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1. FC Köln: Ein falscher Prinz führt Köln an der Nase herum

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1. FC Köln  

Ein falscher Prinz führt Köln an der Nase herum

10.09.2009, 10:45 Uhr | t-online.de

Der 1. FC Köln geht einem falschen Prinzen auf den Leim. (Foto: imago)Der 1. FC Köln geht einem falschen Prinzen auf den Leim. (Foto: imago) Da hätte Hennes VIII fast was zu meckern bekommen: Sein 1. FC Köln wäre um ein Haar den Machenschaften eines falschen arabischen Prinzen erlegen. Mohammed Al Faisal, angeblich unehelicher Sohn des Königshauses in Saudi-Arabien, wollte dem FC 50 Millionen Euro als privater Investor zur Verfügung stellen.

Tatsächlich heißt Mohammed Al Faisal schlicht Volker Eckel. Und statt Millionen zu investieren steckt der 43-Jährige in privater Insolvenz. Jetzt steht "His Highness" im baden-württembergischen Marbach vor Gericht.

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Urkundenfälschung und Missbrauch von Titeln

Dem Pseudo-Prinzen, der seriös mit Privatsekretärin, Anwalt, Steuerberater und Treuhänder auftrat, werden vor Gericht Anstiftung zur Urkundenfälschung in Verbindung mit dem Missbrauch von Titeln vorgeworfen. Vor allem auf Immobiliengeschäfte hatte es Eckel abgesehen. Die Justiz muss jetzt feststellen, ob sich der Hochstapler einen Vermögensvorteil verschaffen wollte. Dies wäre ein Straftatbestand.

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Horstmann: "Man kann den Leuten nicht hinter die Stirn schauen"

Zwischen Köln und dem Wahlschweizer Eckel, der sich als "langjähriger Fan" ausgab und überhaupt nicht arabisch aussieht, kam es letztes Jahr zu Verhandlungen. Der damalige Trainer Christoph Daum präsentierte seine sportlichen Visionen, Sportdirektor Michael Meier reiste sogar in die Schweiz, um zu verhandeln. „Uns kam die Geschichte zwar komisch vor. Aber man kann den Leuten nicht hinter die Stirn schauen. Deshalb haben wir mit ihm Gespräche geführt“, sagt FC-Geschäftsführer Claus Horstmann dem "Express".

Bonitätsnachweis bleibt offen

Erst als der vermeintliche Prinz keinen Bonitätsnachweis liefern konnte wurden die Kölner Verantwortlichen stutzig. „Wir haben immer wieder Belege der Zahlungsfähigkeit angefordert. Als die nicht kamen, haben wir die Gespräche abgebrochen“, sagt Horstmann.

Grasshopper Club Zürich fällt auf Eckel rein

Schlimmer erwischte es den Grasshopper Club Zürich. Der klamme Schweizer Erstligist schloss mit dem "Prinzen" einen Investitionsvertrag über 200 Millionen Euro in einem Nobelhotel ab. Die Presse berichtete über den Glücksgriff. Kurz danach meldete Eckel Zahlungsunfähigkeit an.

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