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Transfermarkt: Bundesliga knackt den Transferrekord

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Bundesliga - Transfermarkt  

Die Liga knackt den Transferrekord

31.08.2009, 20:09 Uhr | dpa

Fast sechzig Millionen Euro wert: Bayerns Robben (l.) und Gomez. (Foto: imago)Fast sechzig Millionen Euro wert: Bayerns Robben (l.) und Gomez. (Foto: imago) Die Transferliste ist geschlossen, der ganz große Knaller zum Schluss blieb aus. Insgesamt ist die Bundesliga, angeführt vom FC Bayern München, dennoch einem ungekannten Kaufrausch verfallen. Bis zum Ende der Wechselfrist gaben die 18 Klubs insgesamt 220,25 Millionen Euro für 168 neue Spieler aus.

Damit schraubte die Eliteliga ihre Investitionen nach dem Höchstwert von 2007 (194,38) erstmals über die Schallmauer von 200 Millionen Euro. An Einnahmen verbuchten die Vereine für 140 Spieler 111,96 Millionen Euro.

Transfer-Ticker Alle bis 24 Uhr bekanntgegebenen Transfers

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Der Liga-Präsident hat keine Sorge

Das hohe Transferdefizit ist für Liga-Präsident Reinhard Rauball kein Grund zur Sorge. "Ich glaube, dass die Liga die entsprechenden Erlöse generiert, um sich so etwas leisten zu können. Das ist das Ergebnis jahrelangen soliden Wirtschaftens und eines recht strengen Lizenzierungsverfahrens."

Last-Minute-Transfers in Stuttgart, Berlin und Hoffenheim

Der VfB Stuttgart investierte acht Millionen Euro der Rekord-Einnahme für Mario Gomez in den "Last-Minute-Transfer" des serbischen Nationalspielers Zdravko Kuzmanovic vom AC Florenz. Damit reagierten die Schwaben auf den Ausfall von Martin Lanig (Kreuzbandriss). Auch Hertha BSC nutzte die letzten Stunden für eine Einkaufstour. Nach drei Liganiederlagen hintereinander schlugen die Berliner gleich dreifach zu und holten Dortmunds Florian Kringe, den kolumbianischen Stürmer Adrian Ramos sowie den Brasilianer Clederson Cesar de Souza. 1899 Hoffenheim lieh auf den letzten Drücker den finnischen Nationalverteidiger Jukka Raitala für ein Jahr von HJK Helsinki aus und sicherte sich eine Kaufoption.

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"Geld schießt doch Tore"

Kurz vor Transferschluss stellten die Bayern mit dem 24 Millionen teuren Überraschungscoup um Arjen Robben bereits einen Vereinsrekord auf. Zwei Jahre nach den Verpflichtungen von Luca Toni und Franck Ribéry gab der Branchenkrösus mit 74,7 Millionen Euro noch mehr Geld aus als vor der Saison 2007/08 (72,2). "Geld schießt doch Tore, vor allem, wenn das Geld vom Festgeldkonto kommt, nicht, wie irrtümlich behauptet, von der Kreditabteilung", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach der ersten Gala des Duos "Robbéry" beim 3:0 gegen den VfL Wolfsburg. Für Gomez zahlten die Bayern mit etwa 30 Millionen Euro die bundesligainterne Rekord-Ablöse.

Die meisten Wechsel ohne Ablöse

Auch andere Vereine greifen entweder zum Luxusmodell oder suchen in der Schnäppchen-Abteilung: Während 22 Profis mehr als vier Millionen Euro kosteten, wechselten 70 Prozent ohne Ablöse. "Ich beobachte den Trend, dass die Vereine verstärkt auf ein ausgewogenes Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben achten. Wenn ein Spieler zum Beispiel nur noch ein Jahr Vertrag hat, wartet man zunehmend noch das eine Jahr ab, um ihn ablösefrei zu holen", sagte Rauball.

Sieben Klubs bleiben unter zwei Millionen Euro

Nicht nur auf dem Spielermarkt, auch unter den Vereinen gibt es eine Mehr-Klassen-Gesellschaft. Neben Bayern investierten auch der Hamburger SV (28,4), VfL Wolfsburg (20,6), Stuttgart (16,95), Hoffenheim (16,1), Werder Bremen (15) und der 1. FC Köln (11) mehr als zehn Millionen Euro. Doch gleich sieben Klubs fuhren einen strikten Sparkurs und gaben weniger als zwei Millionen Euro aus.

Rauball sieht das Ende der Fahnenstange erreicht

Der 1. FC Nürnberg setzte sogar ausschließlich auf Profis zum Nulltarif. "Das ist kein Zeichen für Armut, sondern für vorsichtiges Wirtschaften mit Blick auf die Zukunft. Man weiß nicht, ob die Krise in Teilen wieder auflebt", vermutete Rauball. Auch deshalb wird sich die Spirale nach Ansicht des Präsidenten von Borussia Dortmund nicht ewig nach oben weiterdrehen. "Ich glaube nicht, dass es eine Gesetzmäßigkeit gibt, nach der es jedes Jahr einen neuen Rekord in Bezug auf das gesamte Transfervolumen gibt", sagte Rauball.

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