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Doping - Eisschnelllauf: Dank CAS darf Claudia Pechstein wieder trainieren

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Doping - Eisschnelllauf  

Pechstein darf wieder am offiziellen Training teilnehmen

12.02.2010, 21:53 Uhr | sid, dpa

Zurück auf der Eisbahn: Claudia Pechstein (Foto: dpa)Zurück auf der Eisbahn: Claudia Pechstein (Foto: dpa) Teilerfolg für Claudia Pechstein: Die wegen auffälliger Blutwerte gesperrte Eisschnelllauf-Olympiasiegerin darf wieder in vollem Umfang trainieren. Der Internationale Sportgerichtshof CAS entsprach teilweise dem Eilantrag der 37-jährigen Berlinerin. Danach darf Pechstein ab sofort wieder an an allen Trainingsmaßnahmen der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) teilnehmen.

Durch die CAS-Entscheidung wird somit der Code der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA zum Teil ausgehebelt.

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CAS entscheidet im Oktober über die Wettkampfsperre

Von Wettkämpfen aber bleibt Pechstein, die wegen auffälliger Retikulozyten-Werte vom Weltverband ISU für zwei Jahre gesperrt ist, bis zur Entscheidung im Berufungsverfahren ausgeschlossen. Dies ist aber nicht maßgeblich, denn das Hauptsacheverfahren wird nach Information des CAS nun schon Anfang Oktober stattfinden, die Saison beginnt aber mit den deutschen Meisterschaften in Berlin erst am 30. Oktober.

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Wieder Hoffnung auf Olympia

"Mit Blickrichtung Olympische Spiele wird jetzt natürlich einiges leichter", reagierte Pechstein in einer ersten Stellungnahme. Sie hat mit dem CAS-Spruch genau erreicht, was sie bezweckte, denn als Kriterien für einen Urteil im Eilsache-Verfahren gelten neben der Dringlichkeit des Falles auch die Chancen des Sportlers in der Hauptverhandlung. Mit seinem Urteil hat der CAS nun zumindest eingeräumt, dass Pechstein auch im Hauptverfahren nicht ganz aussichtslos sein könnte.

Vesper: "Eine ausgewogene Entscheidung"

Begrüßt wurde die Entscheidung von Repräsentanten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der DESG. "Das ist eine abgewogene Entscheidung. Jetzt kann Claudia Pechstein ihre Vorbereitung mit Blick auf Olympia in Vancouver in Angriff nehmen. Aber es bleibt natürlich ein vorläufiges Urteil. Bis zur Entscheidung in der Hauptsache wird Claudia Pechstein somit auch vom CAS als unschuldig angesehen", sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper.

DESG-Präsident Heinze: "Guter Schritt"

Von einer "gerechten Entscheidung im Sinne der Chancen und Möglichkeiten Pechsteins in Richtung Olympia", sprach DESG-Präsident Gerd Heinze. Damit habe der CAS Fairness gegenüber der Athletin gezeigt. "Das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung", urteilte Sportdirektor Günter Schumacher. "Aber die endgültige Klarheit wird natürlich erst die Entscheidung des CAS in der Hauptverhandlung bringen. Im Sinne der Vorbereitung von Claudia Pechstein auf die Saison war es eine ganz wichtige Weichenstellung", fügte er hinzu.

CAS entscheidet im Oktober über die Wettkampfsperre

In ihrer Presse-Erklärung teilten die drei CAS-Richter Massimo Coccia aus Italien sowie Stephan Netzle und Michele Bernasconi (beide Schweiz), die auch für das Hauptverfahren verantwortlich sein werden, zudem mit, dass das Hauptsache-Verfahren mit Anhörung aller Gutachter nun schon auf Anfang Oktober vorgezogen wird, um vor dem Weltcup-Start Anfang November über Pechsteins Teilnahme zu entscheiden. "Es wäre nur zu begrüßen, wenn der CAS sein Urteil so schnell wie möglich fällt, damit wir Klarheit haben", sagte Michael Vesper.

Pechstein hofft weiter auf Langzeittest

Claudia Pechstein könnte durch eine vorgezogene Hauptverhandlung sogar unter Zeitdruck geraten, denn sie möchte zunächst mit dem von ihr angebotenen Langzeittest ihre Unschuld und weitere Argumente zum Beweis ihrer Unschuld sammeln. "Zwar bin nicht ich, sondern der Verband in der Beweispflicht. Doch es geht nicht nur um meinen Freispruch, sondern auch darum, meinen guten Ruf wieder herzustellen", sagte Pechstein. Die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA wird Pechstein demnächst empfangen, um sich die Argumente der Sportlerin zum Konzept der sechswöchigen Studie anzuhören. Die Studie müsste nun schon spätestens Mitte September starten, um noch für die vorgezogene Hauptverhandlung Verwendung zu finden.

Pechsteins Anwalt: "Fingerzeig für Verfahrensausgang"

Für Pechstein-Anwalt Simon Bergmann ist der CAS-Beschluss "ein nicht unwichtiger Fingerzeig für den weiteren Verfahrensausgang. Der CAS musste nämlich bei seiner Entscheidung auch überprüfen, ob das Berufungsverfahren hinreichend Erfolgsaussichten hat. Wäre der CAS zu dem Ergebnis gekommen, dass die Berufung chancenlos ist, hätte der CAS den Eilantrag schon aus diesem Grund zurückgewiesen. Wir sind deshalb optimistisch, dass das Urteil der ISU letztendlich aufgehoben wird."

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