des Nationalspielers auch die Ansprüche. Obwohl es sich noch niemand traut, öffentlich auszusprechen - in der Domstadt träumt man heimlich von der Europa League.

Einen gehörigen Schock mussten die Rheinländer schon vor der Saison verkraften als Trainer Christoph Daum den Verein sehr plötzlich und unerwartet in Richtung Türkei verließ. Nun liegt es am neuen Coach Zvonimir Soldo, den FC zu einer schlagfertigen Truppe zu formen.

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Neuverpflichtungen

Mit Lukas Podolski haben die Geißböcke eine absolute Identifikationsfigur an den Rhein geholt. Zusammen mit Milivoje Novakovic, der im letzten Jahr der Alleinunterhalter im Angriff war, bildet Podolski ein torgefährliches Sturm-Duo, das sich durchaus auf oberem Bundesliga-Niveau bewegt. Sebastian Freis, der vom Absteiger Karlsruher SC kommt, hat seine lichten Momente, spielt aber zu unkonstant. Der Transfer von Maniche ist sicherlich spektakulär - ob der 31-jährige Portugiese eine wirkliche Verstärkung darstellt oder sein Glanz mittlerweile erloschen ist, bleibt jedoch abzuwarten. Den Blick in die Zukunft richten die FC-Verantwortlichen mit der Verpflichtung von Christopher Schorch. Der 20-Jährige ist in der Reserve von Real Madrid gereift und will jetzt in der Bundesliga sein Können unter Beweis stellen. Er wird jedoch um einen Platz in der Startelf kämpfen müssen. Sollte der Wechsel des Rumänen Cristian Tanase (Arges Pitesti) klappen, hätte Soldo noch einen echten Spielmacher zur Verfügung.

So läuft die Vorbereitung

Die Mannschaft hat sich bisher noch nicht richtig gefunden. Gegen TuS Koblenz verlor man 1:3, auch gegen Hannover 96 gab es nur ein mageres 0:0. Im Podolski-Ablösespiel gegen den FC Bayern musste sich Köln mit 0:2 geschlagen geben und offenbarte einige Schwächen im Spielaufbau. Zudem ärgerte sich Soldo über die Ansetzung von wertlosen Testbegegnungen wie gegen TuS Viktoria Birken-Honigsessen (18:0) oder SC Leichlingen (11:0). "Diese Spiele bringen uns nicht weiter", wetterte der FC-Coach. Fazit: Generalprobe verpatzt.

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Stimmung im Umfeld

In Köln ist es niemals ruhig. Der FC hat eine der größten Fan-Gemeinden in der Bundesliga, entsprechend viel wird diskutiert und spekuliert. Auch die Medienlandschaft bringt oft Unruhe rein. Auf Soldo wartet damit gleich bei seiner ersten Station als Bundesliga-Trainer eine schwierige Aufgabe. Dennoch kann sich der Kroate der Rückendeckung durch den Verein sicher sein.

Stärken und Schwächen

Die größte Stärke ist gleichzeitig auch die größte Schwäche: Lukas Podolski. Auf dem Linksfuß ruhen die Hoffnungen - es wird interessant zu sehen, wie der 24-Jährige mit dem Druck umgeht. Besonders, wenn es mal nicht so läuft. Soldo muss darum bemüht sein, die Last von Podolskis Schultern zu nehmen, damit er sich entfalten kann und die Mannschaft sich nicht auf ihrem Superstar ausruht. Wenn Podolski allerdings einen Lauf hat, dann bildet er mit Novakovic ein richtig gefährliches Angriffs-Pärchen. Das Mittelfeld der Kölner ist auf dem Papier nicht schlecht besetzt, doch ob die junge Garde um Pezzoni, Chihi und Brosinski mit den Routiniers Petit und Maniche harmoniert, wird sich herausstellen. Mit Geromel und Mohamad stehen zwei überdurchschnittlich gute Innenverteidiger in den Reihen der Domstädter, die Außenpositionen (wahrscheinlich Brecko und Womé) sind allerdings die Achillesferse.

Saisonprognose

Trotz der namhaften Neuzugänge wird Köln einen Platz im Tabellen-Mittelfeld erreichen. Für das internationale Geschäft reicht es bei den Geißböcken (noch) nicht, dafür wären noch zwei bis drei Leistungsträger nötig. Die Qualität des Kaders reicht aber locker aus, um nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben.

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