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Eisschnelllauf - Doping  

Pechstein-Manager gesteht Fehler ein

12.02.2010, 23:03 Uhr | dpa

Claudia Pechstein will bald wieder aufs Eis (Foto: imago)Claudia Pechstein will bald wieder aufs Eis (Foto: imago) Die Affäre um ihre Sperre droht Claudia Pechstein zu entgleiten, nachdem ein mysteriöser Laborbesucher aus dem Management-Umfeld in Norwegen Privatdetektiv gespielt hat. Während die deutschen Eisschnellläufer beim Sommerwettkampf am Wochenende in Berlin nicht offen über die wegen Doping-Verdachts fehlende Olympiasiegerin sprechen mochten, räumte Pechsteins Manager Ralf Grengel erstmals ein, die Recherche in Hamar sei ein Fehler gewesen.

"Claudias Boyfriend" fordert Akteneinsicht

"Ja, natürlich", sagte Grengel, der mit Pechstein über den Vorfall gesprochen hat. "Natürlich ist sie in dem Punkt nicht erfreut. Sie war im Vorfeld davon bewusst nicht informiert, damit sie das nicht belastet." Pechstein wusste nach eigenen Worten nichts vom Vorfall am 17. Juli in Hamar, über den die "Süddeutsche Zeitung" berichtet hatte. Ein Mann, der sich als "Claudias Boyfriend" ausgegeben haben soll, sei im dortigen Labor erschienen und habe gefordert, die kompletten Daten von Pechsteins WM-Proben herauszugeben. Eine Angestellte soll daraufhin die Polizei gerufen haben, die den Mann nach Aufnahme der Personalien der Klinik verwiesen und ihm notfalls sogar mit der Inhaftierung gedroht hätte.

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"Legitim, Messprotokolle sehen zu wollen"

Von einer Strafanzeige sei ihm nichts bekannt, betonte Grengel erneut. In der "Berliner Morgenpost" hatte er die Aktion verteidigt: "Für mich ist es nur legitim, die Original-Messprotokolle sehen zu wollen, die Claudia belasten." Bislang seien nur die von der Internationalen Eislauf-Union (ISU) genannten Werte bekannt. Grengel ist mit seiner Powerplay Management GmbH für die Marketingbetreuung von Pechstein zuständig. Der in Hamar recherchierende Journalist fungiert als Geschäftsführer der Powerplay Permidia GmbH.

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Pechstein kündigt entlastendes Material an

Pechstein selbst hält weiter am Ziel fest, 2010 zum sechsten Mal bei Winter-Olympia dabei zu sein. "Ich werde selbstverständlich weitertrainieren, egal, was gesagt wird und egal, was nächste Woche passiert. Für mich geht es immer noch um die Olympischen Spiele in Vancouver", teilte sie dem "Tagesspiegel am Sonntag" mit. Auf einer groß angekündigten, aber noch nicht terminierten Pressekonferenz will die 37-Jährige erstmals seit ihrem Interview-Marathon Anfang Juli wieder ausführlich öffentlich Stellung nehmen. Grengel bekräftigte, dort solle entlastendes Material präsentiert werden.

Grengel übt Kritik an Schäuble

Pechsteins Anwalt Simon Bergmann warf Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble im selben Bericht vor, die Fürsorgepflicht gegenüber seiner Angestellten extrem zu vernachlässigen. Schäuble ist oberster Dienstherr der Bundespolizistin Pechstein und hatte gefordert, sie müsse die Indizien und den derzeitigen Anschein widerlegen und ihre Unschuld beweisen. Dies rief Widerspruch bei Bergmann hervor: "Diese Aussagen haben Claudia Pechstein sehr geschadet, denn juristisch muss nicht sie ihre Unschuld beweisen, sondern der Verband ihre Schuld."

Eilantrag beim CAS gegen Sperre

Eine Woche nach ihrem Trainingsausschluss will Pechstein nun an diesem Montag beim Internationalen Sportgerichtshof CAS mit einem Eilantrag dagegen vorgehen. Die Berufung gegen die Sperre wegen auffälliger Blutwerte bei der WM im Februar in Hamar war bereits am vorigen Dienstag eingelegt worden.

Jurist Bergmann: "Beweismittel untauglich"

Ihr Anwalt wolle Pechsteins Blutwerte wegen ihres Zustandekommens anzweifeln, schrieb der "Tagesspiegel am Sonntag". Für alle 95 Blutkontrollen lägen keine Ablaufprotokolle vor, wie es von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) vorgeschrieben sei. "Damit sind sie als Beweismittel untauglich", erklärte Jurist Bergmann. Zudem sei eine Quarantäne für Pechstein nicht ausgeschlossen, um ihr Blut auf Anomalien testen zu lassen.

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