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Doping: Startverbot für Isabell Werth praktisch ohne Wirkung

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Doping - Reitsport  

Startverbot für Werth bleibt praktisch ohne Wirkung

12.02.2010, 21:53 Uhr | dpa

Trotz Sperre: Isabell Werth muss auf keinen Einsatz im Nationalteam verzichten. (Foto: imago) Trotz Sperre: Isabell Werth muss auf keinen Einsatz im Nationalteam verzichten. (Foto: imago) Das zwölfmonatige nationale Startverbot für Isabell Werth bleibt für die fünffache Dressur-Olympiasiegerin ohne praktische Auswirkung. Die wegen Dopings international für sechs Monate gesperrte Reiterin muss wegen der angekündigten Verlängerungssperre durch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) auf keinen Einsatz im Nationalteam verzichten.

"Isabell Werth ist in den letzten Jahren immer nur in Aachen und bei den Championaten in der Mannschaft geritten", sagte Bundestrainer Holger Schmezer. Bis zum CHIO und bis zur Weltmeisterschaft im kommenden Jahr wäre das Startverbot abgelaufen.

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Anwalt spricht von Skandal

Werth-Anwalt Ulf Walz nannte das von der FN nun empfohlene einjährige nationale Startverbot für die Dressur-Reiterin einen "Skandal". Walz sprach von einem rechtlich bedeutungslosen "juristischen Nichtakt" und übte im Gespräch harte Kritik an dem deutschen Verband. "Das ist Machtmissbrauch, der hier von Profil-Neurotikern ausgeübt wird", sagte der Schweizer, "das ist eines Rechtsstaates unwürdig".

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Rechtliche Schritte unter Vorbehalt

Seine Mandantin sei nicht einmal angehört worden, sagte Walz. "Die normalen Anhörungs- und Verteidigungsrechte werden mit Füßen getreten." Da ihm noch keine Begründungen vorlägen, könne er über mögliche rechtliche Schritte noch nichts sagen. "Wir warten ab."

Werth ließ Pferd mit Psychopharmakon behandeln

Bei Werths Wallach Whisper, den sie beim Pfingstturnier in Wiesbaden geritten hatte, war die Substanz Fluphenazin gefunden worden. Das Psychopharmakon ist für Pferde nicht zugelassen und steht auf der Dopingliste der FEI. Werth hatte nichts geleugnet. Sie hatte erklärt, dass ihr Tierarzt das Pferd wegen der sogenannten Zitterkrankheit mit dem Medikament Modecate behandelt habe. Anschließend hatte sie gesagt: "Ich war reuig und geständig. Es ist ein Riesenfehler passiert, das kann man nicht schönreden."

Werth dürfte 2012 in London starten

Mit der von der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) Anfang September ausgesprochenen Sperre von einem halben Jahr darf Werth nach den IOC-Regeln bei den nächsten Olympischen Spielen 2012 in London starten. Die automatische Sperre für die kommenden Spiele durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) greift erst bei einer Doping-Sperre von mehr als sechs Monaten.

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