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Formel 1: Zwei Jahre Sperre für Renault - lebenslänglich für Briatore

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Formel 1  

Lebenslange Sperre für Flavio Briatore

21.09.2009, 14:24 Uhr | dpa

Lebenslange Formel-1-Sperre für Flavio Briatore. (Foto: ap)Lebenslange Formel-1-Sperre für Flavio Briatore. (Foto: ap) Gnade für Renault, Bann für Briatore: Im Unfall-Skandal der Formel 1 haben die Verbandsrichter Drahtzieher Flavio Briatore mit einer Sperre für "unbegrenzte Zeit" knallhart abgestraft. Das geständige Renault-Team kam hingegen mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren glimpflich davon. Nach einer 90-minütigen Anhörung in Paris verurteilte der Internationale Automobilverband FIA den inszenierten Crash des damaligen Renault-Piloten Nelson Piquet Junior beim Grand Prix von Singapur 2008 als Regelverstoß von "beispielloser Schwere".

Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso, dem der Betrug den Sieg ermöglicht hatte, blieb aber ungeschoren, weil er nichts von dem Komplott wusste. Auch Piquet entging als Kronzeuge einer Strafe.

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Video Zwei Jahre Sperre für Renault

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Kommentar Totalschaden für die Formel 1
Video Briatores Abgang
Singapur 2008 Die Chronologie des Skandals

Uneingeschränktes Schuldgeständnis

Renault hatte in der Vorwoche mit dem erzwungenen Rückzug von Briatore und Chefingenieur Pat Symonds praktisch seine Schuld eingestanden und akzeptierte die Entscheidung des Motorsport-Weltrats umgehend. "Wir entschuldigen uns vorbehaltlos bei der Formel-1-Welt für dieses unzumutbare Verhalten", teilte der französische Autobauer mit. Der Wille zur Aufklärung der schmutzigen Affäre und die Trennung von den beiden Hintermännern lieferte der FIA Argumente für das eher milde Urteil, mit dem der Dachverband wohl auch dem befürchteten Ausstieg Renaults entgegenwirken will.

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Keine Rekordstrafe nötig

Renault darf sich nichts mehr erlauben. (Foto: imago)Renault darf sich nichts mehr erlauben. (Foto: imago) Auf eine Rekordstrafe wie die 100-Millionen-Dollar-Buße für McLaren-Mercedes nach der Spionage-Affäre 2007 verzichteten die Regelhüter ganz bewusst. "Wir haben ihnen die Bewährungsstrafe gegeben, weil Renault bewiesen hat, dass nicht das Team und noch weniger das Unternehmen die Verantwortung trug", sagte FIA-Präsident Max Mosley. Anderenfalls wäre ein Total-Ausschluss des Rennstalls durchaus gerechtfertigt gewesen, "weil die Verstöße von Renault F1 nicht nur die Integrität des Sports beschädigt haben, sondern auch das Leben von Zuschauern, Offiziellen, anderen Mitstreitern und Nelson Piquet Jr. selbst gefährdeten", befand der Weltrat.

Briatore darf sich nicht mehr blicken lassen

Briatore hingegen traf die volle Härte des Sportgerichts. Dem Italiener bleibt "auf unbegrenzte Zeit" der Zugang zu allen FIA-Meisterschaften verwehrt. Nicht einmal Zutritt zu einem Fahrerlager darf dem 59-Jährigen künftig gewährt werden. Piloten, die Briatore als Manager beschäftigen, erhalten von der FIA keine Lizenz mehr. Damit muss sich auch Alonso von seinem langjährigen Berater trennen. Der Weltrat habe mit diesen drakonischen Sanktionen nicht allein die Mitschuld Briatores an den Vorgängen bestrafen wollen, sondern auch die Tatsache, "dass er seine Verstrickung trotz aller Beweise weiterhin bestritt", hieß es in der Urteilsbegründung.

Fünf Jahre Sperre für Symonds

Briatores Mitverschwörer Symonds wurde für die kommenden fünf Jahre aus dem Motorsport verbannt. Der Brite hatte Piquet Jr. vor dem Singapur-Grand-Prix über die beste Stelle für einen Unfall instruiert, um die gewünschte Safety-Car-Phase zu erzwingen. Nur so konnte Alonso, der als einziger Pilot früh zum Tankstopp kam, von dem Crash profitieren und zum ersten Saisonsieg rasen. Symonds erklärte noch vor der Verhandlung, seine Verstrickung in die Affäre sei eine "Schande", die er "auf ewig bedauern" werde.

Ende eines "düsteren Kapitels"

Sechs Tage vor der zweiten Auflage des Nachtrennens in Singapur am kommenden Sonntag hat die FIA damit einen Schlussstrich unter einen der größten Skandale der Formel-1-Geschichte gezogen. "Ein düsteres Kapitel findet jetzt sein Ende. Zeit, sich auf die aktuellen Herausforderungen der Formel 1 zu konzentrieren", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Auch BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen rief dazu auf, das Urteil zu respektieren. "Nun sollten sich die Beteiligten auf die noch verbleibenden vier Saisonrennen und einen hoffentlich spannenden Titelkampf konzentrieren", sagte Theissen.

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