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Großer Preis von Italien: Sebastian Vettel wie eine Kuh auf Rädern

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Formel 1 - Kolumne zum Grossen Preis von Italien  

Wie eine Kuh auf Rädern

14.09.2009, 10:46 Uhr | t-online.de

Aus Monza berichtet Elmar Brümmer

Sebastian Vettel hofft auf Regen in den letzten Rennen. (Foto: imago)Sebastian Vettel hofft auf Regen in den letzten Rennen. (Foto: imago) Wenn Sebastian Vettel zwei Wünsche frei hätte für den Rest dieser Formel-1-Saison, dann würde er sich nach einer Kaltfront über Singapur, Suzuka, Sao Paulo und Abu Dhabi sehnen, und nach Pisten mit möglichst vielen schnellen Kurven. Leider ist der Rest der Weltmeisterschaft kein Wunschprogramm: Von der Theorie her ist der große Gegner Brawn-GP auf der Zielgeraden der Saison mit drei zu eins im Vorteil gegen Red Bull Racing.

Ein maßgeschneidertes Finale für Rubens Barrichello und Jenson Button, die in Monza schon den vierten Doppelerfolg des Jahres eingefahren haben? Ausgerechnet jetzt wird Vettels Rennwagen immer zickiger.

Ergebnisse Rennen Brawn mit Doppelsieg
Monza Barrichello siegt vor Button
Pressestimmen zum GP Italien Internationale Medien feiern Brawn

26 Punkte Rückstand auf Button

Nach der Darbietung beim Großen Preis von Italien, bei der Vettel nur dank eines Crashs von Weltmeister Lewis Hamilton in der letzten Runde mit einem Ehrenpünktchen für Rang acht belohnt wurde, sind die WM-Chancen des Heppenheimers eher rechnerischer Natur: 26 Zähler beträgt der Rückstand auf Button, zwölf der auf Barrichello. Dementsprechend frohlockte der britische Spitzenreiter: "Ich habe zwar zwei Punkte auf Rubens verloren, aber sieben auf Sebastian gewonnen."

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Reifen können die WM entscheiden

Ein frustrierendes Wochenende im Autodromo Nazionale. Und das an der Stelle, an der Vettel im Vorjahr als jüngster Sieger in die Grand-Prix-Geschichte eingegangen war: "Damals hat es geregnet, diesmal eben nicht..." Der Viertplatzierte Adrian Sutil hat ihm mit dem Force-India-Mercedes glatt die Schau gestohlen. Die Wetterfühligkeit kann ausschlaggebend für den Titel sein, ernsthaft. Bei warmen Temperaturen funktionieren die Pneus der Brawns besser, wenn es kühl wird, waren die Red-Bull-Gummis bisher immer im Vorteil.

"Herumgerutscht wie eine alte Kuh"

Monza war dafür ein drastisches Anschauungsbeispiel: Nicht nur, dass der Renault-Motor im Heck offenbar lahmer ist als die Mercedes-Aggregat der Brawnies – vor allem war Vettels Dienstwagen eher auf eine Schlittschuhpartie ausgelegt als auf eine Hochgeschwindigkeits-Piste: "Ich bin herumgerutscht wie eine alte Kuh. Es war unheimlich schwer, das Auto jede Runde um die Strecke zu bringen. Im Rennen war es noch schlechter als im Training. Das Auto bricht aus, es ist unvorhersehbar. "Der Rhythmus geht verloren, statt der gewohnten runden Fahrweise weist der runde Stil plötzlich Ecken auf. Kleine Zeitverluste in jeder Runde, die sich am Ende ganz schön addieren. "Irgendwas", klagte Vettel, "funktioniert da nicht."

Renault Briatore vor Rauswurf

Titel rückt in weite Ferne

Und deshalb droht ihm nun auf der Zielgeraden der WM alles Erhoffte durch die Finger zu gleiten. "Es war ein Tritt in den Hintern", befand der enttäuschte 22-Jährige. Vielleicht täuscht er sich da: Das Comeback von Button nach einem Vierteljahr Abstinenz vom Podium und der zweite Sieg von Barrichello innerhalb von drei Rennen waren eher ein Tritt in den Schritt. Harte Reifen, hartes Schicksal.

Red Bull zu unverlässig

Bisher war in dieser Saison nur auf die allgemeinen Kapriolen Verlass, nicht aber auf den Red Bull. Der Rennwagen ist von der Anlage her zwar genial, aber auch filigran und empfindlich, wie so viele Schöpfungen des Designgurus Adrian Newey. Das führt leider zu einer gewissen Unzuverlässigkeit. In Summe führen die taktischen, fahrerischen und technischen Fehler im "Dosen-Rennstall" dazu, dass Vettel in fünf der bisherigen 13 WM-Läufe nicht in die Punkteränge fahren konnte. "Einmal nicht zur Stelle, und man ist weg", sagte Vettel.  

Buttons Chancen steigen von Rennen zu Rennen

Eindeutig zu viel des Schlechten. Er kann nur hoffen, dass das Glück zurückkehrt, wie bei Barrichello, der mit angeschlagenem Getriebe siegte und später frohlockte: "Mein Siegeswille war größer als die Probleme." Vettels Teamkollege Mark Webber fiel gleich am Anfang aus und hat als WM-Vierter mittlerweile 28,5 Zähler Rückstand auf Button, dessen Chancen mit jedem Rennen größer werden.

Vorbild Räikkönen

Angriff ist die einzige Verteidigung, Vettel muss auf Top oder Hopp fahren: "Jetzt habe ich nichts mehr zu verlieren und kann voll angreifen. Ich muss kompromisslos auf Sieg fahren und hoffen, dass die Dinge in meine Richtung laufen. Vielleicht schaffe ich ja das Gleiche wie Kimi Räikkönen vor zwei Jahren. Der hatte auch einen riesigen Rückstand und wurde noch Weltmeister...."

Ergebnisse des Wochenendes im Überlick

Ergebnisse Rennen Brawn mit Doppelsieg
Ergebnisse Qualifying Hamilton holt die Pole
Ergebnisse 3. freies Training Sutil fährt erneut schnellste Zeit
Ergebnisse 2. freies Training Sutil Erster, Fisichella Letzter
Ergebnisse 1. freies Training McLaren die Schnellsten

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