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Nelson Piquet jr. beichtet absichtlichen Crash in Singapur

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Rund um den Rennzirkus  

Betrugsvorwürfe gegen Renault-Rennstall erhärten sich

10.09.2009, 13:45 Uhr | dpa

Nelson Piquet jr. raste 2008 in Singapur in die Begrenzungsmauer. (Foto: imago)Nelson Piquet jr. raste 2008 in Singapur in die Begrenzungsmauer. (Foto: imago) In der Affäre um einen angeblichen Betrug des Formel-1-Teams Renault haben sich die Vorwürfe gegen den Rennstall erhärtet. Der inzwischen entlassene Pilot Nelson Piquet jr. soll dem Internationalen Automobilverband FIA bestätigt haben, dass er auf Anweisung der Teamleitung beim Großen Preis von Singapur im vergangenen Jahr absichtlich einen Unfall verursacht hat.

Das berichten die Londoner Tageszeitung "The Times" und das Fachmagazin "Autosport" auf ihren Internetseiten.

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Alonso: "Das kommt überraschend für mich"

Piquets damaliger Renault-Teamgefährte Fernando Alonso hatte von dem Crash profitiert und war danach zum Sieg gefahren. Von einer Inszenierung will der zweimalige Weltmeister nichts wissen: "Ich bin sehr überrascht und ich kann mir nicht mal vorstellen, dass so etwas passiert. Das ist einfach unglaublich," sagte der Spanier in Monza.

Renault-Rückzug aus der Formel 1 denkbar

Die FIA hat für den 21. September eine Anhörung des Motorsport-Weltrats einberufen, um die schweren Anschuldigungen zu prüfen. Sollte der Dachverband Renault für schuldig befinden, droht dem Team neben einer hohen Geldbuße auch der Ausschluss aus der WM. Für diesen Fall wird befürchtet, dass sich der französische Autobauer komplett aus der Formel 1 zurückzieht.

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Geheimes Treffen vor dem Rennen

Im Zentrum der Ermittlungen steht offenkundig ein Treffen von Renault-Teamchef Flavio Briatore und Chefingenieur Pat Symonds mit Piquet vor dem Nachtrennen in Singapur. Dort soll Symonds den Brasilianer aufgefordert haben, in Runde 13 oder 14 einen Unfall in einer bestimmten Kurve zu verursachen. An dieser Stelle konnte das Auto nicht schnell von der Piste entfernt werden, eine Safety-Car- Phase war unvermeidbar. So konnte Alonso, der früher als alle seine Rivalen nachgetankt hatte, ungehindert an die Spitze fahren, weil alle anderen Piloten während der Safety-Car-Phase an die Box mussten.

Symonds schiebt Piquet jr. die Schuld zu

Briatore bestritt die Vorwürfe. Er sei das Opfer einer Erpressung, sagte der Italiener. Es habe zwar das Treffen mit Piquet gegeben, ein Betrugsversuch sei jedoch nicht diskutiert worden. Symonds erklärte den Medienberichten zufolge, dass Piquet selbst die Idee eines absichtlichen Unfalls vorgebracht hätte.

Piquet jr. wollte sich keine Chancen verbauen

Der Rennfahrer soll seine Version am 30. Juli der FIA geschildert haben. Er sei den Anweisungen der Teamführung gefolgt, weil er unsicher über seine Situation bei dem französischen Rennstall gewesen sei und sein Vertrag noch nicht verlängert worden war. Der Sohn des dreimaligen Weltmeisters Nelson Piquet erhielt später einen neuen Kontrakt für die Saison 2009, wurde aber nach dem Ungarn-Grand-Prix Ende Juli wegen mangelnder Erfolge entlassen. Kurz darauf soll sein Vater FIA-Präsident Max Mosley über die angebliche Manipulation von Renault informiert haben.

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