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Skilanglauf: Russische Dopingsünder geben auf

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Doping  

Langlauf-Olympiasieger treten zurück

12.02.2010, 23:01 Uhr | sid

Rücktritt des russischen Duos Julia Tschepalowa und Jewgeni Dementjew. (Foto: imago)Rücktritt des russischen Duos Julia Tschepalowa und Jewgeni Dementjew. (Foto: imago) Die beiden Skilanglauf-Olympiasieger Julia Tschepalowa und Jewgeni Dementjew haben nach positiven Dopingbefunden ihren sofortigen Rücktritt erklärt, allerdings bisher keine Schuld eingeräumt. Das bestätigte der Präsident des russischen Wintersport-Verbandes, Wladimir Loginow, in Moskau.

"Als die ersten Hinweise kamen, quälten sich die beiden verdienstvollen Sportler mit Zweifeln, aber im Endeffekt haben sie diese schwere Entscheidung getroffen. Wir haben die FIS bereits informiert."

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"Das war mehr als ein Schock"

Der Nachrichtenagentur Allsport sagte Loginow, dass er zuvor schriftlich vom Internationalen Skiverband FIS darüber informiert worden sei, dass in den am 2., 3. sowie 19. Januar 2009 bei Tschepalowa, Dementjew sowie Nina Rysina entnommenen Proben das Blutdopingmittel EPO nachgewiesen worden sei. "Das war mehr als ein Schock, denn es sind Olympiasieger und Aushängeschilder unseres Verbandes betroffen", sagte Loginow.

"Sportler können sich nicht ihrer Verantwortung entziehen"

Sowohl die dreimalige olympische Goldmedaillengewinnerin (1998, 2002 und 2006) Tschepalowa als auch der 30-Kilometer-Olympiasieger von Turin, Dementjew, hätten inzwischen in einem Schreiben ihren Rücktritt erklärt. Im Gegensatz zu ihren prominenten Teamgefährten habe U23-Sprinteuropameisterin Rysina die Eröffnung der B-Probe gefordert. "Die Sportler können sich dennoch ihrer Verantwortung nicht entziehen. Wir werden den Fall umfassend untersuchen und dann die nötigen Schritte und Bestrafungen veranlassen", kündigte Loginow an.

Probleme mit der Schilddrüse als Ursache?

Nicht bekannt sei bisher, ob das Duo ebenso wie die erst kürzlich mit Zweijahres-Sperren belegten Biathlon-Weltmeister Jekaterina Jurjewa, Albina Achatowa und Dimitri Jaroschenko sogenanntes synthetisches rEPO (rekombinantes Erythropoetin) benutzt hatte. Tschepalowas Trainer und Vater Anatoli Tschepalow bestritt unterdessen gegenüber Allsport ein Dopingvergehen seiner Tochter. Stattdessen führte er an, Julia hätte seit geraumer Zeit Probleme mit der Schilddrüse und deshalb bei einer ärztlichen Hauptuntersuchung am 13. August ein Verbot zur Fortsetzung ihrer Laufbahn erhalten.

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