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Uli Hoeneß kritisiert FIFA-Spielpläne und fordert Vorqualifikation

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Fussball  

Uli Hoeneß kritisiert die Spielpläne der FIFA

13.09.2009, 13:25 Uhr | sid

Uli Hoeneß fordert eine Vorqualifikation. (Foto: ddp) Uli Hoeneß hat schwere Kritik am Spielplan des Fußball-Weltverbandes FIFA geübt und sich für eine Vorqualifikation in der WM-Qualifikation ausgesprochen. "Diese Länderspiele gegen Aserbaidschan und Südafrika - das ist ja langsam Kokolores. Ich meine, wir spielen da 100.000 Spiele, und wir Vereine haben den Dreck auszubaden", sagte der aufgebrachte Manager von Bayern München bei "Sky".

Hoeneß nannte die Verletzungen der Hamburger Paolo Guerrero und Collin Benjamin als Beispiel. Die beiden Profis hatten sich in WM-Qualifikations- beziehungsweise Testspielen ihrer jeweiligen Heimatländer schwer verletzt und werden mehrere Monate ausfallen.

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Guerrero und Benjamin mit Kreuzbandriss

Guerrero hatte sich in einem bedeutungslosen WM-Qualifikationsspiel mit Peru in Venezuela (1:3) einen Kreuzbandriss zugezogen. Ähnlich ist es bei Benjamin, der sich in einem Länderspiel mit Namibia verletzt hatte. Eine Vorqualifikation müsse her fordert Hoeneß. "Da muss sich etwas ändern. Collin Benjamin verletzt sich in einem Freundschaftsspiel gegen Swasiland und jetzt bekommen sie in Hamburg den Spieler zurück mit einem Entschuldigungsschreiben, das besagt: 'Es tut uns leid, aber er ist sechs Monate außer Gefecht'. Und dasselbe gilt auch für Guerrero. Der HSV hat jetzt die Rechnung zu zahlen. So kann das nicht weitergehen!", schimpfte der Manager.

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Hoeneß sieht Bundesliga in Gefahr

"Wenn ich in der Hamburger Situation wäre, würde ich gegen die Wand springen, was da passiert ist. Wir müssen uns alle miteinander dagegen wehren, dass die Bundesliga jetzt zum 98. Mal unterbrochen wird wegen dieser Länderspiele. Da muss sich etwas ändern, sonst geht die Bundesliga kaputt", äußerte Hoeneß weiter. Hoeneß bringt diese Situation auf die Barrikaden, Länderspiele wie das gegen Südafrika oder das WM-Qualifikationsspiel wie gegen Aserbaidschan dürfte es nicht mehr geben.

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Spiel gegen Aserbaidschan wertlos

Der Manager verwies auch auf die Tatsache, dass das Spiel gegen Aserbaidschan in Hannover nicht ausverkauft gewesen sei. Der Zuschauer merke eben, dass es nur gegen den 150. der Weltrangliste gehe. Hoeneß: "Wenn man gegen Liechtenstein spielt, kann man auch gegen den FC Tegernsee spielen!"

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Labbadia sieht keine perfekt Lösung

Bruno Labbadia sieht die ganze Situation differenzierter: "Wir haben viele Spieler aus Afrika und Südamerika, die Reisen sind sehr weit. Mittlerweile ist es ja so, dass man den Spieltag gedreht hat: Früher hat man Mittwoch-Samstag gespielt, heute Samstag-Mittwoch, die Rückreisen sind so sehr schwierig. Es gibt da keine Top-Lösung, weil wir ja auch Fan von der Nationalmannschaft sind." Natürlich würden die Verletzungen den HSV hart treffen, "aber man muss auch die andere Seite sehen. Wenn ich Nationaltrainer wäre, hätte ich die Spieler auch gern lange bei mir."

Reisen sind das Problem

Für die Spieler sei es das Größte, für ihr Land zu spielen. Labbadia: "Auf der anderen Seite fehlen den Jungs die Pause und der Aufbau. Da gibt es keine einfache Lösung. Das Problem sind aber nicht allein die Spiele, sondern auch die Reisen. Manchmal sind die Spieler 20 Stunden lang unterwegs." HSV-Chef Bernd Hoffmann ergänzte: "Diese Debatte führt man meist nur, wenn man selbst betroffen ist. Natürlich haben auch die Nationalmannschaften ihre Bedürfnisse. Das muss man respektieren."

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