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BMW Sauber F1 Team steigt aus der Formel 1 aus

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BMW Sauber F1 Team  

Offiziell: BMW steigt aus der Formel 1 aus

29.07.2009, 11:48 Uhr | t-online.de, dpa, Motorsport-Total.com

Das war's: BMW zieht sich aus der Formel 1 zurück (Foto: imago)Das war's: BMW zieht sich aus der Formel 1 zurück (Foto: imago) Von Sommerpause keine Spur: Gerade hatten sich die Fans auf die kleine Auszeit in der Königsklasse des Motorsports eingestellt, da holt sie einer der zehn aktuellen Rennställe zurück in die harte Realität. BMW wird sein Engagement in der Formel 1 nach dem Ende der laufenden Saison nicht verlängern. Das gab Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer heute auf einer Pressekonferenz in München bekannt.

"Wir haben gestern im Vorstand entschieden, wir richten unser Motorsport-Engagement neu aus. Die BMW-Group wird ihr Engagement in der Formel 1 mit Ablauf der Saison 2009 beenden", sagte Reithofer.

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Erfolglosigkeit und Interner Strategiewechsel

"Vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Ausrichtung des gesamten Unternehmens entspricht unser Engagement in der Formel 1 nicht mehr unserer Hauptzielrichtung", erklärte er im Beisein von Motorsportdirektor und BMW-Sauber-Teamchef Mario Theissen. Grund für den Ausstieg ist ein interner Strategiewechsel. "Natürlich ist uns dieser Entschluss schwer gefallen. Aber es ist ein konsequenter Schritt vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung unseres Unternehmens", sagte Reithofer.

Theissen: "Kann die Entscheidung nachvollziehen"

"Natürlich hätten wir alle dieses ambitionierte Projekt gerne weitergeführt und gezeigt, dass die aktuelle Saison nach drei erfolgreichen Jahren ein Ausrutscher war. Aus Sicht des Unternehmens kann ich diese Entscheidung aber nachvollziehen", sagte Theissen. Die Erfolglosigkeit in dieser Saison, in der BMW eigentlich um den Titel fahren wollte, soll den Ausschlag für die Entscheidung des Vorstandes gegeben haben. Die Marke will sich aber nicht ganz aus dem Motorsport zurückziehen, sondern lediglich aus der Formel 1.

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Was passiert nun mit den Angestellten?

In welchem Umfang es zu einem Stellenabbau in München oder Hinwil kommt, stehe derzeit noch nicht fest. Entwicklungsvorstand Klaus Draeger: "Da wir diese Entscheidung erst gestern getroffen haben, können wir noch nichts Genaueres mitteilen. Wir werden verschiedene Szenarien erarbeiten und bewerten und uns bemühen, für die Mitarbeiter am Standort Hinwil und die in das Formel-1-Projekt eingebundenen Beschäftigten in München Lösungen zu finden." Schätzungen zufolge sollen insgesamt 700 Beschäftigte für das Formel-1-Team arbeiten. "Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden die Mitarbeiter informieren, sobald wir Klarheit haben", sagte Draeger. Was mit den beiden Piloten Nick Heidfeld aus Mönchengladbach und Robert Kubica aus Polen passiert, ist derzeit ebenfalls unklar.

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Draeger: "Können die Erwartungen nicht erfüllen"

Nach zehn von 17 Rennen ist BMW-Sauber Achter in der Konstrukteurswertung, die Piloten Heidfeld und Kubica liegen im Fahrer-Klassement auf den Rängen 13 und 15. "In der aktuellen Saison können wir die Erwartungen leider nicht erfüllen", erklärte Draeger in einer Pressemitteilung von BMW unter der Überschrift: "Konsequenter Schritt im Zuge der Neuausrichtung der BMW."

Toyota und Mercedes wollen bleiben

Dass BMW die Entscheidung mitten in der Saison bekanntgab, dürfte vor allem mit dem neuen Concorde Agreement, der Verfassung in der Formel 1, zusammenhängen. Mit dessen Unterzeichnung wird in dieser Woche gerechnet. Darin sollen sich die Teams unter anderem auch für die kommenden Jahre bis 2012 zur Formel 1 bekennen. Entgegen anders lautender Gerüchte haben sich Toyota und Mercedes unterdessen zu einem Verbleib in der Formel 1 bekannt.

Mercedes-Sprecher: "Wir bedauern den BMW-Ausstieg"

"Durch die Kostensenkungen werden wir unser Formel-1-Engagement fortführen. Unsere Situation bleibt unverändert. Das wurde uns aus Japan mitgeteilt", sagte eine Toyota-Sprecherin, nachdem es vor allem um den japanischen Hersteller zuletzt immer wieder Ausstiegsgerüchte gegeben hatte. Ein Mercedes-Motorsport-Sprecher sagte: "Wir bedauern den Formel-1-Ausstieg von BMW. Diese Entscheidung hat keinerlei Einfluss auf unser Formel-1-Engagement."

Vettels Premierenfahrt im BMW Sauber

Seine größten Erfolge feierte BMW-Sauber, das bislang auf 63 Grand-Prix-Starts kommt und im März 2006 sein Debüt gefeiert hatte, mit dem Premierensieg Kubicas im Juni 2008 im kanadischen Montréal. 2007 war das Team Zweiter in der Konstrukteurswertung geworden, allerdings begünstigt durch die damalige Disqualifikation von McLaren-Mercedes wegen der Spionage- Affäre. Der derzeit um den WM-Titel kämpfende Sebastian Vettel feierte in einem BMW-Sauber 2007 seine Formel-1-Premiere, nachdem Kubica einen Unfall in Montréal gehabt hatte.

Ehrgeiziger Plan, ernsthafter Titelkandidat

2005 hatte BMW die Übernahme des damaligen Schweizer Sauber-Teams bekanntgegeben. Zuvor war der Automobilhersteller von 2000 an Motorenlieferant für das Team Williams. Der Rennstall hatte den ehrgeizigen Plan, binnen weniger Jahre an die Weltspitze zu fahren, kontinuierlich umsetzen können. Vor der laufenden Saison war BMW-Sauber als ernsthafter Titelkandidat gehandelt worden, so war auch das Ziel im vierten Jahr. Mit dem neuen Wagen blieben die Weiß-Blauen allerdings deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück. Der Ausstieg betrifft unterdessen nicht das Engagement von BMW unter anderem in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft.

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