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Hertha BSC Berlin: Trainer Lucien Favre vor dem Rauswurf

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Hertha BSC  

Ratlosigkeit in der Hauptstadt

28.09.2009, 11:37 Uhr

Ratlos: Herthas Trainer Lucien Favre. (Foto: imago)Ratlos: Herthas Trainer Lucien Favre. (Foto: imago) Mit versteinerter Miene starrte Lucien Favre in der 67. Minute auf den Rasen. In seinem Gesicht standen das blanke Entsetzen und absolute Ratlosigkeit. Um den Schweizer war es laut, sehr laut. Denn unter dem tosenden Applaus der 29.600 Zuschauer in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena verließ gerade der Matchwinner den Platz: Vedad Ibisevic. Der Hoffenheimer Torjäger schoss Hertha BSC mit seinen drei Treffern (1., 4., 21. Minute) fast alleine zum 5:1-Sieg und bringt den Hertha-Coach womöglich um seinen Job.

Denn nach dem totalen Fehlstart mit gerade einmal drei Punkten steckt der Hauptstadtklub nicht nur tief im Abstiegskampf, er ist angesichts der desolaten Darbietung der derzeit heißeste Kandidat auf den Gang in Liga zwei.

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Favre denkt nicht an Rücktritt

"Wir haben heute eine katastrophale Leistung gezeigt", analysierte Favre später in der Pressekonferenz. "Keiner ist mit der Situation zufrieden." Kein Schönreden diesmal, aber auch keine Zweifel an der eigenen Rolle. "Ich denke nicht an Rücktritt", betonte Favre. Der Fußballlehrer will weiterkämpfen, aber hat er auch noch die Kraft und die Ausstrahlung dafür? Michael Preetz scheint davon noch überzeugt: "Der Trainer steht nicht in Frage", sagte der Manager und fügte noch an: "Wir müssen aber auch sehen, dass alle bisherigen Maßnahmen nicht gefruchtet haben." Was direkt nach dem Schlusspfiff in der Kabine abging, wollten der Trainer und Manager im Detail dann auch nicht sagen. 40 Minuten habe man sich angeschwiegen. Keine Diskussionen, keine Schuldzuweisungen. Dabei wäre eine deutliche Ansprache des Trainers nach den 90 Minuten gegen Hoffenheim angebracht gewesen.

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Hoffenheims Plan geht voll auf

Schon nach 43 Sekunden klingelte es erstmals im Kasten des neuen Hertha-Keepers Timo Ochs. Eine Traumkombination über Sejad Salihovic und Chinedu Obasi hämmerte Ibisevic zur frühen Führung ins Netz. Es war das schnellste Tor in der laufenden Saison und symptomatisch für die Berliner Schlafmützigkeit. "Uns war klar, dass Hertha verunsichert ist. Das wollten wir von Beginn an mit vollem Risiko ausnutzen", beschrieb der Hoffenheimer Innenverteidiger Josip Simunic den Plan der TSG, der vollends aufging.

Simunic mit starkem Auftritt gegen den Ex-Klub

Der starke Ex-Herthaner Simunic konnte von hinten zwei weitere Ibisevic-Treffer bestaunen. Er sah nur einmal schlecht aus, als ihm Raffael kurz vor der Pause entwischte und von Andreas Beck an der Strafraum-Grenze zu Fall gebracht wurde. Der Brasilianer verwandelte sehenswert (45.). Die Hoffnung, dass dieser laue Spätsommerabend im Kraichgau für die Berliner noch ein gutes Ende nehmen würde, wehrte aber nicht lange. Obasi (58.) und Eduardo (62.) setzten die Schlusspunkte. Und hätten die Gastgeber im Anschluss ihr Offensivspektakel konsequenter fortgesetzt, es wäre eine noch höhere Berliner Niederlage drin gewesen.

Sechs bittere Niederlagen in Folge

Für Trainer Lucien Favre dürfte aber auch das 1:5 reichen. Seine völlig unorganisierte und überforderte Mannschaft lieferte ihm jedenfalls weder spielerisch noch kämpferisch Argumente für eine Fortsetzung des Engagements in der Hauptstadt. Und ein Blick auf die Statistik macht es auch nicht besser: Sechs Niederlagen in Folge kassierte Hertha letztmals in der Saison 1990/1991. Am Ende stand damals Platz 18 und der Abstieg.

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