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Doping: Bolt-Kollegen gestehen Einnahme unerlaubter Substanz

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Doping - Leichtathletik  

Bolt-Kollegen gestehen Einnahme unerlaubter Substanz

12.02.2010, 21:53 Uhr | sid

Der jamaikanische Sprinter Yohan Blake ist ein Trainingskollege von Usain Bolt. (Foto: imago)Der jamaikanische Sprinter Yohan Blake ist ein Trainingskollege von Usain Bolt. (Foto: imago) Vier unter Dopingverdacht stehende jamaikanische Sprinter, darunter zwei Trainingskollegen von Weltrekordler Usain Bolt, haben die Einnahme einer verbotenen Stimulans zugegeben. Bei einer Anhörung vor der Jamaikanischen Anti-Doping-Kommission (JADCO) gestand das Quartett, vor den nationalen Meisterschaften Ende Juni in den Medizinschrank gegriffen zu haben.

Das bestätigte Ransford Langrin, der vorsitzende Richter der Berufungskommission, der Internetseite "Trackalerts.com" und sagte: "Jetzt müssen wir entscheiden, welche Strafe wir verhängen. Die niedrigste oder die höchstmögliche von zwei Jahren."

Dopingvorwurf Jamaikas Sprinter freigesprochen

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Anti-Doping-Kommission geht in Berufung

Im besten Fall käme das Quartett mit einer Verwarnung davon. Die Entscheidung soll am 14. September verkündet werden. Die Sprinter Yohan Blake und Marvin Anderson, die beiden Vereinskollegen von Usain Bolt im Racers Track Club, sowie die 400-Meter-Läufer Lanceford Spence und Allodin Fothergill waren in erster Instanz freigesprochen worden. Doch die JADCO ging gegen das Urteil ihres eigenen Schiedsgerichts in Berufung.

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Sprinterin freigesprochen

Zum zweiten Mal freigesprochen wurde dagegen Sheri-Ann Brooks. Die Sprinterin war mit 4-Methyl-2-Hexanamin erwischt worden war. Diese Substanz steht zwar nicht auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), ist aber dem verbotenen Tuaminoheptan ähnlich. 4-Methyl-2-Hexanamin steckt in zahlreichen rezeptfreien Nasentropfen und -sprays. Die fünf Fälle der Jamaika-Sprinter waren Ende Juli bekannt geworden.

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Quintett bei WM nicht eingesetzt

Der Leichtathletik-Verband Jamaikas verzichtete daraufhin, das Quintett bei der WM in Berlin einzusetzen. Dies hatte der Weltverband IAAF empfohlen. Brooks blieb in erster und zweiter Instanz offenbar wegen Verfahrensfehlern ohne Strafe. Ihre vier Kollegen waren dagegen im ersten Urteil straffrei ausgegangen, weil das Schiedsgericht sich von der Verwandtschaft und damit einer ähnlichen Wirkung von 4-Methyl-2-Hexanamin mit Tuaminoheptan nicht überzeugt zeigte.

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