Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

1. FC Union Berlin: Millionendeal der Eisernen geplatzt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

2. Bundesliga - Union Berlin  

Millionendeal der Eisernen geplatzt

24.08.2009, 19:38 Uhr | dpa

Jürgen Czilinsky, Aufsichtsratschef der ISP. (Foto: dpa)Jürgen Czilinsky, Aufsichtsratschef der ISP. (Foto: dpa) Nur 60 Tage nach der vollmundig verkündeten "strategischen Partnerschaft" ist der Millionen-Deal von Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Union Berlin mit seinem Hauptsponsor International Sport Promotion ISP geplatzt.

Der Berliner Verein teilte der ISP mit, dass er den Kontrakt, der dem Klub bis 2014 insgesamt 10 Millionen Euro einbringen sollte, wegen der von "spiegel online" aufgedeckten Stasi-Vergangenheit des ISP-Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Czilinsky auflöst.

Aktuell Die Tabelle der 2. Bundesliga
Aktuell Die Torschützenliste der 2. Liga

"Weitere Zusammenarbeit nicht möglich"

Zunächst machte kurioserweise der gekündigte Hauptsponsor ISP die Trennung öffentlich. Eine Stunde später bestätigte dies der Verein in einer Erklärung, wonach Präsidium und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen haben, die Zusammenarbeit mit dem Hauptsponsor zu beenden. Als Grund für die Trennung werden "falsche Angaben des Vertragspartners beim Zustandekommen des Vertrages" genannt. "Eine weitere Zusammenarbeit war unter diesen Umständen, auch unter Berücksichtigung der rechtlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen für den Verein, nicht möglich", kommentierte Präsident Dirk Zingler.

Neuer Trikotsponsor dringend gesucht

Der 1. FC Union Berlin hatte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) vorab über diesen Schritt informiert. Der Spielbetrieb des Vereins in der laufenden Saison bleibt davon unberührt, da die im Lizenzierungsverfahren eingereichte Etatplanung den ISP-Vertrag nicht beinhaltete. Dennoch muss der Verein nun in Windeseile versuchen, einen neuen Trikotsponsor ins Boot zu holen. Ein ähnlich spektakuläres Angebot dürfte aber illusorisch sein.

Fans protestieren gegen Zusammenarbeit

Der 1. FC Union, der sich auch zu DDR-Zeiten immer als Alternativ-Verein zum vom Ministerium für Staatssicherheit geführten BFC Dynamo sah, reagierte somit konsequent und umgehend auf die Verstrickungen von Czilinsky und verzichtet damit auf viel Geld. Union reagierte damit auch auf heftige Proteste der Fans, die sich ganz klar gegen ein Zusammenarbeit mit einem früheren Stasi-Offizier gewandt hatten.

"Immer eine Herzensangelegenheit"

"Ich bedauere diese Entwicklung sehr, denn ich wollte mit der ISP dazu beitragen, dass der 1. FC Union sich sportlich stabilisieren und wirtschaftlich auf ein gesundes Fundament bauen kann", erklärte ISP-Geschäftsführer Dieter Fietz im Anschluss an die Entscheidung des Vereins. Der ehemalige Union-Trainer fügte hinzu: "Für mich waren die Eisernen immer eine Herzensangelegenheit. Daran wird sich auch zukünftig nichts ändern. Ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass mein Engagement mit der ISP zur Belastung für den Verein werden könnte."

Nie gänzlich geklärte Tätigkeitsfelder

Die ISP ist im Government of Ajman, eines von sieben Emiraten der United Arabian Emirates, eingetragen. Aus der Lizenz mit der Nummer 4818 geht hervor, dass Dieter Fietz sämtliche Anteile des Unternehmens persönlich hält. Die ISP hat ihren Sitz im ca. 30 Kilometer von Ajman entfernten Dubai. Dort ist das Unternehmen zur Zeit auch in die Finanzierung und Umsetzung eines neuen Sportthemenparks eingebunden. Zu den in der Öffentlichkeit nie gänzlich geklärten Tätigkeitsfeldern der hinter der ISP stehenden Firmengruppe gehören Umwelt-Management, Rohstoff-Erschließungen sowie regenerative Energien vor allem im arabischen und afrikanischen Raum.


Sonntagsspiele Kaiserslautern verpasst die Spitze
Samstagsspiele St. Pauli und Duisburg trennen sich remis
Freitagsspiele Union stürmt an die Spitze
Übersicht Alle News zur 2. Bundesliga

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal