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Michael Schumacher erlitt Schädelbasisbruch

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Formel 1  

Michael Schumacher erlitt Schädelbasisbruch

12.08.2009, 12:12 Uhr | t-online.de, dpa

Michael Schumacher (re.) mit seinem Arzt Johannes Peil bei der Pressekonferenz in Genf (Foto: Reuters)Michael Schumacher (re.) mit seinem Arzt Johannes Peil bei der Pressekonferenz in Genf (Foto: Reuters) Bei seinem schweren Sturz mit dem Motorrad im Februar hatte sich Michael Schumacher schwerer verletzt, als bislang angenommen. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister erlitt einen Schädelbasisbruch und musste zeitweise sogar eine Lähmung befürchten. Wegen den Nachwirkungen der schweren Verletzungen hatte Schumacher gestern sein Comeback im Ferrari-Cockpit abgesagt. Beim Großen Preis von Europa in Valencia am 23. August wollte der 40-Jährige wieder an den Start gehen.

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"Dass ich enttäuscht bin, ist selbstverständlich. Das hat sich niemand ausgesucht", sagte Schumacher sichtlich bewegt und bedrückt bei einer eigens anberaumten Pressekonferenz in Genf. Es sei "frustrierend und sehr traurig, dass es am Ende nicht geklappt hat", erklärte der Rekordweltmeister und fügte an: "Es ist vielleicht der härteste Moment, den ich in meiner Karriere hatte."

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Comeback zumindest derzeit kein Thema

Schumacher schloss auf der Pressekonferenz eine Rückkehr in die Königsklasse für die Zukunft aber nicht aus. "Aus medizinischer Sicht spricht zumindest nichts dagegen", sagte er. "Aber das ist kein Thema, mit dem ich mich im Moment befasse". Das Traurigste für ihn ist, "dass ich meinen Freunden bei Ferrari nicht helfen konnte".

Dank an die Fans

Schumacher zollte einen "Riesendank an alle Fans, die mich wesentlich mehr motiviert und unterstützt haben, als ich mir das je erträumt hatte." Zur Tatsache, dass nur 13 Tage nach der aufsehenerregenden Ankündigung die Notbremse gezogen wurde, meinte Schumacher: "Es hat sich ja keiner ausgesucht, dass Felipe diesen Unfall in Budapest hat. Es war ja nichts geplant. Ich war dann bereit, diesen Hilfedienst zu leisten."

Arzt: "Extremer Aufschlag auf extremem Untergrund"

Doch die Schädelbasisfraktur machte noch Probleme und durchkreuzte letztendlich das Comeback. "Es war die schlimmste Verletzung, die Michael in seiner Karriere erlitten hat - mit weitem Abstand", sagte Schumacher-Arzt Dr. Johannes Peil, Leiter der Sportklinik Bad Nauheim: "Es war ein extremer Aufschlag auf extremem Untergrund." Schumacher habe eine Fraktur des siebten Halswirbels und der oberen linken Rippe erlitten: "Wir hatten zusätzlich durch den enormen Aufprall und die enorme Stauchung eine Fraktur der Schädelbasis."

Auch wichtige Ader beschädigt

Laut des Schumacher-Leibarztes habe der Splitterbruch auch eine wichtige Arterie beschädigt. "Man ist froh, wenn man das zunächst mal ohne Folgeschäden übersteht. Komplikationen würden auch das Kleinhirn betreffen. Das Kleinhirn ist verantwortlich für alle Leistungen des Bewegungsapparats. Da kann man sich leicht vorstellen, welche Fähigkeiten darunter leiden", sagte Peil. Der Arzt bedauerte allerdings, dass sich Schumi die Verletzungen ausgerechnet beim Motorradfahren zugezogen hatte.

"Belastungserprobung" bringt das Aus

Peil führte auf der Pressekonferenz weiter aus, dass der Genesungsverlauf sehr gut verlaufen und die Verletzungen des Motorradunfalls eigentlich ausgeheilt seien. Durch die "Belastungserprobung" beim letzten Test in Mugello hätten sich jedoch Komplikationen in Form von Schmerzen ergeben. Seit dem Unfall sei der Heilungsverlauf kontinuierlich verfolgt, die Halsverletzung ist komplett ausgeheilt, ebenso der Rippenbruch. Die Schädelbasisfraktur machte jedoch laut Peil Probleme, die sich nach den Tests in Form von Schmerzen äußerten und letztendlich das Risiko eines Comebacks zu groß machten.

"Entscheidung liegt bei Michael"

Peil hofft, dass in den nächsten Wochen eine weitere Verbesserung der Belastbarkeit erreicht wird. "Die Entscheidung, ob dann eine weiterer Versuch zum Fahren in der Formel 1 unternommen wird, liegt allein bei Michael. Wenn die Behandlungserfolge so weitergehen, dass auch die letzte Sache noch ausheilt, ist aus ärztlicher Sicht nicht auszuschließen, dass er wieder in einem Formel-1-Auto fahren kann", sagte er.

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