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HSV: Nur Erfolg bringt Ruhe in den Klub

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Bundesliga-Analyse - Hamburger SV  

HSV: Nur Erfolg bringt Ruhe in den Klub

02.08.2009, 19:43 Uhr | t-online.de

Trainer Bruno Labbadia will mit dem HSV angreifen. (Foto: imago)Trainer Bruno Labbadia will mit dem HSV angreifen. (Foto: imago) Die Sehnsucht nach einem Titel in Hamburg ist groß. Seit dem DFB-Pokalsieg 1987 wartet der Bundesliga-Dino nun schon. Im Vorjahr schien es soweit zu sein. Der HSV tanzte lange auf drei Hochzeiten, musste letztlich aber froh sein, sich als Liga-Fünfter überhaupt noch für die Europa League qualifiziert zu haben.

Trainer Martin Jol ergriff daraufhin in der Sommerpause die Flucht zu Ajax Amsterdam. Zwar wurde wenig später mit Bruno Labbadia ein neuer „Wunschtrainer“ präsentiert, doch der Rückzug von Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer nach andauerndem Kompetenzgerangel mit dem bei Teilen der Fans unbeliebten Vorstandschef Bernd Hoffmann sorgte für weitere Turbulenzen. Zumindest die personellen Baustellen im Kader hat der HSV aber beseitigt. Und so träumen die Fans einmal mehr vom großen Wurf. Zu Recht? t-online.de analysiert die Mannschaft und die Chancen der Hamburger.

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Neuverpflichtungen
Erst tat sich lange gar nichts beim HSV, dann folgte Transfer auf Transfer. Die Hamburger kleckerten nicht, sondern klotzten regelrecht. Beinahe 25 Millionen Euro wurden in frisches Personal investiert und gleichermaßen auf Erfahrung und jugendliches Talent verteilt. Zé Roberto, der ablösefrei aus München kam, bringt das Meister-Gen von den Bayern mit. Ebenfalls ein alter Haudegen ist David Rozehnal, der in dieser Woche präsentiert wurde. Der 4,9 Millionen Euro teure tschechische Nationalspieler spielte zuletzt bei Lazio Rom und will die in der Vorsaison oftmals wackelige Abwehr stabilisieren helfen. Teuerster Neuzugang ist Stürmer Marcus Berg. Der Schwede, der als Torschützenkönig bei der U-21-EM überzeugte, soll die Lücke des zum FC Bayern abgewanderten Ivica Olic füllen. Rund zehn Millionen Euro Ablöse waren dem HSV die Dienste des knapp 23-Jährigen vom FC Groningen wert. Ebenfalls aus der holländischen Ehrendivision wechselte Eljero Elia an die Elbe. Der Außenstürmer kostete rund 8,5 Millionen Euro und könnte sowohl im linken Mittelfeld als auch im Angriff eingesetzt werden. Fünfter namhafter Zugang ist Robert Tesche, der Absteiger Arminia Bielefeld Richtung Hamburg verließ, aber vermutlich nur Ergänzungsspieler sein wird. Der entscheidende neue Mann ist jedoch Trainer Bruno Labbadia. Nach seinem eher missglückten Jahr bei Bayer Leverkusen steht der Coach unter Erfolgsdruck. Interessant dürfte vor allem die Teamführung Labbadias sein, die bei seinem letzten Arbeitgeber am Ende kritisch bewertet wurde.

So läuft die Vorbereitung
Der HSV begann seine Saisonvorbereitung als letztes Team. Doch die kurze Zeit bis zum ersten Pflichtspiel in der Europa-League-Qualifikation gegen Randers FC wurde offenbar optimal genutzt. Gegen den dänischen Vertreter gab es einen lockeren 4:0-Auswärtssieg. Schon zuvor hatten die Norddeutschen mit dem Gewinn des T-Home Cups aufhorchen lassen. Hier wurden der FC Bayern und Stuttgart besiegt. Vor allem die Defensive scheint im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Allerdings gibt es auch schon die ersten Verletzten: Alex Silva fällt mit einem Kreuzbandriss für den Rest des Jahres aus, Elia und Guy Demel werden den Saisonstart in der Liga wohl aus dem Krankenlager verfolgen. Zudem hat Berg noch Trainingsrückstand. Dennoch: Von allen Top-Teams hat der HSV die vielleicht beste Vorbereitung hinter sich.

Stimmung im Umfeld
Hinter dem Klub liegen aufregende Wochen und Monate. Im Mittelpunkt stand dabei immer wieder Bernd Hoffmann. Der machte sich mit seinem autoritären Führungsstil nicht nur Freunde. Sportdirektor Beiersdorfer wollte sich dem nicht länger aussetzen und zog die Reißleine. Auf der Suche nach einem Nachfolger ist der HSV bisher nicht fündig geworden. Beinahe schon chaotisch verlief die außerordentliche Mitgliederversammlung am 13. Juli, auf der sich Hoffmann viel Kritik von der mächtigen Fan-Gruppierung „Supporters Club“ gefallen lassen musste. Doch der Vorstandsvorsitzende zeigte sich davon unbeirrt. Allerdings ist er in dieser Saison beinahe schon zum Erfolg verdammt. Sonst kommt der Verein dauerhaft nicht zur Ruhe.

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Stärken und Schwächen
Der HSV war bereits in der Vorsaison einem Titel nahe. Am Ende mangelte es schlichtweg an der Breite im Kader. Das sieht für diese Spielzeit in allen Mannschaftsteilen besser aus. Im Sturm hat Labbadia dank Berg und Elia gute Alternativen zu Paolo Guerrero und Mladen Petric. Das Mittelfeld wird allein schon durch Zé Roberto aufgewertet und in der Abwehr bieten sich auch dank der rasanten Entwicklung von Jerome Boateng zahlreiche Optionen. Klare Schwächen sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen. So steht das größte Fragezeichen hinter dem Trainer, der aus dem vorhandenen Spielermaterial eine Einheit formen muss. Die ersten Ansätze sind dabei durchaus positiv.

Saisonprognose
Die Frage wird sein, wie gut die Hamburger mögliche Mehrfachbelastungen in den verschiedenen Wettbewerben wegstecken können. Zumal das Team gerade in der Europa League besonders motiviert zu Werke gehen dürfte, findet das Finale 2010 doch im eigenen Stadion statt. Gelingt dem Klub dieser Spagat, ist er in der Bundesliga mehr als nur ein Geheimfavorit auf den Titel. Zumindest ein Platz im internationalen Wettbewerb scheint angesichts der Investitionen realistisch, wird aber auch von Spielern und Trainer gefordert.

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