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Werder Bremen: Saison eins nach Diego

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Werder Bremen  

Wundertüte Werder - Die Saison eins nach Diego

30.07.2009, 21:00 Uhr | t-online.de

Marko Marin soll Bremens Offensivspiel beleben. (Foto: imago)Marko Marin soll Bremens Offensivspiel beleben. (Foto: imago) Die Saison eins nach Diego wird für Werder Bremen eine richtungsweisende sein. Nur auf Platz zehn sind die Hanseaten zuletzt in der Bundesliga ins Ziel gekommen. Viel zu wenig für den traditionellen Meisterschaftsanwärter - und das wissen auch die Verantwortlichen. Der überzeugende Gewinn des DFB-Pokals und das Erreichen des UEFA-Cup-Finales können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Werder letzte Saison weit unter den eigenen Möglichkeiten spielte.

Zu groß waren die Leistungsschwankungen bei Spielern und im ganzen Team. Ohne seinen brasilianischen Spielmacher und aller Voraussicht nach auch ohne Torjäger Claudio Pizarro steht Thomas Schaaf in seinem elften Jahr als Bremer Chefcoach vor der kniffligen Aufgabe, den Klub wieder dahin zu führen, wo er hingehört: In die Tabellenspitze. t-online.de analysiert Mannschaft und Chancen der Grün-Weißen in der kommenden Spielzeit.

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Neuverpflichtungen

Die Frage der Fragen lautete: Wer ersetzt Diego? Einen klassischen Spielmacher hat Manager Klaus Allofs nicht geholt, vielmehr sieht es aus, als solle der Job auf mehrere Schultern verteilt werden. Zu Mesut Özil, der sein spielerisches Talent schon in der letzten Saison unter Beweis stellte, ist vor allem Neuzugang Marko Marin (8,2 Millionen, Borussia Mönchengladbach) einer, der künftig für die kreativen Momente im Bremer Offensivspiel sorgen kann. Für vorerst ein Jahr auf Leihbasis kam der Bolivianer Marcelo Moreno von UEFA-Cup-Finalgegner Schachtjor Donezk an die Weser. Athletisch veranlagt und technisch versiert muss der 21-Jährige Angreifer jedoch erst noch beweisen, ob er ein Ersatz für Pizarro sein kann. Der dritte im Bunde der namhaften Verstärkungen ist "Heimkehrer" Tim Borowski. Der 29-Jährige Mittelfeldmann kennt Bremen wie seine Westentasche, spielte schon einmal sieben Jahre für die Hanseaten. Trotz des unbefriedigenden Intermezzos bei Bayern München, wo Borowski kaum zum Einsatz kam, wird er schnell ins Spiel finden und eine echte Verstärkung sein. Boubacar Sanogo kehrt aus Hoffenheim zurück, wird aber hinter Moreno, Almeida und Rosenberg kaum zum Einsatz kommen.

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So läuft die Vorbereitung

Nur eine Niederlage (2:3 bei Alemannia Aachen) musste das Schaaf-Team in acht Testspielen hinnehmen, beim inoffiziellen Supercup bei Meister VfL Wolfsburg gelang ein überzeugender 2:1-Auswärtserfolg. Besonders bei Nationalspieler Clemens Fritz war in der Vorbereitung ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen. Auch von schwerwiegenden Verletzungen blieb der Pokalsieger bislang verschont. Einzig das Transfertheater um den zu Chelsea London zurückgekehrten Claudio Pizarro bringt etwas Unruhe in die sonst konzentrierte Trainingsarbeit. Auch wenn eine Rückkehr des Peruaners, der in der letzten Saison 17 Treffer für Werder erzielte, immer unwahrscheinlicher wird, spielte er in den Planungen von Schaaf lange noch eine große Rolle. Kommt er doch, muss er wie im letzten Jahr einen Kaltstart hinlegen.

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Stimmung im Umfeld

Die letzte Saison hat gezeigt, wie sehr sich die Verantwortlichen in Bremen ihren Grundsätzen "Ruhe" und "Kontinuität" verpflichtet fühlen. Selbst zu Beginn der Rückrunde, als Werder sechs Spiele in Folge ohne Sieg blieb, darunter die peinlichen Niederlagen gegen Bielefeld und Cottbus, bemühten sich Allofs und Co. mit allen Kräften die aufkommende Kritik an Trainer Schaaf schon im Keim zu ersticken und verzichteten zu Gunsten der Vereinsphilosophie auf überstürzten Aktionismus. Der Gewinn des DFB-Pokals gab ihnen kurzfristig recht. Der kam natürlich genau im richtigen Moment: Noch bevor bei den Fans nach dem enttäuschenden Abschneiden in der Liga so etwas wie Unmut aufkommen konnte, hatten sie wieder etwas zu feiern. Sollte der Erfolg in der Liga jedoch erneut ausbleiben und die Champions League wieder verpasst werden, steht nicht nur der Seelenfrieden der Anhänger auf dem Spiel. Dann droht Werder finanziell und mittelfristig wohl auch sportlich den Anschluss an die Spitze zu verpassen.

Stärken und Schwächen

Auch ohne Diego und Pizarro gehört Werders Kader zu dem Besten, was die Liga zu bieten hat. So komisch es klingt, der Weggang von Diego könnte sich sogar positiv auf die Mannschaft auswirken. Das Spiel der Grün-Weißen war doch oft zu sehr auf den kleinen Spielmacher zugeschnitten. Jetzt kann Bremen taktisch flexibler auftreten, mit der gewohnten Raute im Mittelfeld oder Frings und Borowski als Doppelsechser. Dazu Marin und Özil, die links wie rechts spielen könnten. Das macht das Bremer Spiel schwerer auszurechnen. Größte Schwäche der vergangenen Saison war ganz klar das Defensivverhalten, vor allem die Außen mit Fritz und Sebastian Boenisch. Nur Allofs wird wissen, warum für diese Positionen niemand geholt wurde.

Saisonprognose

So eine Saison wie die letzte passiert Bremen nicht noch einmal. Selbst wenn nicht alles ideal läuft, reicht es diesmal mindestens für Platz fünf. Findet Fritz zur Normalform zurück, schlägt Moreno im Angriff ein und geht vor allem die Rechnung mit den Kreativposten Özil und Marin auf den Außenbahnen auf, ist für Werder sogar der Angriff auf Platz eins nicht aussichtslos.

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