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Nur die Seele fehlt noch am Tivoli

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Alemannia Aachen  

Nur die Seele fehlt noch am Tivoli

14.08.2009, 12:36 Uhr | dpa

Alemannia Aachen bei der Verabschiedung des alten Tivoli. (Foto: imago)Alemannia Aachen bei der Verabschiedung des alten Tivoli. (Foto: imago) Das Stadion in Aachen ist für seine gute Stimmung bekannt. Deshalb sorgte die Neuerrichtung des Tivolis auch für reichlich Gesprächsstoff bei den Fans. Doch nun ist der neue Fußball-Tempel fertig, die Einlasskreuze drehen sich bereits und die elektronischen Bezahlkarten in der neuen Heimat des Alemannia Aachen sind getestet. Auch Projektleiter Stephan van der Kooi weiß, dass jetzt nur noch eines fehlt - das Leben in der Arena: "Wir haben alles dafür getan, um den Mythos zu erhalten. Noch ist es hier allerdings seelenlos, die Seele kommt erst Montag."

Denn dann wird das 50 Millionen Euro teure Ein-Rang-Stadion vor erwarteten 32.900 Zuschauern mit der Partie gegen den FC St. Pauli eröffnet.

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Wie rettet man einen Mythos?

Obwohl auch andernorts Arenen als Tempel verehrt werden, sind nur wenige Spielstätten mit ähnlicher Bedeutung beladen wie der nahe des Neubaus gelegene alte, 1928 errichtete, Tivoli. Wie rettet man einen Mythos? "Das ist die Frage aller Fragen", sagte Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer. "Wir waren uns bewusst, dass es eine ganz verantwortungsvolle Aufgabe ist. Ich glaube, dass die Akzeptanz unter den Fans hoch sein wird." Schon lange vor dem ersten Spatenstich im Mai 2008 schrieben die Anhänger Positionspapiere und forderten eine "Tivoli-gemäße laute Atmosphäre".

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Fans durften das Stadion testen

Burkhard Theuer umfasst in der fast leeren Südkurve einen Wellenbrecher und blickt andächtig auf den Rasen: "Das ist noch geiler als die Bilder im Internet", sagte der 44 Jahre alte Fan leise. Wenige Tage vor der Eröffnung testeten 2500 Zuschauer den bargeldlosen Kauf von Bier und Bratwurst und begutachteten die Plätze im neuen Stadion.

Tradition soll bewahrt werden

Das anfängliche Misstrauen vor überbordender Kommerzialisierung, das auch Kraemer in Teilen der Anhängerschaft ausgemacht hatte, scheint Begeisterung gewichen zu sein. Insgesamt hatten die Fans Anleihen für 4,2 Millionen Euro gezeichnet. Die Stadionkneipe erhielt den Namen "Klömpchensklub" aus einer Alemannia-Hymne, die Gedächtnisfahne für den früheren Trainer Werner Fuchs und die alte Stadionuhr sind mitgewandert. "Das Stadion ist schön. Entscheidend wird die Atmosphäre sein, da die Stimmung jetzt nur noch von einer Seite kommt", sagte Dauerkarteninhaber Michael Schütz.

Der alte Tivoli schrieb rote Zahlen

Wehmut ist vorhanden, doch die Fans haben sich arrangiert, "dass der Verein mit dem alten Stadion kein Geld im Profi-Fußball verdient", wie Schütz bedauert. Rund eine Million Euro pro Jahr betrug das strukturelle Jahresdefizit im Tivoli, der wohl Anfang 2011 abgerissen werden soll. Mit dem Neubau sind nach Angaben von Kraemer etwa sieben Millionen Euro mehr zu generieren, so dass auch bei einer Pacht von sechs Millionen Euro im ersten Jahr ein Überschuss bleibt. Auf einen Namenssponsor hat der Klub verzichtet, obwohl dieser einen hohen sechsstelligen Betrag pro Saison eingebracht hätte. "Wir haben gerade wegen der Akzeptanz und Identifikation schnell gemerkt, dass es fahrlässig wäre, den Namen herzugeben", sagte Kraemer.

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"Eng, steil, laut, gelb"

Deshalb prangt in großen, gelben Buchstaben "Tivoli" an der Fassade, in der gleichen Farbe strahlen das Dach und die Sitzschalen im Kontrast zur grauen Beton-Optik. "Es sollte immer ein Fußball-Stadion der reineren Sorte sein und keine Multi-Funktionsarena", erklärte van der Kooi. So hoffen die Verantwortlichen, dass sich das dritte Attribut des Slogans "Eng, steil, laut, gelb" erfüllen wird. "Wenn die sportlichen Darbietungen auch stimmen, wird der Tivoli hoffentlich noch stimmgewaltiger als der alte", meinte Kraemer.

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