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Doping  

Fehler bei Pechstein-Werten aufgetaucht

17.02.2010, 14:45 Uhr | dpa

Claudia Pechstein wittert Morgenluft. (Foto: dpa)Claudia Pechstein wittert Morgenluft. (Foto: dpa) Der Eislauf-Weltverband ISU hat wohl bei der Protokollierung von Messwerten der für zwei Jahre gesperrten Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein Fehler gemacht. Wie die "Sport-Bild" berichtete, gibt es bei der Entnahme von drei Tests vom 4. bis 6. Februar 2000 in Milwaukee demnach mehrere Differenzen bei Retikulozyten-Werten zwischen dem Original-Messprotokoll des Labors, das die Proben durchführte, und den Ergebnissen, die in der offiziellen ISU-Tabelle festgehalten wurden.

"Drei Protokolle, drei Fehler. Das sagt doch alles" wird Pechstein-Manager Ralf Grengel in dem Magazin zitiert. Die Labordaten von 2009 will die ISU laut Grengel aber nicht herausrücken. "Auf welcher Basis soll da den restlichen ISU-Daten vertraut werden?", so Grengel weiter.

Pechstein kündigt entlastendes Material an

Pechstein war am 1. Juli wegen auffälliger Retikulozyten-Werte (Vorgänger der roten Blutkörperchen), aber ohne positiven Befund vom Weltverband für zwei Jahre gesperrt worden. Erhöhte Reti-Werte gelten als Indiz für Blutdoping. Die 37 Jahre alte Berlinerin behauptet allerdings, nie gedopt zu haben und will bei ihrer ersten Pressekonferenz nach der Sperre am Donnerstag (11 Uhr) in Berlin angeblich entlastendes Material vorlegen. Die Berufungsverhandlung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS wird im Herbst erwartet.

Aktuell

Werte im Jahr 2000 falsch übertragen

Bei den Mehrkampf-Weltmeisterschaften in Milwaukee, bei denen Pechstein den Titel erkämpfte, ist nach der Probe vom 4. Februar 2000 ein Wert von 2,3 Prozent notiert, im Messprotokoll des Labors steht jedoch der Wert 2,5. Der erst im Zusammenhang mit der Pechstein-Affäre bekanntgewordene Grenzwert liegt bei 2,4. Auch bei den Test-Ergebnissen vom 5. und 6. Februar gibt es demnach Abweichungen. Das Labor bestätigte jeweils 1,6, in der ISU-Tabelle stehen 1,7 und 1,75 Prozent.

Aktuell Weitere Nachrichten zu Claudia Pechstein

Kuipers weist Vorwürfe zurück

"Wenn der ISU-Spitze die neue Daten- und Faktenlage bekannt wird, kann ich mir nicht vorstellen, dass Kuipers noch zu halten ist", sagte Grengel. Harm Kuipers (Niederlande) ist Mitglied der Medizinischen Kommission der ISU und hatte Pechstein die Proben bei der Mehrkampf-WM Anfang Februar 2009 in Hamar abgenommen. Kuipers wies die Vorwürfe zurück: "In Milwaukee gab es das erste Mal überhaupt Bluttests, da war das Prozedere noch nicht standardisiert", sagte der Chef-Mediziner.

"Daten spielen im aktuellen Fall keine Rolle"

Er vermutet, dass es sich bei den Laborwerten um einzelne Proben, bei den in der ISU-Tabelle eingetragenen Werten um den Mittelwert aus jeweils zwei analysierten Proben handelt. "In jedem Fall spielen diese Daten im aktuellen Fall Pechstein keine Rolle. Das haben wir Frau Pechstein auch schon bei der Anhörung in Bern gesagt", fügte Kuipers hinzu.

Fehler sind "nie auszuschließen"

"Übertragungsfehler kann man nie ausschließen. Es kommt aber auf die Relevanz für den Fall an. Mann sollte sich nicht auf Formalien kaprizieren", sagte der Österreicher Egbert Schmid, Mitglied der ISU-Disziplinarkommission. Angesichts der beträchtlichen Schwankungen zwischen 1,6 und 2,5 innerhalb weniger Stunden räumte der Doping- Experte Fritz Sörgel ein: "Auch Messfehler am Gerät sind nicht auszuschließen".

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